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Umbauten für eine Wohnkabine
#1

Hallo allerseits,

Ich bekommen im Mai mein lang ersehntes Fernwehmobil und bin derzeit kräftig am Amarok vorbereiten.
Die Auflastung ist durch (vom Komfortfahrwerk auf extra HD von OME - und das OHNE Zusatzluftfederung!), Zurrpunkte an der Heckstoßstange sind auch schon fertig.

Meine Frage: Wie habt ihr eure Kabine zum Fahrerhaus hin befestigt? Über die originalen Zurrpunkte?

Habt ihr einen Winkelanschlag auf der Ladefläche, damit die Kabine nicht nach vorne rutschen kann?
Mir wurde das mal empfohlen, einen Winkelanschlag auf der Ladefläche zu setzen und direkt mit dem Rahmen zu verschrauben. Es soll wohl schon Fälle gegeben haben, wo beim rückwärts einparken ein Pfosten übersehen und die Kabine durch den Pfosten nach vorn geschoben wurde. Dabei hätte wohl die Befestigung der Ladefläche am Rahmen massiv gelitten.
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#2

Hallo

Auf was für ein Gesamtgewicht hast du mit den OME Federn auflasten können? Welche Felgen Reifenkombi fährst du denke das da ja auf jeden Fall andere Felgen fällig waren.

Zur Befestigung vorn kann ich nur sagen das ich an die original Zurrpunkte gegangen bin bei meiner Kabine. Abgestützt ist die Kabine nach vorn an der Bordwand.

Gruß Markus
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#3

(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 13.03.2018, 12:01 von caddytischer.)

Hallo Dochardy,
für die Befeftigung, Sicherung gibt es verschiedene Möglichkeiten.
Ich empfehle dir als erstes unter die Kabine rutschhemmende Matten zu legen, diese bekommst du in einschlägigen Ladungssicherungsshops. Desweiteren kannst du die Ladungssicherungsaugen am Amarok nutzen, sie können eine Kraft in der Größe von immerhin 400 daN (kg) aufnehmen. Bei meiner Kabine werden Gewindespannscharauben zwischen Kabinenbefestigungspunkt und Laschpunkt Amarok gesetzt. Somit hast du zwei Spannschrauben die nach vorne sichern, zwei Spannschrauben die nach hinten sichern. Der Laschwinkel alpha (der Winkel von der Ladefläche bis zum Spannelement) sollte 45 Grad nicht überschreiten. Wenn der Winkel deutlich größer als 45 Grad ist, dann hast du weniger Sicherungkraft nach vorne/hinten, du sicherst eher nach oben. Die Spannschrauben sollten min 200 daN (kg) an Kraft aufnehmen können.
Beim Aufnehmen der Kabine solltest du darauf achten das die Kabine an der Stirnwand der Ladefläche anliegt. die Festigkeit der Stirnwand habe ich bei VW Nutzfahrzeuge angefragt, bis jetzt leider keine Auskunft.
Berechnung: Kabine 1000kg, Trägheitskraft nach vorne 800kg, diese gilt es zu sichern. Reibkraft als Ladungssicherung, 1000kg x 0,6 (Reibbeiwert von Ladungssicherungs Gummimatten) = 600kg. Trägheitskraft vorne 800kg - Reibkraft 600kg = 200kg Rest, jede Spannschraube bekommt 100kg Kraft zugeführt.
Zwei Spannschrauben nach vorne 2 x 500kg x 0,7 = 700kg (Winkel Alpha Cosinuswert 45 Grad = 0,7). Heißt: jede Spannschraube kann noch 350kg Kraft zugeführt bekommen, ist dann in der Spannschraube bei einem Winkel von 45 Grad mit 500kg Kraft belastet!
Sollte der Winkel Alpha größer sein, dann von dem Winkel den Cosinuswert einsetzen z.B. 50 Grad = 0,64, 60 Grad = 0,5, 70 Grad = 0,34 usw, allerdings mußt du die Festigkeit der Spannschrauben im auge behalten, bei 70 Grad benötigst du Spannschrauben mit 400kg Einsatzfestigkeit!
Also, du mußt keine Winkelschiene anbauen, du kannst es aber trotzdem tun. Eine Frage sollte dich dann umtreiben: Was hält die von mir gebaute Verbindung? Läßt VW, dass an der Stelle zu (VW Amarok Aufbaurichtlinie). Wer hat begutachtet?
Deine Achslasten werden Allerwahrscheinlichkeit nicht eingehalten, die Vorderachslast wird häufig bei den Doppelkabinern mit Wohnkabine unterschritten (lass´eine Achslastverwigung durchführen), dein Fahrzeug ist in diesem Fall nicht Betriebssicher. Die Hinterachse ist, wenn das Auto dementsprechend umgebaut, nicht das Problem. Wiegt die Wohnkabine 1000kg, dann liegt der Schwerpunkt von der Wohnkabine bei den Doppelkabiner wahrscheinlich auf der Hinterachse oder sogar Richtung Heck. Heavy Duty Federn sind dann schon Pflicht, bei mir ist zusätzlich eine Luftferung verbaut und die Hinterachse aufgelastet auf 2,8t. Dritter Stützpunkt.
Allzeit gute Fahrt, wenn Fragen, dann frag. Caddytischer

