Beiträge von Striegistaler

    Auch in diesem Jahr wird es wieder Grüße aus der Sahara geben.


    Die Rallye El Chott findet vom 13.10. bis 21.10 statt.
    Wer Interesse hat mal im riesigen Sandkasten zu spielen und Infos braucht kann mich gerne fragen, oder sich auf der ElChott Webseite informieren.


    Also dann - wir sehen uns am 12.10 ab 10:00 in Genua im Hafen :jump:

    Hallo in die Runde,


    ich hätt heute auch mal eine Frage. Ist es möglich, den Kühlerlüfter direkt anzusteuern?
    Da der Rock heute nur noch ein Reiseauto und das bevorzugt in wärmeren Gefilden ist, würde mich das interessieren.
    Ich würde gern bei Dünendurchfahrten, schwierigem Gelände, kleiner Gang mit hoher Drehzahl quasi wenns denn etwas heftiger wird, den Lüfter prophylaktisch zuschalten wollen.


    Geht das?


    Dazugehörig die Frage, gibt es ein Thermostat, welches vielleicht das Temperaturniveau etwas niedriger hält? Mir als altem Menschen sind Motortemperaturen über 100 Grad ziemlich suspekt.

    Meiner ist zum 3. mal foliert. Ist immer wieder schön eine neue Farbe zu haben.


    Der Preis von 2500 - 2700 ist durchaus ok. Kommt ganz auf die verwendete Folie an. Die Preise waren in den letzten Jahren gut in Bewegung.
    Und mann kann es nicht mehr verallgemeinern, weil die Folienpreise sehr unterschidlich sind. Die Preisspanne geht von 14€ bis über 30€ pro Meter.


    Aber mit dem weißen Untergrund hast Du Dir keinen Gefallen getan. Weiß und Rot sind die besch... Untergründe zum Folieren.
    Es wird dann ggf. aussehen wie mattgraue Fliesen mit weißen Fugen. :hahaha:

    Tunesien ein Land in Bewegung


    Endlich ist wieder Herbst und der seit einem Jahr erwartete Urlaub nähert sich.
    Nachdem wir im letzten Jahr mit dem L60 Marokko besucht haben, ging es in diesem Jahr wieder nach Tunesien. Seit 2011 mittlerweile das fünfte Mal.
    Vier mal waren wir als Orga der Rallye ElChott im Land und konnten, bis auf wenige Ausnahmen, nicht wirklich viel vom Land entdecken. Das sollte sich dieses Jahr ändern.
    Gemeinsam mit unseren Freunden, Jörg und Conny, Gudrun,.und Herbert, Julia, Lara und Tom, machten wir Grit und Kai uns mit einem Mitsubishi, einem Ford Ranger und Grits Amarok auf den Weg zu einer Tour vor der Rallye.
    Aufgrund der Zusammensetzung der Mitreisenden, hatten wir die Tour mehr hotellastig geplant.


    Doch bevor ich Euch mit der Reise langweile, ein paar persönliche Eindrücke zum Land.


    Manch Einer meint vielleicht, dass Urlaub in einem muslimischen Land nervig, oder gefährlich sein könnte. Nervig im Sinne von Abzocke. Alle Preise muss man durch 5 teilen, jeder will ein Geschäft mit Dir machen und Dich übervorteilen. Ja, in reinen Touristengebieten mag das auch so sein.
    Doch je weiter wir uns davon entfernen, desto weniger spürt man davon. Natürlich müssen auch die Leute in der Sahara ihr Geschäft machen, aber man wird nicht übervorteilt und man freut sich auch über die kleinen Dinge. Die Flasche Wasser, oder das Baguette aus dem örtlichen Tante Emma Laden, das Gemüse vom Markt und und vielleicht der Kamelritt, oder die Quadtour in die Sahara, auch wenn wir Die mit unseren Fahrzeugen bequemer bereisen.
    Die Leute freuen sich das wir da sind und sie wollen das wir wiederkommen.


    Auch das Thema Sicherheit spielt bei so einer Reise eine wesentliche Rolle.


