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Amazebra in Skandinavien 2014/2015
#1
Hallo,

hier erst mal ein Teaser. Nach all den Fragen zu "Wie mache ich einen Amarok kältefest" kommt in diesem Beitrag der dazugehörige Reisebericht...

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Viele Grüsse,
Frank
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#2
In eigener Sache

Bitte beachtet bei diesen Bildern das Copyright/Urheberrecht. Gerne kann auf diesen Beitrag in unserem Forum verlinkt werden, aber keinesfalls dürfen die Bilder ohne meine ausdrückliche schriftliche Genehmigung anderweitig verwendet werden.
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#3
Der Reisebericht
Teil 1

Am zweiten Weihnachtsfeiertag ging es los. Mehrere Monate Vorbereitung, viele Einkäufe und extrem viel Vorfreude haben die Spannung reichlich hochgetrieben. Alles ist selbst organisiert und geplant, alle Buchungen haben wir selber direkt gemacht. Und zwar ohne Webseiten wie Booking.com - die Preise sind auf den Webseiten der Hotels vergleichbar mit denen der Suchmaschinen, aber man bekommt deutlich bessere Zimmer. Ziel der Reise war nicht nur das Abenteuer, sondern vor allem die Polarlichter.

Tag 1: Zürich - Hamburg, Übernachtung im Empire Riverside. Ein grandioser Sonnenaufgang am Morgen, aber nach der langen Autobahnfahrt waren wir Abends eher müde.

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Tag 2: Hamburg - Travemünde, Sightseeing in Travemünde mit Fischkuttern und dem Angriff der aufdringlichen Bettelschwäne. Dann spät Abends Einschiffen auf die Fähre, davor noch Fehlersuche am Amazebra, Standheizung wollte nicht. Wir bekamen noch tollen Support durch Rene, aber ich habe mir mächtig die Finger verbrannt. War aber selber schuld, bei laufender Webasto sind einige Schläuche halt sehr heiss... kann nicht empfehlen, sowas im Dunkeln zu ertasten.

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Tag 3: Travemünde - Helsinki, Sightseeing in Helsinki bei einem wunderbaren Tag mit frostigen minus 20 Grad aber wenigstens haben wir ein letztes Mal die Sonne gesehen. Zwar nur knapp über dem Horizont, aber die zwei folgenden Wochen gab es täglich nur ein paar wenige Stunden Dämmerung. Volkswagen Helsinki konnte dann die Codierung der Standheizung wieder herstellen, kurz vor Abfahrt waren wir noch in der Inspektion, da ist so einiges falsch gesetzt gewesen (VCDS ist jetzt auf der Einkaufsliste). Abends Verladen auf den Autoreisezug. Finnische Bahn machte in Bezug auf Pünktlichkeit der Deutschen Bahn Konkurrenz. Tipp: Kabine mit eigener Toilette buchen und möglichst wenig Gepäck mitnehmen. Der Ein- und Ausstieg in den Amarok auf dem Bahnwaggon war für mich und meine gute Isolierschicht eine Herausforderung, aber die Waggons sind überdacht, der Wagen steht sicher. Im Zug haben wir ein nettes Ehepaar getroffen und uns lange mit ihnen unterhalten. die in Finnland eine Amethyst-Mine betreiben. Wir haben jeder einen geschenkt bekommen, meiner ist ein dreifarbiger Amethyst, der als Glücksstein für Reisende gilt - jetzt kann alles nur noch gut werden.

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Tag 4: Helsinki - Rovaniemi mit dem Zug, Sightseeing in Rovaniemi mit Kauf von Rentierfellen, die waren dort mit Abstand am besten und man unterstützt die Sarnen, die von den Rentieren leben und schlicht alles verwerten... Felle, Knochen als Messergriffe und natürlich das wirklich gut schmeckende Fleisch. Dann Weiterfahrt nach Inari. Den Weihnachtsmann haben wir in Rovaniemi nicht gesehen, aber man spürt gut seine Präsenz, vor allem in den Andenkenläden und dem "Santa Clause Village". In Inari Übernachtung im Hotel Inari direkt am See, Nachts dann der erste Polarlicht Jagdausflug. Leider bedeckter Himmel und die Kameraausrüstung ist gut eingefroren, da es nicht kalt genug war, sprich die Luft war zu feucht und es bildete sich ein Eispanzer auf den Kameras. Wegwischen kann man das nicht, sogar wenn man eine Linse anhaucht um sie zu reinigen bildet sich sofort Eis. In so einem Fall kann man dann nur zurück ins Hotel oder die Nacht ohne Kamera geniessen. Wichtig: Die Kamera und die Linsen müssen in Plastiktüten eng verpackt im Rucksack bleiben bis sie wärmer werden. Ansonsten beschlägt das alles so stark, dass sich sogar Kondenswasser im Objektivkörper bilden kann und das würde die Ausrüstung zerstören. Wenn man solche und einige andere Vorsichtsmassnahmen trifft ist das aber alles kein Thema, gute Kameras kommen mit solchen Bedingungen gut zurecht.

