Hallo zusammen,
mein V6, Baujahr 2018 mit 95.000 km, zeigt seit etwas über einem Jahr in relativ großen Abständen (2000–3000 km) immer mal wieder den Fehler P22D (DPF beschädigt / Substrat fehlt).
Der Filter regeneriert weiterhin normal, daher war bis auf den sporadischen Fehler zunächst alles unauffällig.
Nun stand die HU an, bei der bestätigt wurde, dass der DPF tatsächlich beschädigt ist. Der gemessene Wert lag bei 6 Mio. Partikeln.
Bei einem Online-Händler für Original-VW-Teile wurde mir ein Angebot über 3.500 Euro abzüglich 1.000 Euro Altteilpfand gemacht – ein echtes „Schnäppchen“.
Widerwillig habe ich mich daher für einen DPF von eBay entschieden. Ausschlaggebend war, dass der DPF ein E-Prüfzeichen sowie eine Homologation besitzt.
Gekauft habe ich den DPF bei „Phoenix Auspuff“ für etwas mehr als 1.100 Euro. Versand und Abwicklung waren problemlos.
Geliefert wurde ein DPF vom Hersteller „AHG“ (AHG2140). Die E-Nummer mit der 57 steht übrigens für San Marino. Den gleichen Typ findet man auch bei Autodoc.
Letztes Wochenende habe ich den DPF dann selbst getauscht. Wer das ebenfalls vorhat, dem empfehle ich dringend, Lambdasonden-Schlüssel in guter Qualität in SW24 (Partikelsensor), SW22 (NOx-Sensor) und SW17 (Temperatursensor) zu besorgen.
Die Sensoren sitzen extrem fest – mit einem Maulschlüssel würde man sie vermutlich beschädigen.
Ansonsten ist der Aus- und Einbau insgesamt recht simpel.
Was mir beim Nachbau aufgefallen ist:
Grundsätzlich ist die Passgenauigkeit in Ordnung. Ich bin Zubehör-Abgasanlagen gewohnt und erwarte nicht, dass alles sofort perfekt passt.
Das Rohr für die Druckmessung ist allerdings etwas zu tief angeschweißt und liegt auf der hinteren Halterung auf. Hier musste ich etwas Material abschleifen.
Deutlich kritischer sehe ich jedoch die Umsetzung der Abgasleitbleche hinter der AdBlue-Düse.
Beim Original ist das deutlich aufwendiger konstruiert, während beim Nachbau lediglich ein einfaches Lochblech verbaut ist. (Siehe Vergleichsbild.)
Meiner Meinung nach ist das strömungstechnisch nicht optimal und könnte den Abgasdurchfluss beeinträchtigen und aufstauen.
Die Nachprüfung beim TÜV verlief jedoch problemlos. Die Partikelanzahl ist auf etwa 4.000 gesunken – der DPF erfüllt also grundsätzlich seine Aufgabe.
Bewusst gehe ich jetzt allerdings nicht darauf ein, welchen DPF ich fahren werde.
Insgesamt bin ich zufrieden, da ich im Vergleich zum VW-Originalteil deutlich günstiger weggekommen bin.
Nun kann sich jeder seine eigene Meinung zum Nachbau-DPF bilden.
Ich hoffe, dass künftig noch weitere Alternativen auf den Markt kommen.
Gruß Manuel