    Glaubt man unserer Politik und dem auswärtigen Amt, läuft man Gefahr am laufenden Band ausgeraubt, entführt und abgestochen zu werden.
    Ich kann Euch versichern, dem ist ganz und garnicht so.
    Natürlich gibt es Kriminalität, das ist auf der ganzen Welt so. Sicher mag Die auch in reinen Touristengebieten größer sein. Im Landesinneren haben wir das nicht bemerkt.
    Das ist auch ganz klar. Wer seinen Lebensunterhalt mit Kriminalität verdient, braucht den entsprechenden Nachschub an Opfern. Das ist im Landesinneren ganz sicher nicht gegeben.
    Ist vielleicht ein wenig krass formuliert, ein besserer Vergleich fiel mir aber nicht ein.


    Die Überschrift, "ein Land im Aufbruch" habe ich nicht zufällig gewählt. Als wir 2011 das erste Mal in Tunesien waren, war das das erste Jahr nach der Revolution. Da war noch viel improvisiert. Die alten Herrscher sind verjagt, die von ihnen eingesetzten Staatsdiener aus dem Dienst entfernt. Die Verwaltung war noch nicht wieder aufgebaut, Polizei und Staatsorgane waren noch im Umbruch. Trotzdem waren sehr viele Individualtouristen im Land. In der Hauptsache Italiener (die habens nicht weit), Franzosen (die können die Sprache), und ein paar unentwegte Deutsche, die findens einfach nur schön dort.
    Für ein muslimisches Land hab ich mich gewundert, wie wenige Frauen ein Kopftuch tragen, auch im Landesinneren. Doch man hat die Unzufriedenheit bemerkt. Die Menschen waren unzufrieden mit dem Ergebnis der Revolution. Die äußerte sich im Widerstand gegen die überforderten neuen Staatsorgane, Demonstarionen und Unruhen. Gegen Ausländer (Touristen) hat sich Dies aber nie gerichtet. Wir sind in den späten Abendstunden einmal in einer Stadt durch eine Demo gefahren. Die Gasse öffnete sich vor uns und schloss sich dahinter wieder. Die Leute klatschten und hoben den Daumen. Die Situation fühlte sich alles Andere als easy an, aber hat auf jeden Fall geprägt.


    In den Jahren darauf war zu spüren, dass Hoffnung im Land aufkommt. Mehr Touristen als 2011, es wurde schon langsam knapp auf den Pisten :-) Man muste nicht lang fahren um Jemanden zu treffen.
    Überall wird gebaut. Nicht wie bei uns, große leerstehende Komplexe für Anleger. Nein Wohnhäuser und kleine Geschäftshäuser. Also afrikatypisch, unten kleiner Laden, darüber kleine Wohnung.


    Nach den Anschlägen 2016 und den damit in Europa einhergehenden Warnungen ist der Individualtourismus komplett zusammengebrochen. Man mag sich fragen, wem das wohl genützt hat, schließlich konnte im Zeitraum der Revolution keine Großmacht die Lage destabilisieren. Wir waren 2016 nahezu die einzige Reísegruppe. In 14 Tagen trafen wir lediglich 7 Italiener.


    Seit 2017 geht es wieder bergauf.


    In diesem Jahr (2018) haben wir den Aufbruch gespürt wie nie. Reisegruppen ohne Ende, gebaut wird in jedem Winkel. Die Staatsorgene funktionieren, das haben wir bei der Einreise schon gespürt. Im Kleingewerbe wird massiv investiert. Auch die Fahrzeugflotte hat sich verjüngt. Die alten Peugeot Pickups sind modernen Toyotas, Isuzus und Amaroks!! gewichen. Der Kamelvermieter hat ein paar Kamele mehr und der Sahartouranbieter hat seine alten Sandbuggys gegen neue Quads getauscht.


    Aber nun kommt das Schlimmste, was wir sehen mussten.


    Sogar der Staat investiert mittlerweile! Und zwar in die Infastruktur. Wege, die vor Jahren noch schöne Pisten waren, werden heute asphaltiert. Und wer will schon auf Asphalt fahren, wenn es doch tolle Schotter- und Sandpisten gäbe.


    Deshalb mein Tipp, fahrt nicht länger in Sandgruben herum - besucht ferne Länder!