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Tag 5: Inari - Hammerfest durch traumhafte, schneebedeckte Finnische Wälder. Silvester haben wir in Hammerfest gefeiert, war aber nicht viel los im Ort. Alles geschlossen, aber unser Scandic (ehemals Rica) Hotel hat für die wenigen Gäste ein tolles Buffet auf die Beine gestellt. Den Abend haben wir dann mit einer zum Termin passenden Flasche ausklingen lassen und haben Mitternacht glatt verschlafen.

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#4
Der Reisebericht
Teil 2

Tag 6: Hammerfest - Honnigsvag. Vor Abfahrt haben wir erst mal eine warme und trockene Tiefgarage gesucht und die Spikes montiert, denn es hat kräftig geregnet und gestürmt. Und nasses Eis ist eine furchtbare Schlitterpartie, auch die Abdeckung für die Ladefläche fing an einzufrieren. Waren Schraubspikes und dazu kann ich einen Akkuschrauber mit abwinkelbaren Kopf empfehlen. 40 Spikes pro Reifen, die Montage hat knapp über eine Stunde gedauert. Übernachtung wieder im Scandic (auch ehemals Rica). Geschäfte und Restaurants immer noch zu, es gab dann einen Burger vom einzig offenen Schnellimbiss.

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Tag 7: Ausflug zum Nordkapp. Ein phänomenales Erlebnis, vor allem die Anfahrt mit dem Konvoi - wir haben einen Video mit der Onboard-GoPro gemacht. Der Vorteil ist auch, dass man eine Stunde vor den Reisebussen mit den anderen Touristen ankommt und man hat deutlich mehr Ruhe, sich alles anzusehen. Interessant war auch, dass in der ersten Stunde alles recht "normal" ablief, was dann die Leute aus den Reisebussen angestellt haben erinnerte mich eher an einen Horde iPad-fotografierender Hunnen, der unerklärlicherweise nicht die Landschaft ablichtet, sondern nur Selfies macht. Wetter war aber für die Jahreszeit mit rund minus 5 Grad viel zu warm (was immer noch sehr relativ ist, vor allem bei dem strengen Wind). Dort haben wir auch 2 Niederländer getroffen, die uns bewiesen haben, dass man auch ohne vollen Technikeinsatz eine solche Reise machen kann... die haben für 100 Euro ein Auto gekauft, hinten eine Liegefläche eingebaut und sind losgefahren. Stark! Aber die hatten richtig Schwein, dass es so "warm" war. Abends noch ein weiterer Jagdausflug, es gab zwar ein paar Polarlichter zu sehen, aber nur hinter der dichten Wolkendecke. Schade, denn unser Aussichtspunkt war traumhaft schön.

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Tag 8: Honnigsvag - Alta. Herrliche Fahrt an der Küste entlang durch die Fjorde. Plus ein Abstecher wieder nach Hammerfest um Mitglied in der Royal and Ancient Polar Bear Society zu werden (die hatten am Neujahrstag zu). In Alta dann Übernachtung im Scandic. Alta ist eine durchaus grosse Stadt in der Gegend, das hatten wir uns kleiner vorgestellt.

