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Wohnkabine
#1

Hallo und vielen Dank für die Aufnahme!

Ich selbst besitze zwar (noch) kein Amarok, bin aber drauf und dran einen zu kaufen.
Sofern mein gewünschtes Projekt realisierbar ist (befindet sich noch in den Kinderschuhen), 
dazu hier ein paar Fragen.

Generell ist mein Ziel einen Pickup zu haben mit selbst gebauter Wohnkabine. 
Die Kabine ist natürlich ein Projekt für sich, aber dafür muss ich ersteinmal sicherstellen, 
dass die Grundlage für mich ebenfalls realisierbar ist - da geht es vor allem um finanzielles.

Plan ist es für einen gebrauchten Amarok maximal 16000 auszugeben. 
(Gerne auch hier gegebenfalls Tipps, auf was man beim Kauf achten sollte)
Meine Fragen wären da vor allem: Brauche ich zwangsläufig einen Umbau der Hinterachse auf Luft?
Der Amarok hat ja generell eine Zuladung von ca 1 Tonne, richtig? 
Zweites wäre: Weiß jemand wie viel Belastung die 4 Zurrpunkte aushalten, die an der Ladefläche montiert sind ?

Vielen Dank für die Hilfe Smiley

Grüße,
Nicolas
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#2

(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 15.03.2020, 19:26 von Deichrutscher.)

Moin und Willkommen,

1t Zuladung haben nur die mit HD Fahrwerk (zgG 3,04t, Vierzylinder), das normale Fahrwerk darf nur bis ca 2,8t.

Umbau auf Luft ist definitiv nicht nötig, wenn dann Luft-Zusatzfederung (z.B. VB-Air).
Mit anderen Felgen ist dann auch noch eine Auflastung möglich, je nach Variante bis 3,5t (häufig ist da auch das HD-Fahrwerk Voraussetzung).

Die Zurrpunkte habe ich mit je 400 daN in Erinnerung.
Hilfreich kann auch das VW-Umbauportal sein, Allerdings ist das jetzt für den V6 ausgelegt (den wirst Du für 16K€ noch nicht bekommen)



Bei mir ist eine AluCab Canopy Camper drauf, ich fahre mit dem Standard HD-Fahrwerk, allerdings andere Stoßdämpfer und ein Höherlegung mit 17" 265/70er Bereifung.
(Ursprünglich KONI Raid HD, inzwischen Hinten Fichtel&Sachs, da die KONIs hinten kaputt waren)

       



Viel Spaß

Ralf


Hier im Norden sind die Berge nicht hoch, sondern lang und manchmal kurvig :-)

[+] 1 Amaroker(n) gefällt Deichrutschers Beitrag
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#3

Hallo

Ich kann dir jetzt einige Infos aus eigener Erfahrung geben. Ich hab 3 Jahre lang ne Wohnkabine aus Alu auf dem Amarok durch die Gegend gefahren. Grundvoraussetzung für eine Wohnkabine ist das HD-Fahrwerk alles andere macht keinen Sinn. Die 1000kg Zuladung ist ein eher theoretischer Wert, wenn man mal mit dem nackten Fahrzeug über die Waage fährt wird man feststellen das kaum ein Amarok unter 2200kg liegt. Wenn dann noch verschiedenes umgebaut wird ist man auch schnell bei 2,4t (bei mir z.b. Unterfahrschutz, Rockslider, Zweitbatterie, Winde und 42l Zusatztank).
Ich hab dann um noch gescheite Zuladung zu haben meinen Amarok auf 3,499t auflasten lassen. Dafür waren dann Zusatzluftfedern (z.b. VB Airsuspension) sowie entsprechend hoch belastbare Felgen (bei mir Felgen mit 1250kg Traglast) notwendig. Das die Reifen dann eine Tragfähigkeitsklasse von 112 haben müssen ist selbstverständlich.
In meinen Augen ist eine Wohnkabine ohne Auflastung sinnlos, zusätzlich fährt sich das Auto mit den Zusatzluftfedern auch deutlich stabiler und schaukelt nicht so.

Zu den Zurrösen kann ich nur sagen 400kg Zuglast ist die original Angabe, für Wohnkabine nur bedingt tauglich. Mir hat es in Island bei einer Furt die beiden vorderen Ösen lang gezogen. Da müssen dann schon gescheite Ösen mit entsprechend mehr Zuglast her und entsprechend verschraubt werden. Hinten waren bei mir entsprechende Zurrösen in den Gewinden der Heckklappe verschraubt. Wichtig ist das die Ösen möglichst drehbar sind damit die optimal zur Zugrichtung ausgerichtet werden können.

Ansonsten kann ich sagen das der Amarok eine gute Basis für eine kleine Wohnkabine ist. Meine Kabine hat Klappdach und eine Aufstandlänge von 1,6m und ein Gewicht komplett ausgerüstet mit Markise, Außenklapptisch und komplettem Campingequipment ungefähr von 600-650kg. Auch Offroadtouren sind mit so einer kleinen Kabine durchaus noch möglich (Island mit Hochlandtouren, Westalpen und in Slovenien und Kroatien waren wir auch nicht nur auf Asphalt unterwegs).

Falls noch Fragen sind kannst du dich gerne bei mir melden.