    Da es bekanntlich keine Möglichkeit gibt direkt nach Af rika zu fahren, schifften wir uns in Genua auf die CTN Fähre nach La Goulette, dem Hafen von Tunis ein.
    22 geruhsame und entspannte Stunden später legte die Fähre an. Die Einreise- und Zolldokumente für die Fahrzeuge haben wir schon an Bord erledigt. Was danach kam, war die schnellste Einreise, die wir bisher erlebt haben. Innerhalb von 20 Minuten hätten wir aus dem Hafen sein können, hätten wir nicht noch ein paar Euro in Tunesische Dinar tauschen müssen.
    Spektakulär! Man merkt ganz deutlich, dass die auch die tunesischen Grenz- und Zollbeamten verstanden haben, dass Individualtourismus für das Land wichtig sind.


    Und so begann der Urlaub so richtig entspannt, wie man es sich wünscht.
    In diesen zwei Wochen vor der Rallye sollte einmal mehr von Land, Leuten und Sehenswertem im Vordergrund stehen. Deshalb waren die ersten zwei Wochen auch mehr eine Hoteltour, bei der der Sandanteil nicht allzu groß war, aber das haben wir auch nicht wirklich vermisst.


    Tunesien hat eine lange und vielfältige Geschichte. bereits ca. 70 Jahre vor Christus wurde das heutige Tunesien als erstes afrikanisches Land von den Römern besiedelt. Die damalige Hauptstatt war Carthago. Aber so wie es als erstes afrikanisches Land besiedelt wurde, so wurden letztendlich die Römer in dieser Gegend auch als erstes vertrieben.
    Zeugen dieser Besiedlungszeit sind die Stadt Dougga, eine ziemlich gut erhaltene römische Siedlung und das Collosseum von El Jem. Das Collosseum ist kleiner als in Rom, aber meiner Meinung nach besser erhalten. In beiden Locations könnte man gut einen Tag zubringen - Interesse vorausgesetzt.


    Landschaftlich hat das Land mehr zu bieten als Sand und Geröll. So gibt es im Grenzgebiet zu Algerien den Grand Canjon von Tunesien.
    Die Wasserfälle von Tamerza waren zwar nicht so spektakulär, aber dafür war der Weg dorthin, durch ein kleines Flussbett eine tolle Sache.


    Die StarWars Kulissen bei Nefta, ein Touristenmagnet. Die Fahrt über die große Düne- ein Erlebnis. Leider kümmert sich Keiner wirklich drum. Von 2011 bis heute hat sich das einzigartige Ensemble arg verändert und wird irgendwann, in nicht allzuferner Zeit, verschwunden sein.


    Nachdem uns die Reise dann irgendwann nach Douz, dem Tor zur Sahara geführt hat, haben wir den ersten Ausflug in den Sand gemacht. Die Fahrt ging in ein ca. 70 Kilometer entferntes Sandrosenfeld. Sandrosen kennt wohl sicher Jeder und man kann sie im Land überall kaufen. Aber selbst welche suchen und "ernten" ist schon etwas ganz besonderes.


    Und dann ging es endlich richtig in die Wüste. Über die Touripiste in Richtung Park Jebil, dem Nationalpark von Tunesien, zum Tafelberg Tembaine, ins Camp Mars. Einer Zeltsiedlung mitten im Nichts.
    Am Abend wurde mit den Berbern "Sandbrot" gebacken. Eine traditionelle Möglichkeit Brot zu backen. Ein reichhaltiges Abendessen rundete diesen schönen Tag ab. Spätestens abends, wenn im Camp das Licht ausgeht, es still wird in der Wüste und nur noch die Sterne am Himmel funkeln, stellt sich eine absolutes Gefühl der Zufriedenheit ein.


    Am nächsten Tag hätte es zwei Wegoptionen gegeben, der Direkte, durch hohe Dünen, oder der längere, aber entspannte Weg zurück zum Park und von dort in Richtung der Oase Ksar Ghilane. Diesen haben wir gewählt und konnten so noch das alte römische Fort ein paar Kilometer vor der Oase besichtigen.


    Apropos Oase, Wasser gibt es natürlich wirklich nur dort, wo auch eine Oase ist. Oasen sind auch meist besiedelt und touristisch genutzt. Die Oase Ksar Ghilane ist eine der bekanntesten.
    Alle Siedlungen und Camps, die direkt in der Wüste und außerhalb von Oasen, liegen müssen ihr Wasser täglich mit Wasserwagen herankarren.
    Aus mancher Oase wird auch im Lauf der Jahrhunderte eine Stadt. So wie Douz, welches vor Urzeiten auch eine Oase war und heute eine Kleinstadt ist.

