Beiträge von maxZU

    ich brauche mal wieder den Rat von Euch: Vorgeschichte - es gab in den letzten Monaten einen leichten Kühlmittelverlust, so ca. 1/2 l pro 300km. Nun bin ich vor 3 Tagen mit meinem 2013er biturbo nach München gefahren. Vor der Fahrt war der Ausgleichsbehälter bis max gefüllt. Nach 200km Autobahn bei durchweg 120-130Km/h plötzlich eine rote Warnung Motorkühlung, und nicht wie sonst die übliche Vorwarnung, sondern sofort Anstieg der Wassertemperatur von normal 90 auf knapp 130 °C (laut Anzeige). Also kurz auf den Standstreifen und 10min im Leerlauf laufen lassen, dann mit 100°C 1000m langsam weiter bis zum nächsten Parkplatz. Nach Abkühlung den Ausgleichsbehälter geöffnet und der war praktisch leer. Dann habe ich 2l Wasser nachgekippt und nach 5km Fahrt nochmal 1/2l. Damit bin ich dann die 180km bis München gekommen. Dort fehlte dann nur knapp 1/2l Wasser so wie vorher. Die Rückfahrt mit 380km heute auch problemlos mit nur 1x 1/2l nachfüllen. Und die Vorwarnung bei zu wenig Kühlmittel kam rechtzeitig. Wassertemperatur war stets 90°C.

    Wie kann man sich dieses Verhalten erklären? Wieso plötzlich ohne Vorwarnung ein so heftiger Temperaturanstieg? Hat jemand eine Idee?


    Ich habe den Kühlkreislauf schon mal mit Fluoreszensmittel auf Leckage untersucht, allerdings ohne Abdrücken, nur mit Motor warm fahren. Da habe ich nirgends etwas gesehen, Kühler trocken und unter dem Auto auch nichts zu sehen. AGR wurde auch schon getauscht, der ist es auch nicht. Also evtl. die Wasserpumpe? Da würde man ja wohl nichts sehen unter der Verkleidung. Kann die Wasserpumpe so ein Verhalten auslösen?


    Dank Euch

    nach 1h Suchen im Internet gelöst, an meinen Türen war das System 3 hinten, System 1 vorne links und System 2 vorne rechts installiert.

    also es gibt offenbar 4 Verriegelungssysteme: am besten bei Youtube schauen "VW Türschnallensysteme/ Türgriffe aus- und einbauen"


    1. alle Griffe mit Schlössern haben die 2-Schrauben Verriegelung, die innere davon rausdrehen, die äußere nur bis zum Anschlag lösen und das Schloß herausnehmen, dann das Platikteil rausziehen, in welchem das Schloß steckte.

    2. Das Bügelsystem, man geht mit einem langen Werkzeug in das Loch, welches sich meist unter der Türdichtung finden lässt, da ist ein kleiner Gummistopfen drauf, das Werkzeug ist vorne so ca. 10-12mm rechtwinklig abgewinkelt , mit Ende nach oben so ca. 4-5cm reingehen, dann das Werkzeug 90° nach außen drehen und vorsichtig zu sich hinziehen, dann rastet der Sperrbügel aus und man kann das Plastikteil hinter dem Griff nach außen wegziehen

    3. Das Halbmondsystem, wenn man in die offene Öffnung mit einer Lampe leuchtet, sieht man ein ca 6mm Loch und in diesem Loch ist so eine halbmondähnliche Nase oben zu sehen. Da muss man mit einem Schlitzschraubenzieher rein, bei dem die Spitze so ca. 2-3mm nach oben gebogen wurde. Damit geht man hinter diese halbmondförmige Nase und zieht diese zu sich. Dann knackt es, der Haltebügel gibt das äußere Plastikstück hinter dem Griff frei und man kann es herausziehen.

    4. Das Ovalsystem: wie das Halbmondsystem, nur dass es zwei gegenüberliegende Nasen gibt. Dafür gibt es z.B. bei ebay speziellen Werkzeuge, die vorne so einen kleinen Hammerkopf haben, den führt man senkrecht ein, dreht 90° herum und zieht, der Rest wie gehabt.


    Einbau durch Zurückdrücken des jeweiligen Elements, bzw. durch verschrauben.


