Bergegurte, Abschleppschlingen, Zurrgurte, Antirutschmatten und mehr...

  • Klar, meine Annahmen sind eher theoretisch.
    Unter Ausnutzung aller Toleranzen (bei Schäkeln geben sie +- 6% Gusstoleranz an, das wäre bei dem eigentlich ausreichenden und nicht für den Kugelkopf rutschenden geschweiften 3,25t-Schäkel schon maximal 28,62mm) und ein bisschen Anwendung von Gewalt geht das schon.


    Dann bleibt der Schäkel aber dauerhaft dran oder muss dauernd ab- und drauf gekloppt werden. Wär mir nix.


    Natürlich würde sich auch der eine oder andere weggeschliffene Millimeter am Schäkel sehr wahrscheinlich nicht auf die Stabilität auswirken, aber: wär mir auch nix.


    Also doch gerader Schäkel.
    Rene: alle gerade Schäkel, die ich aufgeführt habe, können nicht über die Kugel rutschen (alles < 50mm).


    Wenn ich dazu komme, werde ich nächste Woche (morgen steht eine Hochzeit an) mal den Schäkel-Laden meines Vertrauens aufsuchen und zwei drei passende Teile erwerben und euch das Ergebnis zeigen.

  • Hi,


    mit den Kräften die dort wirken, verkantet der Schäkel auf der AHK. Durch das verkanten ist ein hochrutschen und vor allem ein rutschen über die Kugel unmöglich. Ein Seil kann nicht verkanten. Ist ja klar. Das ist der Unterschied.
    Wenn Ihr möchtet, bestellt Euch einen Van Beest Schäkel, probiert das aus.



    Ich würde aber definitiv einen Schäkel in OMEGA Form nehmen, denn:


    Die Omega-Form des Schäkels erlaubt ein deutlich einfacheres Einfädeln und sichereren Betrieb von Bergeseilen und Baumankergurten, da diese nicht so "gequetscht" werden wie bei normalen Schäklen.
    [hr]
    So würde ich es dann machen an der AHK!

  • Gut, das hat in meinem Kopf sowieso anders ausgesehen.
    Vom Grundsatz her hätte ich den Schäkel ja nach dem Bild von Bubbarope "falsch" eingesetzt.
    Grund: runde Seite (Omega-Form) des Schäkels ist an einigermaßen runder Fläche der AHK, "flache" Seite des Schäkels (Bolzen) ist in der eher als flach (besonders bei Zug) anzusehenden Stelle des Seils, nämlich dem Auge. Passt einfach besser.
    Deswegen hätte der Schäkel in meinen Augen auch das gewisse Maß (kleiner als 50mm-AHK) haben sollen.


    Abgesehen davon trifft das Bild von Bubbarope nicht ganz die diskutierten Vorgaben.
    Ich würde auf dem Bild ein Drahtseil an einem NATO-Haken (wie ihn z.B. mein Munga vorne zweifach hat) erkennen wollen.
    Wir sprechen ja, so unterstelle ich einfach mal, hauptsächlich über unser neues Bubbarope-Bergungsseil an einer AHK.
    Da liegen andere Formen vor.


    Ich mache meine Überlegungen (bildlich) deutlich, wenn ich mein Testmaterial habe.
    Nur ein paar Tage Geduld. Ist schon bestellt.
    Nicht das wir aneinander vorbei reden.

  • ......mmmm bin mal gespannt. Bisher habe ich immer die Omega Form bevorzugt. Bin auf die Bilder gespannt


    ....viele Bilder auf Facebook: Rhino-Tech oder Page: Rhino-Tech.de

  • So, meine Entscheidung ist gefallen.


    Heute kam mein bestelltes Sammelsurium an Haken und Schäkel.


    Produktpalette.jpg


    Von links nach rechts: Schäkel 4,75 t, Schäkel 6,5 t, Schäkel 8,5 t, Rundschlingenhaken.


    Versuch Nr. 1 Schäkel 4,75 t:
    Leichter Druck zum drüberschieben erforderlich, kommt vom Augendurchmesser, aber nur dezente Handkraft.
    Bügel und AHK sind nahezu formschlüssig.
    Genug Platz für den Gurt / das Seil
    Belastung mehr als ausreichend.
    4-75.jpg


    Versuch Nr. 2 Schäkel 6,5 t
    Problemlos zu montieren.
    Hängt naturgemäß locker an der AHK.
    Viel Platz für den Gurt / das Seil.
    Belastung viel mehr als ausreichend.
    6-50.jpg


    Versuch Nr. 3 Schäkel 8,5 t
    Problemlos zu montieren.
    Hängt naturgemäß locker an der AHK, recht schwer.
    Sehr viel Platz für den Gurt / das Seil.
    Belastung sehr sehr viel mehr als ausreichend.
    8-50.jpg


    Ergebnis für den Bereich der Schäkel, the winner is für mich eindeutig:
    Schäkel 4,75 t
    mit bestem Kompromiss bei allen Anforderungen und passt prima.


