Hallo miteinander,
die Frage ist schon etwas her aber da ich vor kurzem den Zahnriemen an meinem Amarok erneuert habe wollte ich dazu kurz was beitragen.
Ich habe mich letztlich für den Zahnriemensatz von Bosch 1987946582 entschieden. Da sind auch die Schrauben für das Nockenwellerad UND Hochdruckpumpenrad enthalten. Was man dann noch braucht sind 4 neue Schrauben für den Schwingungdämpfer (Rippenriemen) den man abbauen muss um an den Zahnriemen zu kommen. Die Schrauben tauscht nicht jeder, aber ich halte mich da an die Vorgabe von VW. Alternativ gab es noch den Zahnriemensatz von INA der beim Händler aber gerade nicht auf Lager war, Gates habe ich noch nicht verwendet.
Bei den Conti Zahnriemensätzen hatte ich schon mehrmals Pech bei anderen Fahrzeugen, deswegen lasse ich von Conti Zahnriemensätze die Finger weg. Beim letzten Conti Zahnriemensatz war die Spannrolle schon im Karton defekt , bei einem anderen fehlte eine Schraube für die Umlenkrolle, immer war irgendwas. Da der Händler sich jedesmal quer stellte bei der Reklamation und die KArtons immer irgendwie schon geöffnet aussahen, hab ich den Händler auch gleich ausgetauscht 
Ein paar Anmerkungen zum Einbau. Der Einbau ist eigentlich nicht schwer. Das Abstecken sollte schon sorfälltig gemacht werden damit auch alle drei Stellen auf OT abgesteckt werden können. Da geht es manchmal nur um ein paar Zehntelmillimeter die an der KW gedreht werden müssen damit alles abgesteckt werden kann. Wer keinen Absteckstift hat kann sich auch mit einem 6 mm Bohrer behelfen, den man mit dem Schaft in die Absteckposition stecken kann. Das Absteckwerkzeug für die KW ist aber zwingend notwendig. Wichtig, immer daran denken ALLE Absteckwerkzeuge vor dem drehen an der KW zu entfernen, auch wenn es nur ein paar zehntel sind.
An der neuen Wasserpumpe möglichst nicht viel rummdrehen, am besten gar nicht, da die Dichtung der Wasserpumpe laut Hersteller sonst beschädigt werden kann. Die Dichtung benötigt ein Gleitmittel und das ist eben die Kühlflüssigkeit die man zum Schluss wieder einfüllt. Ich hab einfach einen großen Schluck Kühlflüssigkeit in die Wasserpumpe vor dem Einbau gekippt. Das Flügelrad war übrigens aus Metall aber da gibt es immer wieder auch mal welche aus Plastik. Auch das aus Metall kann kaputt gehen. Es löst sich dann am Flügelrad schon mal der äussere Metallring. Die Pumpleistung ist zwar noch vorhanden aber es scheppert ganz schön und wer weiss wie lange es gut geht. Also am besten immer die Wasserpumpe mittauschen auch wenn sie nicht undicht ist. Alles in allem, wer schonmal einen Zahnriemen mit Markierungen gewechselt hat sollte es auch mit den Abstecksystem hinbekommen, ist damit eigentlich etwas einfacher.
Bei der Spannrolle darauf achten das sie mit der langen Blechnase richtig in der vorgesehenen Vertiefung eingehakt ist. Alle Rollen tauschen, mit Bolzen wenn vorhanden. Unbedingt den Weg mit lösen des Nockenwellenrades und des Hochdruckpumpenrades und auf Rechtsanschlag drehen, durchführen da es sonst zu ungleichen Spannungen im Zahnriementrieb kommen kann und damit zu einer Geräuschentwicklung und im schlimmsten Fall zum Riss des Zahnriemens kommen kann. Der Zeiger der Spannrolle bleibt bei richtig gespanntem Zahnriemen ganz ruhig an einer Stelle und flattert nicht wild hin und her.
Ich habe die Kühlflüssigkeit durch neue ersetzt. Aus dem einfachen Grund, da die Kühlflüssigkeit nicht nur als Frostschutz dient sondern auch Additive enthält die zum Schutz der Beschichtung in diversen Bauteilen (z.B. AGRkühler) und zur Schmierung von beweglichen Teilen innerhalb des Kühlkreislaufs dient. Man kann das leicht feststellen indem man mal die neue Kühlflüssigkeit zwischen den Fingern zerreibt und dann die alte Kühlflüssigkeit. Bei der neuen stellt man einen leicht ölartigen Film fest den eine alte Kühlflüssigkeit nicht mehr hat.
Zum wiederbefüllen des Kühlsystems wird ein Vakuumentlüfter empfohlen. Damit erzeugt man ein Vakuum im Kühlsystem und durch ein Umschaltsystem wird im Anschluß die neue Kühlflüssigkeit aus dem Kanister in das Kühlsystem gesaugt. Ganz praktisch wer sowas hat, einfach sauber und sicher. Man vermeidet damit Luftblasen im Kühlsystem die zu unschönen Nebeneffekten führen können. Wer so ein Vakuumentlüfter nicht hat kann es auch mit dem normalen Wiederbefüllen des Kühlsystems versuchen und langsam die neue Kühlflüssigkeit einfüllen. Vergleicht am besten gleich die Menge der abgelassenen Kühlflüssigkeit mit der Menge die ihr eingefüllt habt. Ich wußte so das bei mir nach dem Wiederbefüllen noch ca. 1 Liter fehlte obwohl es laut der Markierung am Ausgleichbehälter genau gestimmt hat, es war also noch irgendwo eine Luftblase im System. Ich hab den Ausgleichbehälter dann etwas über die Max Markierung befüllt und erstmal mit einer Pumpe 0,5 Bar Druck auf das Kühlsystem gegeben. Nachdem ablassen des Drucks, gluckert es etwas im System und ich konnte wieder einen halben Liter nachfüllen. Das hab ich nochmal wiederholt und dann ging nochmal ein bischen rein. Den letzten Rest der fehlte hab ich dann nachdem ich den Motor laufen gelassen und die Heizung aufgedreht hatte einfüllen können. Eine Entlüftungsschraube wie z.B. bei BMW gibt es leider nicht
Beim nächsten mal würde ich ein Vakuumentlüfter verwenden, geht einfacher und schneller und kostet auch nur um die 50 Euro.
Das war es auch schon, wollte niemand belehren, nur mal etwas zurückgeben, da ich auch schon das ein oder andere hier aus dem Forum mitnehmen konnte.
Viele Grüße
Eldorado