    Ich hoffe das hilft Euch weiter bei ähnlichen Arbeiten.

    hier mal ein Foto von dem Innenteil, da sieht man vorne ein kleines Loch, aber da komme ich nicht duch. Muss man darin evtl. drehen?


    Anmerkung der Moderation: Bild entfernt, copyright!

    Ich habe die vorderen Türen for einigen Wochen bearbeitet und problemlos die Türgriffe ausgebaut. Mit dem Hakenwerkzeug durch das kleine Loch unter der Gummidichtung , 90° gedreht und gezogen, alles ok. (Fahrerseite geht ja mit einer Schraube)

    Nun wollte ich die beiden hinteren Türen mal angehen, den kleinen versteckten Gummipfropfen raus, aber dann finde ich mit dem Hakenwerkzeug keine Öffnung im Plastikteil hinter dem Blech um den kleinen Sperrbügel nach hinten zu ziehen. Ist der Mechanismus an den Hintertüren ein anderer? Auf beiden Seiten habe ich herumgestochert und keinen Zugang gefunden.

    Update, nach 200km fahren klingt alles gut, Kühlflüssigkeit stabil und auch normale Motorleistung. Von daher Schwein gehabt!

    Aber beim Öffnen der Motorhaube fiel mir etwas seltsames auf: da sind so weiße Ablagerungen die vorher nicht da waren, auf der Dämmmatte der Haube und auch auf dem oberen Teil des Motors. lässt sich mit dem Finger abwischen und fühlt sich an wie Mehl. Was könnte das sein? Ich habe ja den Motor ohne Glühkerzen ein paar mal durchgedreht um Restwasser rauszupusten, das sprühte dann (zusammen mit Diesel nehme ich) an nach oben aus den offenen Löchern heraus. Aber kann das solche mehligen Flecken verursachen? In der Kühlflüssigkeit ist ja destilliertes Wasser drin mit irgendwas Glykolmäßigem aber kein Kalk.

    Hat jemand eine andere Idee?

    der ursprüngliche Kühler hatte eine altersgemäße Leckage 1/2 l auf 200km, der dann neu eingebaute hatte einen kompletten Durchgang vom Wasser zum Abgasstrang. Der war der richtige Übeltäter. Jetzt ist ein neuer drin, der einwandfrei arbeitet und den ich zur Sicherheit vorher mit Luftdruck getestet habe. Ich hatte sicher Glück dass der Wasserschlag quasi noch im Leerlauf eingetretn ist, da war der Druck noch nicht so hoch und das Wasser hat den Motor abgewürgt.

    Fanfare !! er läuft wieder ! Der alte AGR-Kühler hatte auch noch 1/2 L Wasser drin und wenn man in den Wassereinlauf reingeblasen hat kam die Luft ohne Widerstand im Abgasteil raus. Also Volle Leckage. Neuen rein, dann 2,5s den Motor mit dem Anlasser duchgedreht, damit das Restwasser rausgepustet wird, dann die (neuen) Glühkerzen rein und Motor starten. Nach 5 s Ruckeln -vielleicht noch Restwasser- lief er einwandfrei. Nur am Auspuff kommt noch weißer Rauch. Ich hoffe mal nur Restwasser aus dem Auspufftrakt und nicht die ZK-Dichtung. Zumindest ist er 6km gut gelaufen und auf Betriebstemperatur gekommen. Und ich musste 2l Kühlflüssigkeit nachfüllen und 1 Dose WD40 auf diverse Schrauben sprühen.

    Vielen Dank für Eure wertvollen Tipps !! Mindestens mal 1000€ in der Werkstatt gespart. Aber es hätte ja auch noch schlimmer kommen können.

    Detlef

    so 3 Glühkerzen sind raus (dank WD40-Kur) und siehe da, in einem am UT stehenden Zylinder ca. 150ml Kühlflüssigkeit , unglaublich ! In dem Zyl. vorne so ca. 30-40ml und in dem hinteren fast nichts. Jetzt muss ich noch warten bis WD40 auch den 2. Zyl. freigibt. Mehr wie 30Nm will ich nicht drehen.

    Dann habe ich Hoffnung, dass ich das wieder hinbekomme, wenn der Motor an sich keinen Schlag abbekommen hat. Werde ich hoffentlich morgen sehen.Motorschaden-1.jpg

    offiziell in Langfassung AGR-Kühler, schon klar….

    hilft bei der Problemlösung aber auch nicht weiter


    der komplette Ausdehnungsbehälter war nach <1 min leer, das wäre schon eine sehr heftige Leckage

    wer lange sucht wird fündig: es ist der Öldruckschalter und der hat tatsächlich nur ein grünes dünnes Kabel. Daher sollte das Problem dann nicht kommen.