Sorry,
Änderung:
Berechnung Spannschrauben: 2x200kg = kg x 0,7 = 280kg.
Heißt: die zwei Spannschrauben können bei einen Winkel Alpha 45 Grad, noch 280kg Kraft zugeführt bekommen.
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#4

(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 13.03.2018, 14:48 von doc_hardy.)

Hallo,

@Sauerländer: zulässige Gesamtmasse ist 3040kg. Wie gesagt, ich hatte ein Komfortfahrwerk drinnen und nun ein Extra HD von OME und vorne eine mittlere Abstimmung von OME. Steht unbeladen etwas keilig (vorn +6cm und hinten +12cm) aber schön straff, fährt sich gar nicht so schlecht!


@ Caddy
Vielen Dank für deine Ausführungen. Jedoch ist bei der vorderen Befestigung bei vielen Kabinen keine 45° möglich, weil diese eher bei 90 bauartbedingt befestigt werden, da ja der Befestigungspunkt meist direkt über den vorderen Bergepunkten liegt.
Auf der HA bin ich bei 2360kg. Meine Kabine hat ein Leergewicht von 540kg, das reicht aus.

Woran habt ihr denn eure Kabine nach hinten befestigt? Welche Kabine fahrt ihr denn durch die Gegend?

Achso...

Reifen: 265/70 R17 BF Goodrich All Terrain K02
Felgen : Delta (Diewe) Avventura Black 8,5x17
Spurverbreiterung: 60mm pro Achse
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#5

Moin.
Zu meiner Kabine, Tischer 290 SD, gut und gerne 1000kg vollgepackt. Gesamtschwerpunkt der Kabine vor der Hinterachse, also zwischen der Vorder und Hinterachse. Ich fahre Singlecap.
VW gibt in der Aufbaurichtlinie bei Beladungen folgendes vor; Vorderachslast bei allen beladezuständen 38,8% des tatsächlichen Fahrzeuggesamtgewichtes, 1000kg dürfen nicht unterschritten werden.
Bei deinem Kabinengewicht von ca 540kg kommt nicht nur auf das Kabinengewicht an, sondern wo sich der Schwerpunkt der Kabine auf dem Fahrzeug befindet. Sollte er sich hinter der Achse (also zum Heck befinden), dann hast du eine Hebelwirkung, die deine Vorderqachse entlastet. Ich habe hierzu mein Fahrzeug von Tischer Achslast verwiegen lassen.
Das Problem mit den Spannschrauben im Winkel von fast 90 Grad (fast senkrecht) bedeutet, das die Spannschrauben keine, fast keine Kraft in der horizontalen Ebene (nach vorne oder Hinten) aufnehmen können. Also, keinerlei Ladungssicherung!
Der Cosinuswert für 90 Grad ist 0, der Cosinuswert für 80 Grad ist 0,17. Zum Verständnis, was dieser Wert bedeutet. Deine Spannschraube, Gurt kann z.B. laut Kennzeichnung 200kg aufnehmen, bei einem Winkel von 80 Grad aber nur noch den 0,17 fachen (17%) Wert, heißt 34kg. Wenn du unter diesem Winkel von 80 Grad, 34 kg Kraft hotizontal einleitest, dann ist in der Spannschrauben eine messbare Kraft von 200kg eingeleitet. Thema ist Kräftezerlegung Das heißt, wenn es bei dir so ist, dann ist deine Kabine nicht ausreichend gesichert, gerade wenn keine rutschhhemenden Maßnahmen durchgeführt wurden.
540kg setzen eine Trägheitskraft von ca 486kg durch eine Vollbremsung frei. Eine Teil wird durch die Reibkraft gesichert, mit oder ohne Gummimatten ist hier die Frage.
Wenn du mutig bist, dann probierst du folgendes aus. Aus 80 km/h oder höher eine absolute Vollbremsung bis zum Stillstand Vogel Vogel Tja, was machst du wenn das Kind auf die Straße läuft oder ein anderer Umstand dich zu einer Vollbremsung veranlasst? Vollbremsen, oder?
Viel Glück thumbsup .
Caddytischer
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#6