    Dann habe ich noch eine weitere Variante entdeckt: elegant, aber nicht preisgünstig.
    Haken.jpg
    Es handelt sich hierbei um einen Haken für Rundschlingen.
    Massiv, Last 3 t (reicht meiner Meinung nach immer noch dicke für nen Amarok), sofort und schnell an die AHK (oder auch woanders) anzubringen.
    Einen Klick und das Seil ist sicher befestigt.
    Man könnte per beiliegenden Stiften sogar die Aufnahme für das Seilauge verschließen, aber das ist hier nicht nötig.


    Wie gesagt, alle hier ausprobierten Anschlagmittel erfüllen die Lastanforderungen und können nicht über die Kugel der AHK rutschen.


    Meine Ausrüstung zum Ziehen ist also seit heute:
    1x Bubbarope Bergeseil mit Haken
    1x Bubbarope Seilschäkel
    1x Schäkel 4,75 t
    Ich denke, damit ist klarzukommen.


    Ich habe aus Gründen eines Mindestbestellwertes jetzt ein paar Schäkel übrig (von jeder Größe einen).
    Die würde ich zum Selbstkostenpreis zzgl. Porto abgeben.
    Wer Interesse hat, schreibe mir eine PN.


    Ach, noch zu der Zeichnung von Bubbarope weiter oben mit Seil, Omega-Schäkel und Haken:
    das kann durchaus so seine Berechtigung haben, da manche Haken innen so ausgeformt sind, dass sie den Bolzen eines Schäkels schön aufnehmen, so dass der Bolzen nicht im Haken umherkippt. Das hat aber mit unserem AHK-Problem nicht unbedingt was zu tun.

  • Hi Martin,


    als Erstes: Dein Arrangement finde ich super!


    Bitte sei nicht beleidigt, oder fühl Dich angegriffen. Ich würde keine Deiner Lösungen verwenden!


    STICHWORTARTIG:


    • Verwende keine Schäkel aus CHINA!!!
    • Schäkel und Bolzen müssen aus dem gleichen Material sein!
    • Eingesetzte Schäkel sollten immer ein Prüfzeugnis haben, sollten immer zum heben geeignet sein!!!
    • 3 Tonnen bei dem gelben Haken reichen nicht! Mit Sicherheit, da: 3 Tonnen WLL oder was? Ist der zum Heben geeignet?
    • Sind die Schäkel zum heben geeignet? Wie ist der Sicherheitsfaktor bei Deinen verwendeten Schäkeln?


    Info: Bei VANBEEST Schäkeln, am Beispiel 4,75t, bricht bei 28,5t bei gerader Belastung können ab ca. 10 Tonnen leichte Verformungen eintreten, der zieht sich aber wieder in die alte Form zurück. Der Bolzen ist aus dem gleichen Material wie der Schäkel!


    Schick mir doch mal ein Foto von Deiner AHK, von hinten nach vorne.


    Bitte beachte! Wenn der Schäkel bricht, oder über den Kugelkopf rutscht, besteht LEBENSGEFAHR!
    Der fliegt Dir im Schlimmsten Fall durch Deinen kompletten AMAROK!


    Das ist definitiv am falschen Ende Geld oder Zeit gesparrt!

  • Wenn wir uns im Wald rausziehen müssen, was häufiger im Jahr vorkommt, werfen wir die Schlinge einfach über den Mausehaken :kopfkratz2: Da gab es noch nie Probleme in 30 Forstwirtschaft :D und mein Bergegurt macht das nun auch schon 20 Jahre mit.

    Schwarzer Humor ist so wie Essen. Hat halt nicht jeder.
    Aber einer lacht immer!

  • Klar, jeder kann es so machen wie er will. Kein Problem.
    Von mir aus könnt Ihr das Bergseil auch an die Antenne hängen, am Spiegel befestigen.....oder Eure Frau das Ding festhalten lassen.....
    Ich mache keine Vorschriften, aber ich weise immer mal gerne drauf hin, weil ich dann immer raus bin. :jump:




    Sperel....


    .....und wenn Du es mal drauf ankommen lassen möchtest, ziehen wir mal einen von Deinen Schäkeln...dann schick einen zu uns die Firma.


    dann weißt es genau....

