Da schon die ein oder andere Frage zu Beadlocks an mich herangetragen wurde. Mal ein Auszug der Funktion.
Ein Beadlock ist eine mechanische Vorrichtung, die verhindert, dass sich der Reifen und die Felge eines Rades gegeneinander verdrehen.
Normalerweise wird ein Reifen aufgepumpt, sodass sich durch den entstehenden Innendruck die Reifenwulst an die Innenseite der Felge legt. Dadurch bleibt der Reifen beim Rollen auf der Felge, und es wird eine stabile axiale Verbindung zwischen beiden hergestellt.
Reichen jedoch die Reibungskräfte zwischen Felge und Reifen nicht aus (beispielsweise verursacht durch extrem starkes Beschleunigen oder Abbremsen), um ein Verschieben zwischen Felge und Reifen zu verhindern, kann die Verbindung des Reifens mit der Felge durch sogenannte Beadlocks hergestellt werden, sodass sich der Reifen und die Felge gegeneinander nicht mehr verschieben können. Das Durchrutschen der Reifen beziehungsweise Felgen wird verhindert, indem der Reifen an der Felge fixiert (ge-lockt) wird.
Es gibt mehrere Arten von Beadlocks. Bei Allradfahrzeugen wird ein Ring mit mehreren ringsum angeordneten Schrauben verwendet, um den Reifen mit der Felge zu verbinden. Ein Wulstsperrmittel gegen axiale Verdrehung für Motorräder ist typischerweise eine gebogene Platte mit nur einer Schraube. Für beide Fahrzeugtypen kann auch eine Art Innenschlauch als Beadlock in den Reifen eingesetzt werden, der zur Fixierung aufgeblasen wird.
Wann brauch ich also Beadlock Felgen ?
Wenn im Sand, Schlamm, Schnee oder Fels gefahren wird, läßt man den Reifendruck auf ca.1 -1,5 bar ab um mehr Auflagefläche Reifen/Untergrund zu generieren. Somit hat der Reifen mehr Grip und Ihr sinkt nicht ein. An größeren Steinen umschlingt der Reifen den Stein/Fels mehr. Ihr werdet somit weiter kommen als mit z.B. 3bar.
Wir fahren zum Beispiel auf der Superkarpata mit 1,2 bar.
Das geht auch ohne Beadlock Felgen, jedoch ist die Gefahr eben größer daß es den Reifen von der Felge zieht.
Gruß Philipp