Beiträge von Striegistaler

    So habe ich das gelöst.


    Die Batterie ist hinter dem Rücksitz und wird über einen Zweitbatterielader geladen. Der Zweitbatterielader ist eigentlich nix weiter als ein Trennrelais das bei einer Bordspannung über 13 Volt schaltet. Da bei abgestelltem Motor die Spannung darunter sinkt ist die Batterie wieder vom Netz getrennt. Zusätzlich habe ich einen Batteriewächter angeschlossen, der die Verbraucher bei einer Batteriespannung unter 12 Volt von der Batterie trennt. Somit kann ich z.B. die Kühlbox ständig angeschlossen lassen und muss mir keine Gedanken um die Batterie machen. Sie kann nicht tiefentladen und damit zerstört werden.


    Die Batterie selbst ist eine normale "Wartungsfreie" 65 Ah Stunden Batterie. Sie sitzt perfekt hinter der Bank, nur die Lehne hat am Anfang bissel gedrängelt. Mit einer Batterie andere Bauform würde das sicher nicht passieren. Hatte ich aber gerade nicht zur Hand und mir war es auch egal.


    Das System läuft schon 4 Jahre perfekt.IMG_2127.JPGIMG_2128.JPGIMG_2129.JPG

    Nach dem Frühstück fuhren wir über die Piste nach Douz. Zunächst ging es immer am Zaun des Jebil- Nationalparks entlang. Dann kamen wir nach über zwei Tagen im Sand wieder auf Asphaltstraße. Über Sand- und Kalkpiste fuhren wir bis nach Douz ins Hotel Touareg. Das Traditionshotel der Rallye ElChott, das vor einiger Zeit wegen Touristenmangel schließen musste, öffnete extra für die Teilnehmer wieder seine Tore. Dort konnten wir endlich wieder duschen! So nach und nach kamen auch die anderen Rallyeteilnehmer an. Am Samstag war offizieller Rallye- Ruhetag. Den Tag nutzten wir zum Tanken und Vorräteauffüllen. Auf dem Markt in Douz konnten wir ausgiebig shoppen. Am Nachmittag, nach Ruhepause und Poolbesuch, fuhren wir zu den weißen Dünen bei Zaafrane. Die Stadt versandete vor einiger Zeit, sodass nur noch wenige Ruinen von den alten Häusern herausschauen. Die Palmen stehen bis zur Mitte des Stammes im Sand, der hier auffallend hell ist. Deshalb der Begriff: „Weiße Dünen“.Abends im Hotel stellte das Kamerateam die erste Woche „ElChott 2014“ vor.

    Ich würde mich vor dem Einbau einer Standheizung immer für eine Zweitbatterie entscheiden. Ist doch blöd wenn das vorgeheizte Auto nicht mehr anspringt! Oder?
    Ob dabei die Zweitbatterie im Innenraum verbaut ist-wie bei mir- oder unter dem Fahrzeug, ist doch unerheblich.

    Die nächsten zwei Tage fuhr die Rallye ins Sperrgebiet nach El Borma. Unsere Gruppe entschloss sich, im Gebiet von Ksar Ghilane zu bleiben bzw. in Richtung Douz zu fahren. Dabei war das Motto: Nur Sand, keine Asphaltstraße. Uns schlossen sich noch drei weitere Fahrzeuge an. Im Sand angekommen, lud uns unser Reiseführer zum Sektempfang in den Dünen ein. Danach ging es gemeinsam durch die Dünen zum Jebil- Nationalpark. Dabei war die Hauptbeschäftigung Luftablassen, Luft wieder aufpumpen. Wir kamen ziemlich gut voran. Selten fuhr sich einer im lockeren Sand fest, sodass nur wenig Sand geschaufelt werden musste. In einem Dünental bereiteten wir unser Nachtlager bei gegrillten Würsten und Lagerfeuer. Wir genossen den klaren Himmel, mit Millionen von Sternen. Dabei konnten wir im Holz einen grünen Skorpion entdecken, dessen Stiche sehr schmerzhaft sein sollen. Das ließ uns alle etwas vorsichtiger werden. Weiter fuhren wir am nächsten Morgen zum Tafelberg Tembaine. Wir nutzten die Gelegenheit hinaufzusteigen. Der Berg ist ca. 80 m hoch. Von oben hatten wir eine herrliche Aussicht über die gesamte Gegend, die nur aus Sand, Dünen und Steinen besteht. Von dort fuhren wir zum Camp Mars, einer Zeltstadt in den Dünen, wo wir Kaffee und Tee tranken. Wer wollte, bekam auch eine eisgekühlte Cola. Am Camp Mars gibt es ein paar höhere Dünen, sodass wir dort unser Fahrgeschick unter Beweis stellen konnten.
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    Wir fuhren nach einer ausgiebigen Pause durch die Dünen um einen Übernachtungsplatz ausfindig zu machen.