  • Mit den Schäkeln gebe ich dir ja grundsätzlich Recht. Ich versteh nur nicht warum man überhaupt einen Schäkel an die Anhängekupplung ranmachen sollte :huh:

    Schwarzer Humor ist so wie Essen. Hat halt nicht jeder.
    Aber einer lacht immer!


  • Mit den Schäkeln gebe ich dir ja grundsätzlich Recht. Ich versteh nur nicht warum man überhaupt einen Schäkel an die Anhängekupplung ranmachen sollte :huh:


    Weil der Kugelkopf nicht für Last von unten oder ggf. schräg unten geeignet ist. Der Kugelkopf soll die Last i.d.R. von oben aufnehmen.
    Nicht von unten. Wenn der abreißt, hast Du nen Wahnsinnsgeschoss. Der Schäkel soll so angebracht werden, dass der erst gar nicht unter dem Kugelkopf sitzt.


    Ohne Schäkel kann das Seil nach oben rutschen. Ich kümmere mich am Pfingstwochenende drum
    [hr]
    bevor jemand fragt, ja ist schon vorgekommen.


    Übrigens gab es auch schon Profis, die haben es an der Stoßstange befestigt. :vogel:

  • Das ist für mich jetzt echt nicht nachvollziehbar :ouw: Wenn ich einen 2t Hänger dran habe drückt und zieht der in alle Richtungen am Kugelkopf. Und einen abgesprengten Kugelkopf beim Bergen habe ich auch noch nie erlebt.
    Ich denke bevor da was abreißt drehen eher die Räder durch.

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    Aber einer lacht immer!

  • 2 Tonnen? ...das eine Seil hat 9 Tonnen Bruchlast, das andere 13 Tonnen...das nächstgrößere 24 Tonnen. Und die passt! 100%
    Ja der Anhänger...baut dennoch bei weitem nicht so viel Kraft auf wie das Seil.


    Wie gesagt - ich möchte gut beraten. Vorbildlich und sicher gilt dabei als oberstes Gebot.


    Zudem müssen wir auch mit allem rechnen. Der Letzte ist mit 25 km/h mit einem 3,5 Tonnen Wagen ins Seil reingefahren! Aber die Augen vom feststeckenden DODGE Fahrer waren Geil. Er wußte nicht was es für ein Seil ist. :hahaha: (Es ist alles heile geblieben) Nicht nachahmen!!!



    Man kann nicht immer von sich selbst ausgehen...
    Wenn was passiert.....

  • Also,


    zuerst einmal den Grundsatz. Wir wollen das Bergeseil vernünftig und sicher an den Haken der AHK anschlagen.
    Einfach drüberlegen klappt ja meistens, aber das und den Spruch "ist schon 30 Jahre nix passiert", lassen wir mal außen vor.
    Siehe Satz 1: vernünftig und sicher anschlagen. Deswegen Schäkel. Stichwort Anschlagmittel. Dafür gibt es sie.


    Dass die AHK hält, setze ich einfach mal voraus. Ein fetter Anhänger, der die zulässige Anhängelast erreicht oder gar überschreitet (Hänger werden viel zu oft überladen) zerrt ja schließlich auch in alle Richtungen und das nicht zu knapp...


    Das Ganze ist so gekommen, dass ich meine, dass die Art von Schäkel, die ich in den obigen Bildern verwendet habe, von der Form besser für den Einsatz an der AHK geeignet sind als geschweifte Schäkel. Besonders der 4,75er.


    So, jetzt zu meinen Schäkeln. Ich weiß natürlich nicht, wo mein Lieferant die Schäkel fertigen lässt. Aber dieser Lieferant ist renommiert und ich und unsere Feuerwehr sind schon viele Jahre dort Kunde. Und wir belasten bei schweren Seilwindenarbeiten das Material auch schon ganz ordentlich. Warum sollte ich also den Angaben im Katalog keinen Glauben schenken ?
    Und die Angaben sind:
    "Hochfeste Kettenschäkel mit Schraubbolzen; Hochfester, vergüteter Stahl; verzinkter Bügel; Sicherheitsfaktor >5; mit Herstellererklärung; einzeln geprüft"
    Wo beim besten Willen soll ich da ein Problem sehen ? Dass der Schraubbolzen nicht verzinkt, sondern gepulvert ist ? Drunter ist bei beiden Varianten immer noch der selbe Stahl...
    Warum soll der Schäkel zum Heben geeignet sein ? Wir ziehen doch. :D Und wie könnte der Schäkel überhaupt nicht zum Heben geeignet sein ? Für was ist er denn sonst da ? Für die Uhrkette ist er zu schwer.


