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Trommelbremse einstellen/ nachstellen
#1

Hallo Liebes Rudel,

Die Tipps und Tricks in diesem Forum sind eine echt super Sache, leider habe ich eine Frage für die ich in der Suche nichts gefunden habe.
Ich frage mich schon eine weile, wie man die Trommelbremse einstellen bzw. nachstellen kann z.B um eine Gleichmäßige Bremsleistung (Handbremse) zu erreichen. Früher ging das ganze über einen Keil, welchen man mit einem Schraubendreher nach unten ziehen konnte... aber wie genau funktioniert das Ganze beim Amarok? hat jemand damit Erfarhung oder eine detailierte Anleitung?
Eventuell würde ich die Trommel mal runternehmen um das ganze zu reinigen und die Auflagestellen an der Ankerplatte zu schmieren ( Die Quitscht echt abartig beim loslassen Ouw )

Zu meiner dicken Lady: Baujahr 2013, 2,0L 132kw

Vielen Dank schonmal im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen aus Reutlingen

Andi ( Amarokforum DeutzFahr)

Ps: Nach Reparaturhandbücher hab ich schon geschaut aber sowas wie früher ( so wirds gemacht) gibt es wohl heute nicht mehr in der Ausführung  Huh
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#2

Hallo

Ich muß Woody leider widersprechen, man stellt keine Bremse am Seil ein, diese Nachstelleinrichtung ist nur dafür gedacht das kein unnötiges Spiel in der Handbremse ist, aber man stellt niemals die Bremse darüber nach, Bremsen werden immer direkt am Rad nachgestellt.


Jetzt zu Andy seim Problem

Zitat:Eventuell würde ich die Trommel mal runternehmen um das ganze zu reinigen und die Auflagestellen an der Ankerplatte zu schmieren ( Die Quitscht echt abartig beim loslassen)

so wie Du schreibst scheint ne gewisse Grundkenntniss da zu sein, dann kann ich mich kurz fassen. der benötigte Werkzeugaufwand ist gering, 10er Torxnuss Zange, Ratsche, Hammer, Schraubendreher, zwei M8er Schrauben und natürlich Wagenheber und Drehmomentschlüssel

die Torxnuss mit dem Hammer etwas rein klopfen, durch das prellen wird die Schraube locker und der Torx dreht nicht durch

   

in die kleinen Löcher dreht man dann die M8 rein und drück damit die Trommel von der Nabe, eventuell muß man vorher die Bremsen etwas lockern, falls die Trommel schon zu sehr eingelaufen ist. wenn dann alles auf ist kann man die Bremse zerlegen und säubern, die von dir in Verdacht stehenden Anlageflächen sind allerdings nicht das Übel vom Quitschen, die kann man zwar mit etwas Kupferpaste bestreichen, aber das hilft nichts gegen das Quitschen, fürs Quitschen ist die dicke Feder verantwortlich die in Schwingung gerät

   

diese ebenfalls mit etwas Kupferpaste einschmieren und dann ist Ruhe, dauerhaft

   

da die Bremse nen automatischen Nachsteller hat, muß man diesem besondere Aufmerksamkeit widmen, das Zahnrad muß absolut leicht laufen, und der Nachsteller (das silberne Teil) muß den nötigen Druck haben um das Zahnrad zu drehen und vor allem zu halten, es darf sich nicht zurück drehen

   

wenn alles sauber und leichtgängig ist und die Bremse wieder zusammen gebaut ist, macht man die Trommel drauf und betätigt etliche Male die Fußbremse bis die Bremse sich nachgestellt hat und wieder anliegt, dann sollte auch die Handbremse wieder sehr früh ziehen, man kann dann anschliessend noch per Schraubendreher durchs Bremsankerblech die Stellschraube ein paar Zähne weiter drehen, da die Nachstellautomatik erst bei relativ viel Spiel nachstellt


diese automatischen Nachsteller sind ein Geraffel, wenn die nicht 100%ig richtig eingestellt sind, können sie beim Anziehen der Handbremse plötzlich das Zahnrad freigeben und die Bremse ist wieder locker, ich mußte meine Trommel zweimal runter nehmen und diese Teil etwas nachbiegen bis der Anpressdruck passte, vorher konnte ich meine Handbremse bis Anschlag nach oben ziehen und das Auto ist immer noch gerollt, jetzt hält sie das Auto bei der 3 oder 4 Raste ohne das ich am Seil selbst was eingestellt hab