    Ich wollte keinen herkömmlichen Reisebericht schreiben. Ich wollte Euch nur dieses schöne Reiseland etwas näherbringen.


    Ein paar Bilder hab ich noch für Euch. Aber dann isses auch gut. Berichte lesen und Bilder guggen ersetzt nicht das Reisen.


    Also reist - solange Ihr noch könnt und solange noch nicht alles zugebaut und asphaltiert ist.
    [hr]
    Tunesien ein Land in Bewegung


    Endlich ist wieder Herbst und der seit einem Jahr erwartete Urlaub nähert sich.
    Nachdem wir im letzten Jahr mit dem L60 Marokko besucht haben, ging es in diesem Jahr wieder nach Tunesien. Seit 2011 mittlerweile das fünfte Mal.
    Vier mal waren wir als Orga der Rallye ElChott im Land und konnten, bis auf wenige Ausnahmen, nicht wirklich viel vom Land entdecken. Das sollte sich dieses Jahr ändern.
    Gemeinsam mit unseren Freunden, Jörg und Conny, Gudrun,.und Herbert, Julia, Lara und Tom, machten wir Grit und Kai uns mit einem Mitsubishi, einem Ford Ranger und Grits Amarok auf den Weg zu einer Tour vor der Rallye.
    Aufgrund der Zusammensetzung der Mitreisenden, hatten wir die Tour mehr hotellastig geplant.


    Doch bevor ich Euch mit der Reise langweile, ein paar persönliche Eindrücke zum Land.


    Manch Einer meint vielleicht, dass Urlaub in einem muslimischen Land nervig, oder gefährlich sein könnte. Nervig im Sinne von Abzocke. Alle Preise muss man durch 5 teilen, jeder will ein Geschäft mit Dir machen und Dich übervorteilen. Ja, in reinen Touristengebieten mag das auch so sein.
    Doch je weiter wir uns davon entfernen, desto weniger spürt man davon. Natürlich müssen auch die Leute in der Sahara ihr Geschäft machen, aber man wird nicht übervorteilt und man freut sich auch über die kleinen Dinge. Die Flasche Wasser, oder das Baguette aus dem örtlichen Tante Emma Laden, das Gemüse vom Markt und und vielleicht der Kamelritt, oder die Quadtour in die Sahara, auch wenn wir Die mit unseren Fahrzeugen bequemer bereisen.
    Die Leute freuen sich das wir da sind und sie wollen das wir wiederkommen.


    Auch das Thema Sicherheit spielt bei so einer Reise eine wesentliche Rolle.


    Glaubt man unserer Politik und dem auswärtigen Amt, läuft man Gefahr am laufenden Band ausgeraubt, entführt und abgestochen zu werden.
    Ich kann Euch versichern, dem ist ganz und garnicht so.
    Natürlich gibt es Kriminalität, das ist auf der ganzen Welt so. Sicher mag Die auch in reinen Touristengebieten größer sein. Im Landesinneren haben wir das nicht bemerkt.
    Das ist auch ganz klar. Wer seinen Lebensunterhalt mit Kriminalität verdient, braucht den entsprechenden Nachschub an Opfern. Das ist im Landesinneren ganz sicher nicht gegeben.
    Ist vielleicht ein wenig krass formuliert, ein besserer Vergleich fiel mir aber nicht ein.


    Die Überschrift, "ein Land im Aufbruch" habe ich nicht zufällig gewählt. Als wir 2011 das erste Mal in Tunesien waren, war das das erste Jahr nach der Revolution. Da war noch viel improvisiert. Die alten Herrscher sind verjagt, die von ihnen eingesetzten Staatsdiener aus dem Dienst entfernt. Die Verwaltung war noch nicht wieder aufgebaut, Polizei und Staatsorgane waren noch im Umbruch. Trotzdem waren sehr viele Individualtouristen im Land. In der Hauptsache Italiener (die habens nicht weit), Franzosen (die können die Sprache), und ein paar unentwegte Deutsche, die findens einfach nur schön dort.
    Für ein muslimisches Land hab ich mich gewundert, wie wenige Frauen ein Kopftuch tragen, auch im Landesinneren. Doch man hat die Unzufriedenheit bemerkt. Die Menschen waren unzufrieden mit dem Ergebnis der Revolution. Die äußerte sich im Widerstand gegen die überforderten neuen Staatsorgane, Demonstarionen und Unruhen. Gegen Ausländer (Touristen) hat sich Dies aber nie gerichtet. Wir sind in den späten Abendstunden einmal in einer Stadt durch eine Demo gefahren. Die Gasse öffnete sich vor uns und schloss sich dahinter wieder. Die Leute klatschten und hoben den Daumen. Die Situation fühlte sich alles Andere als easy an, aber hat auf jeden Fall geprägt.


