In diesem Jahr waren wir nun wieder zwei Wochen in der tunesischen Sahara.
Nach der 24 stündigen Überfahrt von Genua nach La Goulette dem Hafen von Tunis fuhren wir ins 250 km entfernte Mahdia. Von dort aus fuhren wir in die Oase Ksar Ghilane mitten in der tunesischen Wüste.
3 Tage später sind wir ins südliche Sperrgebit nach El Borma gefahren. Die Strecke dahin war sehr hart und schlecht. Die haushohen Dünen in El Borma entschädigen aber für die beschwerliche Anreise.
Von El Borma ging die Reise weiter nach Douz dem Tor zu Sahara. Nach einem kurzen Abstecher erneut nach Ksar Ghilane fuhren wir über Kebili, das Chott el Cherid nach Hammamet und zurück nach La Goulette.
So schnell vergehen 14 Tage Urlaub.
Um bei Euch ein bisschen Fernweh zu erzeugen habe ich Katrin und Jens, zwei Freunde die in unserer Turigruppe dabei waren, gebeten eine kleinen Reisebericht zu schreiben. Sie haben viele tolle Sachen erlebt, die uns leider verborgen bleiben, weil wir ja in der Organisation gebunden sind und Tunesien leider nur auf unseren Fahrten und am Ruhetag erleben können.
Also lasst euch vom Fernweh anstecken...
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Hier der Bericht...
Wir begleiteten als Adventure Class die Sahara - Rallye ElChott 2014 mit unserem Landrover Defender 110. Am 17.10. begann unsere Reise mit der Fahrt nach Genua, wo wir am 18.10. mit der Fähre Tanit nach Tunis La Goulette übersetzten. Die Überfahrt dauerte ca. 24 Stunden. Im Hafen angekommen, waren noch einige Formalitäten zu erledigen. Dann fuhren wir bis Mahdia, um dort im Hotel Mahdia Palace Resort zu übernachten. Am nächsten Morgen starteten wir unsere Tour mit unserer Gruppe, die aus vier Teilnehmerfahrzeugen bestand, unter der Leitung von Andreas Henschel, immer unter dem Motto „Der Weg ist das Ziel“. Der Plan war, durch das Gebirge Jabal al Hidifah zu fahren und am nächsten Tag in der Oase Ksar Ghilane, dem Camp der Rallye für mehrere Tage, anzukommen. Zuerst kamen wir in El Djem am Kolosseum vorbei. Wir fuhren weiter durch Städte und Dörfer, und sahen somit viel vom Leben der Tunesier. Überall wurden wir freundlich begrüßt. Dabei fuhren wir auf asphaltierten Straßen, Sand- und Geröllpisten. An der Source Haddegh legten wir eine Mittagspause ein. Das ist eine schwefelhaltige warme Quelle, die durch reichen Wuchs an Palmen mitten im Gebirge auffällt. Im Jabal al Hidifah überquerten wir den Halfaya- Pass, der sehr steil und steinig war. Diese erste kleine Herausforderung schafften alle Geländewagen gleich auf Anhieb. Wir fuhren weiter über das Chott el Djerid auf einer Piste ca. 20 km lang, immer im Abstand streng hintereinander, damit keiner im Salzsee einbricht. Danach suchte uns unser Guide einen Platz zum Übernachten, den wir auf einem Dattelhain fanden. Der Besitzer freute sich und schenkte uns gleich einen ganzen Bund Datteln frisch von der Palme. Die kleine Plantage wurde von einer 37°C warmen Quelle gespeist.
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Am nächsten Morgen, nach einem Rühreier- Frühstück und Datteln, starteten wir nach Matmata. Dort bestand die Möglichkeit das Berbermuseum und ein Berberhotel zu besichtigen. Weiter ging es nach Ksar Hallouf, eine gut erhaltene Speicherburg der Berber. Diese Speicherburgen dienten früher als Speicher für Nahrungsmittel und zum Schutz vor Feinden. Nun fuhren wir weiter nach Chenini und kamen an dem Canyon vorbei, in dem damals die „Krieg der Sterne“- Flugszenen spielten. In Chenini konnten wir die alte, gut erhaltene, und zum Teil wiederaufgebaute Berberstadt zu Fuß erklimmen und uns mit dem Leben der Berber vertraut machen. Nun galt es noch ins Camp nach Ksar Ghilane zu fahren, teils auf Schotterpisten, teils auf Sandpisten, der längste Teil auf asphaltierter Straße. So kamen wir kurz vor Sonnenuntergang im Camp an, und konnten unser Lager aufschlagen. Hier sahen wir das erste Mal alle Rallyeteilnehmer, Organisations- und Serviceteams. Und wir konnten den eigens für die Rallye mitgebrachten Catering- Service testen.