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Tag 9: Sightseeing in Alta und Spotsuche an der Küste für den Abend. Die Küstenstrassen sind in der Nähe auch von kleinen Orten durchgängig beleuchtet und relativ dicht besiedelt, es ist nicht ganz leicht, einen passenden Ort für Polarlichtfotografie zu finden. Und die Wettervorhersage war auch nicht optimal. Also haben wir statt der geplanten zweiten Nacht im Hotel ausgecheckt, sind in Richtung Tromsö gefahren (und damit in Richtung besseres Wetter) und haben im Amazebra übernachtet (eher: Morgens noch zwei recht kurze Stunden geschlafen). Und als Belohnung ein wunderbares Polarlicht bei freiem Himmel - alle Kameras kamen zum vollen Einsatz. Noch nicht ganz das, was wir erhofften, aber mit leeren Händen standen wir nicht mehr da.

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#5
Der Reisebericht
Teil 3

Tag 10-15: Ankunft in Tromsö, diesmal nicht im Scandic, sondern im Hotel Clarion - The Edge mit Zimmer in der zwölften Etage und genialer Aussicht. Sehr modern und komfortabel, der Service war mit dem recht jungen Team freundlich, aber teilweise eher bemüht als routiniert. Mehrere Nächte mit Polarlichtausflügen und teilweise fast 300 Kilometer Fahrt in den Nächten. Einige gute Koordinaten hatten wir, aber wir haben viele neue Punkte angefahren. Als Belohnung zwei Spitzennächte, auf meinen Speicherkarten sind aktuell 4000 Bilder. Neben dem Hotel hat es auch ein super Fischrestaurant, da waren wir mehrfach. Tagsüber auch noch ein Besuch bei einer Rentierherde, dem Seehundmuseum und so einiges mehr.

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#6
Der Reisebericht
Teil 4

Tag 16-19: Fahrt mit den Hurtigruten von Tromsö nach Bergen. Teilweise sehr stürmisch, aber das Schiff ist bis auf wenige Ausnahmen meistens in den Fjorden und zwischen Inseln unterwegs, der Seegang ist nicht so schlimm. In einigen offenen Passagen wird es dann aber schon hart für so Landratten wie mich. Trotzdem war es ein erhebendes Gefühl, mal wieder die Sonne zu sehen, auch wenn es nur für kurze Zeit gewesen ist. Das Schiff ist sehr komfortabel und zu dieser Jahreszeit sind auch nicht so viele Passagiere an Bord. Und zum Abschied hatten wir sogar noch einmal eine wunderbare Aurora Borealis.

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Tag 20-21: Übernachtung im Scandic in Bergen. Eigentlich war die Stadt sehr vielversprechend. Aber wir haben 2 dicke Regentage erwischt, die Kameras sind deswegen im Hotelzimmer geblieben. Und das Zebra hatte einen netten Parkplatz im Parkhaus gehabt, wo sogar noch ein anderer Amarok (mit Schneepflug!) stand. Ausserdem haben wir hier die Spikes wieder aus den Reifen rausgeschraubt. Direkt am ersten Abend, damit wir uns um Ersatz kümmern konnten, falls wir einen (oder mehrere) Platten gehabt hätten. Wir waren aber doch recht froh, dass das Zebra am nächsten Morgen noch fit und frisch in gewohnter Höhe stand.

Tag 22-23: Überfahrt von Bergen nach Hirtshals in Dänemark, dann über Wuppertal zurück in die Schweiz. Unsere Hoffnung, der Sturm hätte abgeflaut wurde nicht erfüllt. Die Nacht auf der Nordsee war schaukelig... vorsichtig gesagt. Und natürlich hatten wir eine besonders hübsche Aussenkabine ganz vorne, ganz aussen und ganz oben. Da, wo es am stärksten schaukelt. Das Schiff hat sich nachts sekundenlang auf den Wellenbergen nach oben gearbeitet, oben dann einen Moment verharrt und ist dann mit Schwung und einem gewaltigen Schlag nach vorne gekippt und im Wellental aufgeschlagen, so dass alles gezittert und gewackelt hat. Die Gegenstände vom Nachttisch mussten wir am nächsten morgen in der ganzen Kabine wieder zusammensuchen. In Dänemark hat es dann prompt nochmals kräftig geschneit und wir hatten schon überlegt, ob wir die Spikes wieder reinschrauben sollten. Angenehmerweise hat sich das Wetter dann beruhigt und wir hatten eine nette Fahrt wieder nach Hause. Dort gab es dann eine Pizza und ein Glas Rotwein und am nächsten Tag ging es wieder ins Büro. Ungewohnt nach so einem Abenteuer.