    In den Jahren darauf war zu spüren, dass Hoffnung im Land aufkommt. Mehr Touristen als 2011, es wurde schon langsam knapp auf den Pisten :-) Man muste nicht lang fahren um Jemanden zu treffen.
    Überall wird gebaut. Nicht wie bei uns, große leerstehende Komplexe für Anleger. Nein Wohnhäuser und kleine Geschäftshäuser. Also afrikatypisch, unten kleiner Laden, darüber kleine Wohnung.


    Nach den Anschlägen 2016 und den damit in Europa einhergehenden Warnungen ist der Individualtourismus komplett zusammengebrochen. Man mag sich fragen, wem das wohl genützt hat, schließlich konnte im Zeitraum der Revolution keine Großmacht die Lage destabilisieren. Wir waren 2016 nahezu die einzige Reísegruppe. In 14 Tagen trafen wir lediglich 7 Italiener.


    Seit 2017 geht es wieder bergauf.


    In diesem Jahr (2018) haben wir den Aufbruch gespürt wie nie. Reisegruppen ohne Ende, gebaut wird in jedem Winkel. Die Staatsorgene funktionieren, das haben wir bei der Einreise schon gespürt. Im Kleingewerbe wird massiv investiert. Auch die Fahrzeugflotte hat sich verjüngt. Die alten Peugeot Pickups sind modernen Toyotas, Isuzus und Amaroks!! gewichen. Der Kamelvermieter hat ein paar Kamele mehr und der Sahartouranbieter hat seine alten Sandbuggys gegen neue Quads getauscht.


    Aber nun kommt das Schlimmste, was wir sehen mussten.


    Sogar der Staat investiert mittlerweile! Und zwar in die Infastruktur. Wege, die vor Jahren noch schöne Pisten waren, werden heute asphaltiert. Und wer will schon auf Asphalt fahren, wenn es doch tolle Schotter- und Sandpisten gäbe.


    Deshalb mein Tipp, fahrt nicht länger in Sandgruben herum - besucht ferne Länder!





    Da es bekanntlich keine Möglichkeit gibt direkt nach Af rika zu fahren, schifften wir uns in Genua auf die CTN Fähre nach La Goulette, dem Hafen von Tunis ein.
    22 geruhsame und entspannte Stunden später legte die Fähre an. Die Einreise- und Zolldokumente für die Fahrzeuge haben wir schon an Bord erledigt. Was danach kam, war die schnellste Einreise, die wir bisher erlebt haben. Innerhalb von 20 Minuten hätten wir aus dem Hafen sein können, hätten wir nicht noch ein paar Euro in Tunesische Dinar tauschen müssen.
    Spektakulär! Man merkt ganz deutlich, dass die auch die tunesischen Grenz- und Zollbeamten verstanden haben, dass Individualtourismus für das Land wichtig sind.


    Und so begann der Urlaub so richtig entspannt, wie man es sich wünscht.
    In diesen zwei Wochen vor der Rallye sollte einmal mehr von Land, Leuten und Sehenswertem im Vordergrund stehen. Deshalb waren die ersten zwei Wochen auch mehr eine Hoteltour, bei der der Sandanteil nicht allzu groß war, aber das haben wir auch nicht wirklich vermisst.