Ich hab ne Kabine aus Alu Riffelnlech. Gewicht auch ca. 500 kg. Mein Amarok ist auf 3499 kg aufgelastet mittels Luftfedern. Ohne die Luftfedern war es grenzwertig da ich einige Umbauten am Auto hab die ziemlich Gewicht mitbringen (Winde, Zusatztank, Rockslider etc.). Denke das es bei dir reisefertig mit vollen Tanks auch ziemlich eng wird da ja noch Kleidung Wasser Lebensmittel Campingstühle plus Personen dazu kommen.

Wenn du jetzt schon eine hintere Achslast von 2360 kg hast dann ist deine Hinterachse schon überladen. Wenn es die maximale Achslast ist frag ich mich wie du die mit den großen Reifen und den Spurplatten eingetragen bekommen hast. Würd mich dann interessieren was das für Spurverbreiterungen sind? Bei einem Gesamtgewicht von 3040kg und einer Hinterachslast von 2360 kg würden nur noch 680 kg für die Vorderachse bleiben was so auch nicht passen kann da dann deine Vorderachse zu schwach belastet würde. Laut Umbauportal muss mindestens 1180 kg Last bei einem Gesamtgewicht von 3040 kg auf der Vorderachse sein.
Es wäre schön wenn du da mal die genauen Daten überprüfst und hier für Klarheit sorgen könntest.
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#7

Moin Dochardy,
ich habe mal in meinen Fahrzeugschein geschaut. VW Amarok mit heavy duty Federn: HInterachlst max 2100kg. Demnach wäre dein Fahrzeug ist um 260kg Hinterschlastmäßig überladen.
Ich habe mir mein Wäägeprotokoll der Achslastverwiegung angeschaut. Mit Kabine wiegt mein Amarok 2840kg, Hinterachlast 1820kg, Vorderachslast 1020kg. Vorderachse ist schon grenzwertig. Wenn du Doppelkabiner fährst dann spitzt sich das Problem mit der Vorderachse zu, deine Ladefläche ist 65cm kürzer als die vom Singlecap, die Stirnwand ist fast auf höhe der Radkästen.
Stimmen deine Angaben?
Dann habe ich eine Frage zur Reifenkombi mit Spurplatten. Warum 60mm Spurplatten? Bei normalen Felgen und Bereifung wird die wirkende Radlast mehr oder weniger im Bereich der Radlager eingeleitet, so das die Radlager gleichmäßig belastet sind. Der Hersteller denkt sich schon etwas bei den zugelassenen Felgen, Einpresstiefen. Mit Spurplatten wird die resultierende Radlast weiter von den Radlagern entfernt eingeleitet. Die Radlagerdrücke verändern sich, aufgrundessen verschleißen die Radlager wahrscheinlich früher. Nicht alles was "cool" aussieht, ist Alltagstauglich.
Allzeit betriebssichere Fahrt mit deiner Kabine.
Caddytischer
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#8

GutenMorgen,

Erstmal zu den Werten: ich habe auf der Hinterachse eine zulässige Maximallast von 1860kg. Ein Fehler meinerseits, sorry, war in der Zeile verrutscht.
Die Felgen und Spurplatten haben jeweils 1000 kg. Es sind keine 60mm Spurplatten, sonder insgesamt 60mm pro Achse!