    In diesem Jahr waren wir nun wieder zwei Wochen in der tunesischen Sahara.
    Nach der 24 stündigen Überfahrt von Genua nach La Goulette dem Hafen von Tunis fuhren wir ins 250 km entfernte Mahdia. Von dort aus fuhren wir in die Oase Ksar Ghilane mitten in der tunesischen Wüste.
    3 Tage später sind wir ins südliche Sperrgebit nach El Borma gefahren. Die Strecke dahin war sehr hart und schlecht. Die haushohen Dünen in El Borma entschädigen aber für die beschwerliche Anreise.
    Von El Borma ging die Reise weiter nach Douz dem Tor zu Sahara. Nach einem kurzen Abstecher erneut nach Ksar Ghilane fuhren wir über Kebili, das Chott el Cherid nach Hammamet und zurück nach La Goulette.


    So schnell vergehen 14 Tage Urlaub.


    Um bei Euch ein bisschen Fernweh zu erzeugen habe ich Katrin und Jens, zwei Freunde die in unserer Turigruppe dabei waren, gebeten eine kleinen Reisebericht zu schreiben. Sie haben viele tolle Sachen erlebt, die uns leider verborgen bleiben, weil wir ja in der Organisation gebunden sind und Tunesien leider nur auf unseren Fahrten und am Ruhetag erleben können.


    Also lasst euch vom Fernweh anstecken...
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    Hier der Bericht...


    Wir begleiteten als Adventure Class die Sahara - Rallye ElChott 2014 mit unserem Landrover Defender 110. Am 17.10. begann unsere Reise mit der Fahrt nach Genua, wo wir am 18.10. mit der Fähre Tanit nach Tunis La Goulette übersetzten. Die Überfahrt dauerte ca. 24 Stunden. Im Hafen angekommen, waren noch einige Formalitäten zu erledigen. Dann fuhren wir bis Mahdia, um dort im Hotel Mahdia Palace Resort zu übernachten. Am nächsten Morgen starteten wir unsere Tour mit unserer Gruppe, die aus vier Teilnehmerfahrzeugen bestand, unter der Leitung von Andreas Henschel, immer unter dem Motto „Der Weg ist das Ziel“. Der Plan war, durch das Gebirge Jabal al Hidifah zu fahren und am nächsten Tag in der Oase Ksar Ghilane, dem Camp der Rallye für mehrere Tage, anzukommen. Zuerst kamen wir in El Djem am Kolosseum vorbei. Wir fuhren weiter durch Städte und Dörfer, und sahen somit viel vom Leben der Tunesier. Überall wurden wir freundlich begrüßt. Dabei fuhren wir auf asphaltierten Straßen, Sand- und Geröllpisten. An der Source Haddegh legten wir eine Mittagspause ein. Das ist eine schwefelhaltige warme Quelle, die durch reichen Wuchs an Palmen mitten im Gebirge auffällt. Im Jabal al Hidifah überquerten wir den Halfaya- Pass, der sehr steil und steinig war. Diese erste kleine Herausforderung schafften alle Geländewagen gleich auf Anhieb. Wir fuhren weiter über das Chott el Djerid auf einer Piste ca. 20 km lang, immer im Abstand streng hintereinander, damit keiner im Salzsee einbricht. Danach suchte uns unser Guide einen Platz zum Übernachten, den wir auf einem Dattelhain fanden. Der Besitzer freute sich und schenkte uns gleich einen ganzen Bund Datteln frisch von der Palme. Die kleine Plantage wurde von einer 37°C warmen Quelle gespeist.
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    Am nächsten Morgen, nach einem Rühreier- Frühstück und Datteln, starteten wir nach Matmata. Dort bestand die Möglichkeit das Berbermuseum und ein Berberhotel zu besichtigen. Weiter ging es nach Ksar Hallouf, eine gut erhaltene Speicherburg der Berber. Diese Speicherburgen dienten früher als Speicher für Nahrungsmittel und zum Schutz vor Feinden. Nun fuhren wir weiter nach Chenini und kamen an dem Canyon vorbei, in dem damals die „Krieg der Sterne“- Flugszenen spielten. In Chenini konnten wir die alte, gut erhaltene, und zum Teil wiederaufgebaute Berberstadt zu Fuß erklimmen und uns mit dem Leben der Berber vertraut machen. Nun galt es noch ins Camp nach Ksar Ghilane zu fahren, teils auf Schotterpisten, teils auf Sandpisten, der längste Teil auf asphaltierter Straße. So kamen wir kurz vor Sonnenuntergang im Camp an, und konnten unser Lager aufschlagen. Hier sahen wir das erste Mal alle Rallyeteilnehmer, Organisations- und Serviceteams. Und wir konnten den eigens für die Rallye mitgebrachten Catering- Service testen.