Zum Schluß möchte ich noch dazu sagen, wer keine Ahnung hat soll die Finger davon lassen, Bremsen sind Lebenswichtig, wer keine Ahnung hat, nehmt jemanden dazu der es kann, Trommel abnehmen und die Feder mit Kupferpaste bisschen einpinseln sollte auch der weniger geübte schaffen

bei mir ist jedenfalls seit 90000 km Ruhe und die Bremse zieht wieder einwandfrei

Gruß Mani
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#3

https://www.ebay.de/itm/VW-Amarok-2H-11-...:rk:6:pf:0

hier ein Link für Reparaturanleitungen
viel Glück
Manni


Geht nicht gibt es nicht, wo ein Wille , ist auch ein Weg !!! :thumbsup:

[+] 2 Amaroker(n) gefällt Harzerroller59s Beitrag
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#4

(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 17.02.2019, 11:29 von EDK.)

Vorgehensweise bei der Einstellung nach Tausch von Trommel, Backen oder Seil:

• Die Fußbremse muss funktionsfähig und entlüftet sein.
• Die Bremsbacken sind nach dem Aus- und Einbau auf das
Grundmaß von 294 mm eingestellt
• Das Handbremsseil vorn darf nicht durchhängen (keine
Seillose).
– Handbremse lösen.
– Fußbremse dreimal kräftig treten.
– Handbremshebel 5 x kräftig anziehen.
– Handbremse an der Nachstellmutter so einstellen, dass:
in der ersten Raste die Bremse schleift
in der zweiten Raste sich die Räder noch von Hand drehen
lassen
in der dritten Raste sich die Räder nicht mehr von Hand drehen lassen
– Handbremse lösen und prüfen, ob beide Räder frei durchdrehen.
Wenn nötig, Nachstellmuttern etwas zurückdrehen.
Nach der Neueinstellung ist durch die automatische Nachstellung
der Hinterradbremse ein Nachstellen der Handbremse nicht mehr erforderlich.

Gruß Heiko


"Die Stärke des Wolfes ist das Rudel, die Stärke des Rudels ist der Wolf!"
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#5

Wow cool, vielen Dank für die umfangreiche Beschreibung  Smiley Kenntnisse sind auf jedenfall vorhanden aber halt nur nicht mit der Art von Rücksteller. Diese Anleitung ist auf jedenfall richtig Gold wert. 

Gruß Andi
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#6

Zitat:– Handbremshebel 5 x kräftig anziehen.

das ist der Punkt wo es bei mir zweimal gekracht hat und die Handbremse war wieder lose, weil dieser Nachstellhebel nachgelassen hat

dann etwas nachgebogen und nochmal versucht, beim zweiten Mal hats dann geklappt, jetzt kann ich meine Handbremse anziehen und sie hält das Auto auch
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#7

(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 18.02.2019, 22:39 von Sisko.)

Hallo Leute,

ich habe in dem letzten Wochen die beiden Bowdenzüge der Handbremse ausgetauscht, der linke war schwergängig.
Bei der Gelegenheit habe ich auch alles überprüft und die Geitflächen mit Kupferpaste neu bestrichen.

Bei einem Nachstellärmchen konnte ich,wie von Mani beschrieben, feststellen, dass die Kante nicht voll im Zahn stand, bei mir würde der Zahn aber gerade noch gehalten, hier habe ich auch nachgebogen...

Einen Hinweis hätte ich noch zu der tollen Anleitung von Mani und EDK noch hinzuzufügen,
wenn man die Trommel runter nehmen will und sie nach dem Lösen der Torx-Schraube nicht sofort bewegt wenn man die M8 er Schrauben etwas angezogen hat, nicht zu fest weiter anziehen, sonst macht man nur das Gewinde kaputt. Sondern mit einem Fäustel flächig ohne zu verkanten auf die Trommel klopfen. Dann wieder weiter die Schrauben gleichmäßig anziehen und erneut klopfen, dann sollte auch eine festgebackene Trommel abspringen...


Grüße Sisko


Ps. Danke für da Thema bitte mehr davon, echtes "doing" selber machen! Das bringt Spaß und Stolz wenn es klappt.
Und spart auch noch die dicke Kohle...


don't dream it, be it!
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