    Wie ich schon geschrieben habe: alle Schäkel sind von den Maßen her so gewählt, dass sie nicht über die Kugel der AHK rutschen können.
    Und aufs Geld hab ich auch nicht gekuckt.
    Es ging mir nur drum, dass mir ein gerader Schäkel bei den gegebenen Maßen besser geeignet scheint als ein geschweifter.


    Ach ja, Bubbarope, ich fühle mich weder beleidigt noch angegriffen. Zum diskutieren sind wir ja (unter anderem) hier.
    Aber wie Du oben lesen kannst, kann ich Dir bei manchen Dingen halt einfach nicht folgen.
    Ich bin aber schon versucht, einen meiner überzähligen Schäkel für eine Lastprüfung zu spendieren, da ihr ja offensichtlich die Möglichkeit dazu habt. Objektive Durchführung des Tests setze ich mal voraus... Wenn er nicht hält, was versprochen wurde, wickele ich den Rest meinem Lieferanten dann schon um den Hals :aufreg: . Das würde aber nichts an meiner Überzeugung bezüglich der Form ändern.


    Und jetzt noch ein paar Worte bezüglich der Lasten bzw. der Tragfähigkeiten und Belastungsgrenzen.
    Unsere Amaroks wiegen zwar roundabout drei Tonnen (eher weniger), aber beim Ziehen wird i.d.R. weniger Kraft aufgewendet. Dafür haben wir ja Reifen, die sich manchmal ja noch drehen und haben wasweißichwasfür Reibwerte. Rechnet eh niemand aus, es wird ja normalerweise einfach probiert, obs geht. Dann sollten wir für eine Beurteilung noch wissen, was unser Amarok an tatsächlicher Zugkraft am Haken aufbauen in der Lage ist. Weiß das jemand ? Also haben wir eigentlich nix, bis auf die maximal drei Tonnen, die unser Autochen auf die Waage bringt.
    Und dafür lege ich mein Material aus. Wenn ich in meinem Feuerwehrauto eine Seilwinde mit einer Zugkraft von 5 Tonnen (ich weiß, die Einheit stimmt nicht, aber das würde hier zu weit führen) habe, dann brauchen meine Anschlagmittel auch nur auf eine Last von 5 Tonnen ausgelegt zu sein. Will ich mit einer losen Rolle ziehen, dann eben doppelt so viel. Also brauche ich für einen Drei-Tonnen-Amarok Anschlagmittel, die für drei Tonnen ausgelegt sind. Wenns doch irgendwie mal mehr werden sollte, aber ungeplant (!), dann muss die Sicherheitsreserve herhalten. Wenns geplant mehr wird, dann muss ich stärkere Dinge einsetzen.


    Das leitet uns über zu dem Haken: es handelt ich hierbei um einen Rundschlingenhaken, geschmiedet und vergütet; einfach und schnell anzuwenden; Anschlagmittel optimal kombinieren. So der Katalog. Also ein Teil, um Schlingen schnell und unkompliziert irgendwo einhängen zu können. Tragfähigkeit drei Tonnen. Gibt es auch in größeren Ausführungen, da passen dann aber die Maße nicht (wir sind ja immer noch beim Verbot des Abrutschens über die Kugel). Beim Drei-Tonnen-Haken passen die Maße und auch die Last. Auch da sehe ich kein Problem. Wenn mir allerdings jemand nachweist, dass unser Amarok mehr Zugkraft aufbringen kann, dann ziehe ich den Haken gerne zurück. Und kommt mir nicht mit eingebauten Seilwinden, die laut Typenschild 4 oder 5 Tonnen ziehen können. Da zieht es vorher das Auto weg...


    Also, ich will nicht eingebildet erscheinen, aber ich bin mir mit meiner Zusammenstellung keiner Schuld bewusst. :thumbsup:


    Bubbarope, schick mir Deine Adresse, ich schicke Dir einen der Schäkel. Das lasse ich es mich kosten.
    Wie gesagt, vielleicht wirklich aus China, aber halten muss er trotzdem, sonst :aufreg: :aufreg: :aufreg:

  • Doch...spätestens am Wochenende. Tut mir leid...ich gehe gerade etwas unter....Aber es kommt ne Kiste Schäkel, da werde ich dann automatisch dran erinnert....Keine Sorge ich poste hier noch die Bilder

  • Also...meine erste Wahl wäre ein Gator Jaw Schäkel, davon habe ich gerade keinen, wir sind schon wieder ausverkauft, oder sonst mit einem Stahlschädel dann so. Ich habe unseren 4,75 Tonnen Schäkel genommen. Wo das Seil reinkommt dürfte klar sein.