    Ich komme erst am Dienstag dazu. Mein Nachbar meint, Glühkerzen raus geht eigentlich nur bei warmgefahrenen Motor, aber das geht bei mir ja nicht.


    Ich frage mich auch, ob es wirklich ein Wassereinbruch ist. Dass ein neuer AGR solch eine starke innere Leckage hat wäre eher ein sechser im Lotto. Ich könnte ja sonst was beschädigt haben? Z.B. siehe Foto, dieses dünne Kabel -siehe Pfeile- geht an ein Teil im Motorblock mit einem Wärmeschutzüberzieher. Das Kabel scheint schon mal jemand repariert zu haben, es ist nur ein dünnes grünes Kabel in dem Schutzschlauch zu erkennen und nicht 2 wie sonst bei Sensoren. Was bewirkt dieses Teil im Motorblock? Ein Sensor? Könnte das eine Ursache sein?

    Amarok-ILL-RM7-Arr.jpg

    ich frag ihn mal. Die Glühkerzen sind laut ET-Liste M10, aber nur das Gewinde, unten werden die ja dünner.

    Am besten Probieren. Aber man braucht wohl einen speziellen Schlüssel?

    Ich war gerade im VW-Zentrum. Gleiches Ergebnis: die Fehlerschilderung deutet auf Wasser im Motor hin. Also keinesfalls starten, sonst Motor hinüber.

    Aber frühester Termin bei VW in 6 Wochen :cursing:. Unglaublich!

    Ein Nachbar (Traktorschrauber) meinte, zunächst die Glühkerzen herauszunehmen und dann durch das Loch in die Zylinder zu schauen ob da Wasser drin ist. Macht das Sinn und ist einfach durchführbar? Wie groß ist das Loch dort? Ich habe auch eine Endoskop-Kamera mit ca. 7-8mm Kopfdurchmesser.

    ich habe heute an meinem Roky 180PS BiTurbo 2014 den AGR getauscht. Es ist der einfache AGR ohne Ventil dran, also eigentlich leicht zu machen. Ausgebaut, neuen eingebaut, alle Schläuche, Kabel etc. kontrolliert, dann Kühlflüssigkeit aufgefüllt, kurz gestartet, Läuft 30s - also ok.

    Aber dann ..................;(;(;(

    2 Std später will ich wegfahren, komme aber nur 100m dann seltsames Motorgeräusch, keine Power mehr und Motor geht aus. Vorne rein geschaut, Kühlmittelbehälter komplett leer aber offensichtlich keine Leckage zu sehen. Aber dort wo ich losgefahren bin war einiges an Wasser auf dem Boden. (könnte aber auch auf der Laderaumabdeckung vom Regen vorher gestanden haben und beim Anfahren runter gelaufen sein)

    Meine Theorie: neuer AGR kaputt d.h. voll undicht ??? Der neue AGR war ein günstiges Teil angeblich B-Ware etwas verkratzt aber sollte voll ok sein. Insofern sehr ungewöhnlich aber man hat ja bekanntlich schon Pferde kotzen sehen. Ist das Kühlwasser evtl. in den Abgasrückführungstrakt gelangt? Wenn nur der Kühlwasserkreislauf undicht wäre hätte doch der Motor auch ohne Kühlmittel weiterlaufen müssen, oder?

    Wie gehe ich damit um? Kann ich den Motor wieder starten ohne Gefahr um die 100m zurück zu fahren? Wo würde das Wasser hinlaufen falls es im AGR in den Abgasteil eindringt?

    Evtl morgen früh könnte ich testen? dann ist vielleicht schon was abgelaufen? Aber was ist der beste Weg?


    Danke für jede Hilfe

    Detlef

    Problem gelöst, VCDS geliehen und im String 37 (Navi) das Byte 7 / Bit 7 auf „1“ gesetzt. Dann noch Reset des RNS 510 machen und in 5 min war’s erledigt. Gilt natürlich nur für mein Auto mit weisser MFA+ Anzeige. Kamera und PDC war vorher schon im RNS freigeschaltet, hätte ich aber ansonsten auch hier machen können.