Gruß Markus
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#4

(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 17.03.2020, 20:56 von Via Lupus.)

Hallo ihr beiden und vielen Dank für die schnelle Antwort!

Ich habe gerade jemanden an der Hand, der mir einen von BImobil aufgelasteten 3,5t Amarok aus 09/2013 für besagtes Geld verkaufen würde.
150 000km hat der runter, bei 130 000 musste der Zylinderkopf gewechselt werden (das ist etwas früh, findet ihr nicht?!)

Die Ladefläche wurde abgebaut und er hat Zulassung für alle drei Varianten - Mit / ohne Ladefläche (Ist dann nur eine Flache Alufläche) und Kabine.
Das wäre eine extrem gute Möglichkeit an einen Amarok zu kommen, der genau die Voraussetzungen erfüllt.

Ich werde mir den am Samstag anschauen, gibt es irgendwelche Tipps, auf was ich besonders schauen sollte ?

Vielen Dank!

PS: Markus, deine Touren klingen stark! 
Mein Plan ist es mit der Ausstattung nach Skandinavien zu fahren und mir dort min. ein Jahr Auszeit zu gönnen. Bin hochmotiviert Grin
Auch wenn der Bau der Kabine sich sicher noch hinziehen wird, aber ist ja auch ein spannendes Projekt.
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#5

Hallo

Klar so eine Plattform ist ne super Basis. Du solltest auf jeden Fall abklären wie es mit dem Zahnriemen ausschaut. Muss zwar erst bei 220000 gemacht werden aber das würde ich nicht ausreizen. Meinen hab ich damals bei 88000 gemacht und da waren schon 1 oder zwei Zähne rissig. Welche Maschine ist das 163ps oder 180? Wenn es der 163er ist sollte auf jeden Fall die Abdeckung zwischen Zahnriemen und Rippenriemen getauscht worden sein da sich sonst gern der Rippenriemen beim Riss in den Zahnriemen zieht.
Und ansonsten schauen ob die Luftbälge der Zusatzluftfedern gerade stehen da sonst vermutlich die Blattfedern ziemlich fertig sind. Stoßdämpfer sollten dann auch schon neu sein und natürlich Rost in den Hohlräumen kontrollieren
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#6

Hey und danke für die Antwort.

Es ist die 179PS Version, gebaut in Deutschland. Zahnriemen, Luftfedern und Stoßdämpfer werden gecheckt!
Wie sieht es denn eigentlich auf dem Ersatzteilemarkt zu dem Amarok aus ? Sind die verhältnismäßig teuer oder bezahlbar?
Der Rost in besagten Hohlräumen.. von was sprichst du da genau ?

Darf ich fragen, was dein Umbau dich so gekostet hat ? 
Der Wagen muss dann zwangsläufig als LKW angemeldet werden ?

Was kostet er denn eigentlich so an Steuern in LKW bzw PKW Meldung ?


Fragen über Fragen. Vielen Dank schonmal im Voraus !

Bleibt gesund und trotz der Apokalypse Smiley

Nicolas
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#7

Es geht hauptsächlich um Rost im und am Rahmen. Stoßdämpfer mal erfragen was drin ist und wann die das letzte mal gewechselt wurden. Ich hoffe mal das es keine original Vw sind die sind in meinen Augen Schrott. Koni OME TJM wäre ok.

Im Bereich Rippenriemen solltest du mal schauen ob das Robustkit verbaut ist (Umlenkrolle, und Spannrolle aus Metall). Macht auf jeden Fall Sinn das zu verbauen.


Der Amarok ist immer ein LKW zulassungstechnisch, Versicherung kann man nicht so genau sagen ist von vielen Faktoren abhängig. Steuer ist halt die Frage ob der Amarok als Pickup umgeschrieben wurde, dann wird der nach Gewicht besteuert.

Kosten für Umbauten kann ich dir so nicht sagen ist über einige Jahre erfolgt. Das Fahrzeug ist mittlerweile verkauft (hab jetzt was anderes). Ist halt auch die Frage in welche Richtung es gehen soll. Offroad (Höherlegung, große Räder Winde sinnvoll) oder eher Richtung Reisefahrzeug mit gewissen Offroadfähigkeiten oder als reines Reisefahrzeug mit größtem Teil Asphaltstrecken.
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#8

Hallo zusammen
Weiss jemand ob auch an einem Seikel Fahrwerk noch eine Zusatzluftfederung montiert werden kann? Oder gibt es andere Möglichkeiten den Amarok für die Tischer korrekt aufzulasten?
Konnte zu einem super Preis eine Tischer 200 von einem Kollegen abkaufen welcher die Kabine nur mit dem HD Fahrwerk auf dem Amarok hatte und meinte das wäre schon ok vom Gewicht (wo kein Kläger da kein Richter und soo). 

Grüsse
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#9

Das sollte eigentlich funktionieren. Wie das in der Schweiz mit Eintragungen und so läuft bin ich allerdings überfragt. Da kann dir sicher der Tom von Storm72.ch helfen. Tom hat selber ne zeit lang die Kaya von Alucab gehabt und als Offroad Umbauer kennt er sich bestens mit den Eintragungsvorschriften in der Schweiz aus
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