@Caddy: Ob ich den Kompromiss eingehe, dass meine Radlager etwas mehr leiden und sich dadurch die Standzeit verkürzt, nur weil es "cool" ist, musst du schon mir überlassen! Ich habe hier eigtl. mal abtasten wollen, wie ihr die Kabine befestigt usw. . Aber dass man dabei gleich "zerhackstückelt" wird, weil man eine falsche Zahl aufgeschrieben hat... Naja!

Ist ja auch schon dass du mir Winkelbeziehungen beibringen möchtest, aber die Kabine wird nach vorn formschlüssig über die Bordwand gesichert, da braucht man keine Ladungssicherungsregeln heranzuziehen, in welche Winkel man etwas verzurrt. Die Spannschlösser halten die Kabine auf der Ladefläche, zusammen mit ner ARuMa und den vorderen Anschlag zur Bordwand und die hintere Befestigung ist die Kabine ausreichend auf der Ladefläche gesichert. Meine Frage war nur, ob man besser einen vorderen Winkelanschlag, welcher direkt mit den Rahmen verbunden ist vorsieht, damit im Fall der Fälle die Kräfte nicht über die Ladeflächenbefestigung auf den Rahmen eingetragen werden, sondern lieber über einen Anschlag. Aber da hat mir Sauerländer ja eine passende Antwort gegeben. Vielen dank Sauerländer.

@Sauerländer: demnach müsste deine vorderen Befestigungen der Kabine mit den vorderen Punkten ja auch fast gerade nach unten laufen, oder?
Selbst eine Geocar Vikunja wird auch so befestigt.
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#9

(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 16.03.2018, 10:31 von Sauerländer.)

Stimmt die vorderen Ketten gehen leicht schräg direkt auf die Zurrösen.

Wenn ich dich jetzt richtig verstanden hab, hast du mittels OME Fahrwerk nur auf das zulässige Gesamtgewicht der normalen HD Federn auflasten können, oder ?
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#10

(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 16.03.2018, 10:44 von doc_hardy.)

Richtig, auf die 3040kg.
Nach meiner überschläglichen Rechnung:
Leergewicht: 2140kg, mit Fahrer und Beifahrer: 2300 kg, Heckklappe und Canyonbügel fallen noch weg: 2240 kg, Tank voll: 2320kg, Kabine ohne "Betriebs- und Hilfsstoffe" (Wasser, Kleidung ect.): 2860kg
Differenz zum zul. Gesamtgewicht: 180kg - für Wasser, Gas ect.

Zwar marginal, müsste aber hinhauen.

@Sauerländer,

Wie hast du die Befestigungen nach hinten gelöst, also woran hast du hinten die Kabine befestigt?
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#11

Hallo

Sind die 2140 kg aus dem Fahrzeugschein oder echt gewogen? Falls es aus dem Schein ist geb ich dir den Rat mal irgendwo zum wiegen zu fahren denn ich kenne keinen Amarok der unter 2,2 t liegt viele mit guter Ausstattung liegen sogar bei durchaus realistischen 2,3 t
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#12

Hallo Sauerländer,

Das ist der gewogene Wert. Das haben wir gleich zusammen mit der Auflastung gemacht, damit ich weiß, wieviel Reserven ich habe.
Ich habe aber auch kein Reserverad und die Schwellerrohre nicht mehr dran.
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#13

Dann drücke ich dir die Daumen das deine Kabine wirklich nur 540 kg wiegt wenn du sie abgeholt hast ( gehe davon aus das da dann alles drin ist wie Kühlbox Markise Zweitbatterie, Solar, Außentisch und Standheizung ), denn es kommt mit Campingstühlen, Grill, Spritkanister, Bergematerial, Fotoausrüstung, Lebensmittel und Getränken noch so einiges zusammen denke du wirst Reisefertig nur mit Mühe die 3040 kg halten können oder must unterwegs auf einiges an Komfort verzichten.
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#14

Moin Dochardy,
ich beziehe mich auf deine Einlassungen in dem Beitrag 8
@Caddy: Ob ich den Kompromiss eingehe, dass meine Radlager etwas mehr leiden und sich dadurch die Standzeit verkürzt, nur weil es "cool" ist, musst du schon mir überlassen! Ich habe hier eigtl. mal abtasten wollen, wie ihr die Kabine befestigt usw. . Aber dass man dabei gleich "zerhackstückelt" wird, weil man eine falsche Zahl aufgeschrieben hat... Naja!

