Umfrage Fußmatten - auf Internetshop reingefallen

  • Moin Leute,

    kurz zu der Story, habe mich von meinem Jimny getrennt und nutze den Amarok jetzt auch zur Jagd und Forstwirtschaft. Wollte mir ein paar Fußmatten kaufen die den Innenraum etwas schützen. Bin dabei auf einen Internetshop reingefallen der „Massgefertigte“ Matten anbietet die den ganzen Fußraum auskleiden. Von diesen Shops gibts unzählige, alle die gleiche Aufmachung und alle das selbe. Bin ich leider ist später hinter gekommen. Jetzt will mich der Anwalt der Shopbetreiber verklagen wegen einer schlechten Bewertung. Wird immer skurriler. Hat noch jemand solche Erfahrungen gemacht. Vllt finden hier ja ein paar Leidtragende zusammen. Gruß

  • Grüß Dich,


    first things first: Du lässt Dich hoffentlich bereits von einem Anwalt vertreten.


    Grundsätzlich kann eine negative Bewertung gegen einen Shop zu einer Abmahnung bzw. Klage führen.

    Letztere folgt allerdings erst, wenn Du die gesetzte Frist verstreichen lässt. Jetzt mag es die Umgangssprache sein, "ich verklag dich!einself11!!", dabei ist es bis dahin noch ein weiter Weg. Oder aber, die Frist z.B. in der Abmahnung ist schon verstrichen.

    Von hier gibts zwei Wege: Strafrecht. Oder Zivilrecht. Ersteres wird aller Voraussicht nach im Sande verlaufen (eingestellt werden). Bleibt der Zivilprozess. Würde immer noch sehr unangenehm werden.


    Aber bevor es soweit kommt, was ist denn dran? Es gibt schlechte Bewertungen und es gibt schlechte Bewertungen.
    Wenn Du davon abgesehen hast, persönlich beleidigend zu werden ("Der Betreiber ist ein grenzdebiler A****!"), verallgemeinernd und/oder verleumderisch ("Alles Müll! Hat bei mir nicht gepasst, bestimmt ist es auch bei anderen so!") oder einfach zu lügen (Defekt behauptet, der in Wahrheit nicht vorliegt), dann würde ich die Drohung seitens der Gegenseite als gegenstandslos erachten. Trotzdem mit eigenem Anwalt sprechen.

    Achja, fand denn zuvor eine Kontaktaufnahme statt, sprich hatte der Shopbetreiber überhaupt innerhalb einer angemessenen Zeit die Gelegenheit Stellung zu beziehen und ggf. den Schaden zu ersetzen?


    Mich würde schon interessieren, was das denn für Fußmatten sein sollen.

    Mein erster Wolf hatte den Gummiboden, kein Fitzelchen Teppich. Das war äußerst angenehm, leicht zu reinigen. Der jetzige hat die Vollteppichausstattung, aber ich hatte bisher nie das Bedürfnis, mir über maßgeschneiderte Fußmatten Gedanken zu machen.

    Allerdings steige ich auch nicht mit derart schlammigen Stiefeln ins Auto, wie es bei Dir wahrscheinlich schonmal passieren kann (ansonsten: zweites Paar Schuhe).

  • Moinsen!


    Ich melde mich ja relativ selten, lese aber weitestgehend mit.


    Meines Wissens nach muss der Verkäufer zwingend eine Möglichkeit der Schadensminimierung / -behebung zugestanden werden, d.h. der Sachmangel muss ihn angezeigt werden (so nennt sich das im Amtsdeutsch). Darauf hat er dann du reagieren, ob nun mit dem Vorschlag der Wandlung/Umtausch, Gutschrift, Reparatur, Kaufpreisminderung oder wie auch immer; dieses "Auswahl" obliegt aber allein dem Verkäufer. Wichtig ist, hierbei eine wirtschaftsübliche Frist zu setzen (1 Tag z.B. geht nicht), i.d.R. eine Woche.


    Eine negative Bewertung "einfach so" zu schreiben kann da schon mal dünnes Eis sein...


    @ Rombach: Solltest du ne Rechtschutzversicherung haben (mit oder ohne SB) kontaktier mal deine Versicherungsgesellschaft, oft bieten di schon eine telefonische Erstberatung an um langwierige Prozesse (hiermit meine ich nicht unbedingt Gerichtsprozesse) im Keim zu ersticken.