    Tunesien hat eine lange und vielfältige Geschichte. bereits ca. 70 Jahre vor Christus wurde das heutige Tunesien als erstes afrikanisches Land von den Römern besiedelt. Die damalige Hauptstatt war Carthago. Aber so wie es als erstes afrikanisches Land besiedelt wurde, so wurden letztendlich die Römer in dieser Gegend auch als erstes vertrieben.
    Zeugen dieser Besiedlungszeit sind die Stadt Dougga, eine ziemlich gut erhaltene römische Siedlung und das Collosseum von El Jem. Das Collosseum ist kleiner als in Rom, aber meiner Meinung nach besser erhalten. In beiden Locations könnte man gut einen Tag zubringen - Interesse vorausgesetzt.


    Landschaftlich hat das Land mehr zu bieten als Sand und Geröll. So gibt es im Grenzgebiet zu Algerien den Grand Canjon von Tunesien.
    Die Wasserfälle von Tamerza waren zwar nicht so spektakulär, aber dafür war der Weg dorthin, durch ein kleines Flussbett eine tolle Sache.


    Die StarWars Kulissen bei Nefta, ein Touristenmagnet. Die Fahrt über die große Düne- ein Erlebnis. Leider kümmert sich Keiner wirklich drum. Von 2011 bis heute hat sich das einzigartige Ensemble arg verändert und wird irgendwann, in nicht allzuferner Zeit, verschwunden sein.


    Nachdem uns die Reise dann irgendwann nach Douz, dem Tor zur Sahara geführt hat, haben wir den ersten Ausflug in den Sand gemacht. Die Fahrt ging in ein ca. 70 Kilometer entferntes Sandrosenfeld. Sandrosen kennt wohl sicher Jeder und man kann sie im Land überall kaufen. Aber selbst welche suchen und "ernten" ist schon etwas ganz besonderes.


    Und dann ging es endlich richtig in die Wüste. Über die Touripiste in Richtung Park Jebil, dem Nationalpark von Tunesien, zum Tafelberg Tembaine, ins Camp Mars. Einer Zeltsiedlung mitten im Nichts.
    Am Abend wurde mit den Berbern "Sandbrot" gebacken. Eine traditionelle Möglichkeit Brot zu backen. Ein reichhaltiges Abendessen rundete diesen schönen Tag ab. Spätestens abends, wenn im Camp das Licht ausgeht, es still wird in der Wüste und nur noch die Sterne am Himmel funkeln, stellt sich eine absolutes Gefühl der Zufriedenheit ein.


    Am nächsten Tag hätte es zwei Wegoptionen gegeben, der Direkte, durch hohe Dünen, oder der längere, aber entspannte Weg zurück zum Park und von dort in Richtung der Oase Ksar Ghilane. Diesen haben wir gewählt und konnten so noch das alte römische Fort ein paar Kilometer vor der Oase besichtigen.


    Apropos Oase, Wasser gibt es natürlich wirklich nur dort, wo auch eine Oase ist. Oasen sind auch meist besiedelt und touristisch genutzt. Die Oase Ksar Ghilane ist eine der bekanntesten.
    Alle Siedlungen und Camps, die direkt in der Wüste und außerhalb von Oasen, liegen müssen ihr Wasser täglich mit Wasserwagen herankarren.
    Aus mancher Oase wird auch im Lauf der Jahrhunderte eine Stadt. So wie Douz, welches vor Urzeiten auch eine Oase war und heute eine Kleinstadt ist.


    Ich wollte keinen herkömmlichen Reisebericht schreiben. Ich wollte Euch nur dieses schöne Reiseland etwas näherbringen.


    Ein paar Bilder hab ich noch für Euch. Aber dann isses auch gut. Berichte lesen und Bilder guggen ersetzt nicht das Reisen.


    Also reist - solange Ihr noch könnt und solange noch nicht alles zugebaut und asphaltiert ist,
    [hr]
    Noch ein paar Bilder

    Die Stoßstange ist ein Eigenbau aus Stahl.


    Aber dazu mach ich irgendwann nochmal einen neuen Beitrag. Im Augenblick fehlt mir schon die Zeit für den Reisebericht und die Bilder.
    Das Problem ist nur, Bilder, die man spektakulär empfunden hat und auch Videos, verlieren zuhause beim anschauen die Spannung. Da ist es schwer, was richtiges zu finden.