Ich habe die Montage der Spurplatten hinterfragt, weil sich mir der Sinn nicht erschlossen hat. Es ist ja immer ein Abwägen, breitere Spur gleich bessere seitliche Standsicherheit, aber einhergehend mit höheren Verschleiß von Bauteilen.
Ist ja auch schon dass du mir Winkelbeziehungen beibringen möchtest, aber die Kabine wird nach vorn formschlüssig über die Bordwand gesichert, da braucht man keine Ladungssicherungsregeln heranzuziehen, in welche Winkel man etwas verzurrt. Die Spannschlösser halten die Kabine auf der Ladefläche, zusammen mit ner ARuMa und den vorderen Anschlag zur Bordwand und die hintere Befestigung ist die Kabine ausreichend auf der Ladefläche gesichert. Meine Frage war nur, ob man besser einen vorderen Winkelanschlag, welcher direkt mit den Rahmen verbunden ist vorsieht, damit im Fall der Fälle die Kräfte nicht über die Ladeflächenbefestigung auf den Rahmen eingetragen werden, sondern lieber über einen Anschlag.
Nein, ich möchte dir die Winkelbeziehungen nicht beibringen, auch hier habe ich nur auf die knapp ausgelegte Ladungssicherung hinweisen wollen. Zu der Sicherung über die vordere Bordwand nur soviel: VW hat in einer Mailanfrage meinerseites darauf hingewiesen, dass sie für die  vordere, seitlichen Borwände, Heckklappe KEINE Angaben machen können, weil die Cargobox NICHT nach einer DIN Norm gebaut wurde. Somit kann die vordere Bordwand formal leider nicht in die Ladungssicherungsberechnung mit einberechnet werden. Es gibt für die Zurrösen an der Cargobox nur den bekannten Wert aus der Bedienungsanleitung, 400 daN. Wenn Spannschlösser mit einer max Haltekraft von 200 daN verwendet werden, dann halten sie bei einem Laschwinkel Alpha 80 Grad nur noch 35 daN. Diese 35 daN eingeleitet unter dem Winkel von 80 Grad führen dazu, das die Spannschraube mit 200 daN belastet ist! Also bis an den maximal zugelassen Wert. Zwei Spannschlösser halten also 70 daN ("daN = kg"). Bei einem Kabinengewicht von 540 kg, mit untergelegter RH Matte verbleiben eine ungesicherte Kraft von ca 110 daN. Die würde ich auch gerne in die vordere Bordwand einleiten, deswegen meine Anfrage an VW Nutzfahrzeuge. Leider keine zufriedenstellende Auskunft von VW Nutzfahrzeuge. Der Vorgeschlagene Anschlagwinkel, als Ergänzung für zur vorderen Bordwand ist eine gute Alternative, allerdings ist auch hier die Frage nach der maximalen Haltekraft im Ernstfall (Vollbremsung, Unfall ...) vom Fahrzeughalter zu beantworten. Einfacher ist einen kleineren Laschwinkel zu wählen, das heißt in der Regel neue Zurrpunkte an Kabine oder Cargobox anfertigen. Z.B. 70 Grad 137 daN, 60 Grad 200 daN usw. oder stärker Dimensionierte Spannschrauben. Apropos, was halten eigentlich die Zurrpunkte an den Kabinen? Tischer z.B. hat mir für meine Kabine noch keine Angaben gemailt. Eigentlich sollte soein Wert in der Bedienungsanleiteung der Kabine stehen.
Warum ich das so genau aufschreibe? Man muss nur einmal erlebt haben, wie eine Ladungssicherung in einem Gerichtsverfahren begutachtet wird, auseinandergenommen wird, dann ist man schlauer als vorher.
Falls Interresse besteht, dann stelle ich die einschlägigen Formeln (nach DIN/EN, VDI 2700) für die Berechnung der Ladungssicherung zur Verfügung.
Schönes Osterfest Tongue
Caddytischer
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