Zum Schluss noch unser offizielles "Selfie". In diesem Fall aber keines, welches mit einem Handy an einer langen Stange gemacht worden ist...

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#7
Die Ausrüstung

Unsere Ausrüstungsliste ist umfangreich, wir haben die mit der PackingPro App gemacht und in Excel bearbeitet - zum Schluss fast 500 Positionen mit vielen verschiedenen Kategorien (pro Person wohlgemerkt)

Kategorie: Photo
Das Ziel war eine komplett redundante Ausstattung, also selbst bei Verlust einer Kamera oder eines Stativs musste es weiter gehen können. Also 2 Vollformat DSLR pro Person. Die wichtigsten Linsen waren die Ultra-Wides, hier das 14-24, einmal auf der DSLR von meiner Freundin und auch auf meiner. Dies ist ein sehr schnelles Objektiv, Polarlichter sind anspruchsvoll. Auf meiner zweiten DSLR gab es ein "Special" - ein 8mm f/2.8 Fischauge. Fast 30 Jahre alt, in nahezu perfektem Zustand. Der Abbildungswinkel bei diesem Objektiv beträgt 180 Grad, also kann ich damit den kompletten Himmel auf nur einem Bild festhalten. Die letzte DSLR hat Nachts ein 14mm Festbrennweite drauf gehabt. Tagsüber war ich mit einem 50mm Festbrennweite unterwegs, meine Freundin mit einem 24-70. Telezooms plus Konverter hatten wir auch dabei, aber bisher nicht benutzt. Das 8mm trohnte über uns auf einem besonders hohen Stativ, insgesamt hatten wir 8 Stück dabei. Klingt viel, aber bei den Lichtverhältnissen gelingen die Bilder ohne Stativ nicht mehr so gut. Neben den schweren Stativen für die Nächte haben wir noch durch Reisestative für Tagsüber ergänzt und mein Dolly war auch dabei, allerdings auch nicht im Einsatz. Daneben gefühlt eine halbe Tonne Akkus und viel Zubehör, wichtig vor allem auch die Fernbedienungen, damit die Kamera auf dem hohen Stativ bedient werden kann (da kommt man nicht mehr an die Knöpfe, wenn erst einmal aufgebaut). Und man die Hände möglichst wenig an die Kamera legen muss, das entzieht extrem schnell Wärme.

Kategorie: Outdoor
Wir sind vielleicht übervorsichtig, aber wir waren ausgerüstet, um notfalls 2-3 Tage irgendwo draussen fest zu stecken. Die Fahrten in der Nacht waren nicht immer so trivial, wir waren teilweise auf nicht gut geräumten Schotterstrecken unterwegs, da sollte man immer einen Plan B haben. Also hatten wir Schlafsäcke und einen Kocher im Gepäck plus den übliche Kram, also Feuerzeuge nebst Sturmstreichhölzern, Reepschnur und Seil, eine Tarp und was man noch so alles brauchen kann. Bei der Kleidung war aber klar, dass wir alles brauchen werden, man kühlt gerade bei Wind Nachts sehr schnell aus und so viel bewegt man sich beim Fotografieren auch nicht. Trotzdem darf es nicht Dampfdicht sein, denn auf dem Weg zum Spot kommt man schnell ins Schwitzen, gerade weil wir pro Person mehr als 20 Kilogramm Ausrüstung zu schleppen hatten. Wir haben uns für ein Dreischicht System entschieden, also Funktionsunterwäsche, dann Flies, dann gefütterte Hose und eine gute Jacke (Canada Goose, aber nicht die Modejacken, sondern die Expeditionsparkas). Schwere Winterstiefel mit Akku-betriebenen Heizsystem. Für den Notfall hatten wir dann auch noch eine komplette Hardshell Garnitur dabei, die wäre als vierte Schicht auch zum Einsatz gekommen, wäre es kälter gewesen, aber sehr viel niedriger als -20 hatten wir es kaum.