    Beste Grüße


    Harry


    Achja, sollte mein Wissen nicht auf dem aktuellsten Stand sein (immerhin war meine kfm. Ausbildung vor über 30 Jahren) mag man mich gern korrigieren :-)

  • Vielen Dank schon mal für eure Rückmeldungen! Die Idee mir solche Matten anzuschaffen war die, das ich damals im Jimny richtige Fußraumschalen hatte. Wurde aber im offroad Bereich nicht fündig. Fahre den Amarok jetzt schon vier Jahre und hatte bisher nur die Gummimatten drin. Das hat auch so im Alltag ganz gut geklappt. Wenn man aber damit im Forst und zur jagd unterwegs ist sind die Schuhe schon mal etwas dreckiger als sonst. Lange Rede kurzer Sinn. Habe nich das gefunden was ich wollte und bin dann auf diesen Shop aufmerksam geworden der Massgefertigte voll auskleidungen für Fußräume anbietet. Der letzte China Plunder wie sich raus stellte. Gibt in jedem Land solch ein Shop. Alle die selbe Aufmachung.


    Der bei dem ich bestellte ist ein Shop aus Österreich, ware kam nach 6 Wochen. Verpackt in einem Plastiksack, völlig zusammen geknüllt und hat gerochen wie feinstes China Plastik. Kam wohl auch aus Fernost. Eine Matte war komplett aufgerissen. Dies habe ich beim Shop bemägelt, und nach einer Lösung gefragt. 1 1/2 Wochen kam nichts.


    Dann habe ich eine Mail aufgesetzt in der ich mein Widerruf kundgetan habe, und von meinem Widerrufsrecht Gebrauch machen will. Da Ware laut des Shop nur zurück gesendet werden kann wenn Kontakt zum „Kundencenter“ bestand habe ich auf eine Antwort gewartet. Wieder eine Woche nichts. Nach langer persönlicher Recherche bin ich irgendwann auf eine Bewertungsplattform aufmerksam geworden. Da waren zig Leute den es ging wie mir. Also habe ich auch bewertet. Sachlich und dazu geschrieben „ es handele sich um betrügerisches Verhalten“ 5 min später hatte ich ne Mail im Postkasten von einem noch unseriöseren Anwalt mit einem angehängten Unterlassungserschreiben welches ich zu unterschreiben und per Post an ihn zurück zu senden habe. Dazu kommt dass ich noch 250 Euro für die Anwaltskosten bezahlen muss und es war lediglich eine IBAN angegeben. Under der Adresse bei Google landet man in irgend einem Industriegebiet . Habe natürlich erstmal nichts davon gemacht. Kommt mir alles sehr zwielichtig vor.
    Einen Tag später bekam ich dann ne Mail von der Firma wo ich die Matten gekauft habe. Leider besteht der email Kontakt aus vorgefertigten Mails die garnicht zum Kontext passen. Es wird nie auf mein Widerruf eingegangen. Katastrophe! Wegen zwei Fußmatten.

  • bei unbekannten Shops liest man grundsätzlich VORHER die Bewertungen, selbst bei Amazon mach ich das bevor ich was bestelle


    bin grad bei Amazon am schaun nach Kabel, da kann ich den Meter für 7,50 kaufen oder für 6,80 mit dem Unterschied, der für 6,80 ist verkupfertes Alukabel, der andere echtes Kupfer, ohne Bewertung lesen wüsste ich das nicht


    aber solche Abmahndinger kannst vergessen, die klagen in der Regel auch nicht, die drohen nur, mit immer wilderen Texten wollen sie dir Angst machen, ich hab noch nie ne Klage bekommen, eine einzige dubiose Kanzlei hat es mal mit Mahnbescheid versucht, hab ich Einspruch eingelegt, die Deutschen Behörden kennen ja schliesslich unsere Rechte und stellen das dann ein


    ich hatte mich letztes Jahr um die Zeit mal bei zwei Portalen angemeldet und innerhalb der Widerrufsfrist auch wieder abgemeldet,

    die einen haben es ordnungsgemäss akzeptiert und sofort mein Geld zurück gezahlt, so wie es sich gehört, die anderen die nicht darauf reagiert haben, hab ich meine Lastschrift einfach von der Bank zurück buchen lassen, fertig


    seitdem haben se mir schon etliche Mails geschickt, Anfangs auch Briefe, das lassen sie mittlerweile, weil se merken das nichts kommt, jetzt schicken se nur noch Mails, im Sommer war dann lange Zeit Ruhe, kurz vor Weihnachten haben sie mir dann wieder geschrieben, so auf die Art, "wollen wir nicht in Frieden die Weihnachtszeit geniessen ohne lästige rückständige Zahlungen"


    ja klar, am Arsch


    einfach lachhaft, von mir bekommen die nichts, und sollten die jemals nen Mahnbescheid schicken, dann lege ich Einspruch ein, die Mail mit ordnungsgemässem Widerspruch und damit ist die Sache erledigt, aber diese Abzocker wissen das und probieren es halt immer wieder mal, wenn nur 10% Dumme zahlen, ist das auch leicht verdientes Geld