    Leider waren die 4 Wochen in Tunesien wieder viel zu schnell vorbei.
    Ich werde mal sehen, ob ich in der nächsten Zeiteinen brauchbaren Reisebericht mit ein paar Bildern zusammenbekomme. Erstmal muss alles gesichtet werden.
    Auf jeden Fall ist Tunesien ein unwahrscheinlich schönes und sicheres Reiseland, mit nur positiven Eindrücken.


    Und auf jeden Fall eine artgerechte Haltung...



    Schon mal ein bissel Sand...



    Amarok in der Oase Ksar Ghilane

    Ich gehe mal davon aus, dass Du eine Höherlegung mittels Spacer, oder Federn hast und kein Bodylift.


    Wenn danach keine Achsvermessung gemacht wurde, ist der Verschleiß eigentlich erklärt.

    Alle, oder fast alle Jahre wieder. Grüße aus der Sahara. Sind seit 2Wochen unten.
    Wie immer ein tolles und freundliches Reiseland.


    Leider muss ich die Bilder erstmal kleiner rechnen, das Forum mimmts leider nicht an.


    Wir haben übrigens grad nich 24 Grad.

    Stoßstange hab ich keine. Zumindest wenn ich in den Sand fahre.
    Mir fehlt noch die richtige Idee. Im Augenblick liegt das Rad auf meiner Schieberkiste auf der Ladefläche. Irgendwie isses mir aber schade um den Platz. Da würden gut noch zwei Sanikoffer mit Hopfenkaltschale hinpassen. :becks:

    Ich habe mich vermutlich falsch ausgedrückt. Ich meinte nicht hinten an der Ladefläche, ich meinte an der Klappe.
    Zum runterklappen, oder ausschwenken wie beim Syncro.

    Durch den Beitrag "Reservarad vorn" bin ich wieder auf die Idee gekommen. Hat sich schon mal jemand Gedanken gemacht, ob man das Reserverad hinten an der Ladefläche montieren kann? Ich denke da an sowas wie beim Syncro.

    Das mit den Fotos ist so meine Schwäche... :gott:


    Aber vor ein paar Jahren hab ich mal einen Reisebericht von Freunden veröffentlicht, da waren auch Bilder drin.


    2011 hab ich mal ein Video gemacht.



    Also Sahara ist auch was für Amaroks.

    OK - Danke.


    Dann deckt sich das mit meiner Messung mit VCDS. Ich konnt mir nicht vorstellen, dass die Motoren doch so heiß gefahren werden.
    Erstaunt hat mich, dass die Temperatur auch nicht deutlich gesunken ist, als ich den Lüfter zwangseingeschaltet hab.


    Na gut, dann werde ich die Wassertemperaturanzeige auf Öltemp. umbauen.

    Ach wie doch die Zeit vergeht. Beim Stöbern bin ich doch auf meinen alten Beitrag gestoßen.
    Im letzten Jahr waren wir nicht in Tunesien. Wir waren mit unserem L60 in Marokko. Auch ein wunderschönes Reiseland.


    In diesem Jahr steht wieder Tunesien auf dem Plan. Wie schon die Jahre zuvor werden wir als Teil der Orga der Rallye ElChott für die Zeitnahme und Auswerttung zuständig sein.
    Diesmal haben wir etwas mehr Zeit eingeplant und werden vor der Rallye noch zwei Wochen Urlaub in diesem tollen Land machen.

    Ich habe eine Frage in die Runde. Wer weiß wie hoch die tatsächliche Wassertemperatur ist?


    Hintergrund:


    Ich habe schon ewig eine externe Temperaturanzeige. Der Sensor ist in eine Leerbohrung im Block geschraubt. Die Temperaturanzeige hat immer zwischen 80 und 90 Grad angezeigt.


    Im Zuge meines geplanten Umbaues zum Reisemobil würde als Erstes eine neue gekürzte Stoßstange aus Stahl verbaut. Trotz zusätzlicher Lüftungsöffnungen zeigt meine Anzeige jetzt im Schnitt 15 Grad mehr an. Trotzdem die Temperatur auf der Anzeige über 100 Grad erreichte ging kein Lüfter an und auch wenn ich den Lüfter zwinge anzugehen, geht die Temperatur nicht wirklich zurück.


    Dafür kann es verschiedene Ursachen geben, die ich hier zur Diskussion stellen würde.


    Die grundsätzliche Frage wäre, wie hoch ist die normale Temperatur tatsächlich.