Kategorie: Technik
Das übliche. Aber vor allem mehrere iPads, davon ein iPad Mini auf einer Brodit Halterung im Fahrzeug. In Finnland und in Norwegen jeweils mit Prepaid SIM Karten ausgestattet, damit wir Karten laden konnten und vor allem den Wetterbericht. Und natürlich die Polarlichtvorhersagen. Primär kamen dabei die Apps MotionX, YR.NO und Solar Monitor zum Einsatz. Abdeckung war immer recht gut, aber in Norwegen war das Thema Prepaid Karte etwas komplexer. Wir mussten unsere Prepaid Karte per Telefon aufladen und dafür brauchte es einen Nano- auf Mikro-SIM Adapter um sich dann durch eine Sprachführung auf Norwegisch durchzukämpfen.

Kategorie: Fahrzeug
Nach den Island Trips hat das Amazebra ja schon eine ansehnliche Basisausstattung, aber die wollte erweitert werden. Dabei war einiges "Plan B", vor allem die Winde (falls man auf besagten Schotterstrecken von der Strasse abkommt und sich aus dem Graben ziehen muss) und die Dieselfilterheizung. Wirklich super war die Standheizung, auch wenn die nicht durchlaufen kann, die Extrabatterien und vor allem die Extra-Fernlichter von Lazer. Gerade das Extralicht hat einiges bewirkt, das hat einen grossen Unterschied gemacht. An Zubehör haben wir vor allem die Schraubspikes wirklich gebraucht, aber auch das restliche Werkzeug ist mehrfach zum Einsatz gekommen. Ersatzbirnen haben wir auch schon 2 durch, die Halogenlampen halten in der Kälte nicht mehr so lange. Bisher lief aber alles recht glatt, nur das Rollcover bekommen wir nicht mehr auf - erst eingefroren, dann nicht mehr zu öffnen. Wir kommen aber über die Heckklappe an alles wesentliche ran. Das meiste steckt davon in Zarges Boxen, robust und geschützt verpackt, die Feuchtigkeit und damit das Eis kommt überall rein. Wir haben auch ein Batterieladegerät dabei plus Pumpe und Bergeseile, wäre gut, wenn das auch weiter nicht zum Einsatz kommt.

Wenn sich jemand daran für einen eigenen "Ausflug" orientieren möchte, dann kann ich das Excel auch gerne zur Verfügung stellen, da steckt einiges an Arbeit an brauchbaren Kategorien und Unterkategorien drin.
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#8
So, dank Michael passt jetzt alles, der Reisebericht ist soweit fertig und ich Feedback ist willkommen.
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#9
Mehr als sehr gute Fotos, TOP thumbsup
Das wären einmal auch mein Ziel Powertothepeople
thumbsup thumbsup thumbsup Sieht gut aus!!!
                                             Gurte Fahrt, Rudel!!

                                                   Gruß Jörg
                                             
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#10
Hallo

Muss auch gestehen das ist ein absolut genialer Reisebericht. Die Fotos sind schon echt spitze. Da habt ihr für die Fotos aber einiges an Strapazen auf euch genommen echt genial.

Gruß Sauerländer
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#11
Wow Klasse und meinen Respekt vor der Leistung. Wirklich tolle Bilder, da zahlt sich die Technik aus. Ich bin ja auch immer wieder fasziniert von Skandinavien. Fliege einmal fährlich nach Tromsö um die Midsommer Zeit zu genießen und zwei drei gute Fische aus´m Wasser zu ziehen ... Auf jeden Fall viel Dank für den ausführlichen Bericht, sehr inspirierend ... thumbsup
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#12
... kann mich nur anschließen ... wow, gefällt beneidenswert gut.
Danke für diesen schönen Reisebericht und die tollen Fotos. thumbsup
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#13
Ich kann nur sagen: super! Echt toll geschrieben der Bericht und Wahnsinns Fotos. Der Hammer. Ich finde auch die Vorbereitung und die Ausrüstung sind der mega Kracher.
Von so etwas werde ich wohl nur lesen oder träumen.
Toll.
Grüße Torsten
Amarok - Separates the men from the boys...
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#14
auch ich muss gestehen - super reisebericht mit tollen fotos. wenn nur annähernd alle 4000 fotos so gut geworden sind - RESPEKT !!!
ich hab von dem technik - photokram keine ahnung.

aber wenn ihr das nächste mal quasi vor meiner haustür (lübeck / travemünde) gastiert, kann man sich gerne mal treffen ... Toni

ansonsten - alles zusammen kurzgefasst: leider geil ... thumbsup Becks
You're never too old to be young ...
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