Bei mir wars auch eher Zufall, dass ich auf den Amarok gestoßen bin (bis dahin wusste ich nichtmal, dass es einen Pickup von VW gibt!). Eigentlich sollte es ein VW Transporter werden, am besten schon mit ein bisschen Camping Umbau.
Ich wollte aber auch kein fast runtergenudeltes Möhrchen haben, an dem ich alle Nase lang irgendetwas reparieren lassen müsste. Das kannte ich nämlich zur genüge von meinem bis dahin gefahrenen Vento.
Mein Limit lag bei 25.000 Euro. Klar also, dass es ein Gebrauchter sein musste. Und wenig Ausstattung.
Aber das kam mir gerade recht, ich brauch das ganze Zeug nicht – und so habe ich mir mal einen angesehen (schneeweiß, nicht mein Fall, aber zum Angucken hats gereicht), während ich parallel dazu im von Mani erwähnten anderen Forum viel mitgelesen hatte. Von daher konnte ich ja schonmal einschätzen, ab welchem Bau- bzw. Modelljahr ich mit etwas mehr Zuverlässigkeit rechnen konnte.
Kurz drauf (Januar/Februar 2017) meinen 2013er (MJ '14, schwarz, Automatik, 180PS, 91.000km, Gummiboden) bei einem VW Händler probegefahren. Spätestens da wars um mich geschehen. Im März habe ich ihn dann abgeholt.
Mit der Zeit sind Sportsbar und Deckel einem Hardtop gewichen, das Dachzelt aber war das erste, was ich mir zusätzlich besorgt hatte.
Inzwischen hat er die 280.000km geschafft und ich beabsichtige, ihn noch lange weiter zu fahren.
Das einzige größere Ding was mal war, wofür VW selbst etwas kann, war der AGR-Kühler.
Ansonsten ist mir vor kurzem das zweite Reh innert 6 Monaten reingehüpft (weshalb ich nun doch wieder an der Offroad Stoßstange von Rival überlege....), einmal hat sich der Marder in einen Druckschlauch vom Turbo verbissen und vor ca. 1,5 Jahren ist mir ein Lkw-Gliederzug von der Seite ins Heck gefahren. War knapp am wirtschaftlichen Totalschaden vorbei, aber ich habs richten lassen.
Zum einen, weil Alternativen auf dem Markt für meinen Geschmack viel zu viel Gedöns eingebaut hatten und daher nochmal eine ganze Ecke teurer waren. Auf Kredit kaufe ich nix.
Zum anderen ist mir genau dieses Auto einfach auch ein bisschen ans Herz gewachsen: Auch wenn er nicht so krass umgebaut ist, werde ich trotzdem bei jeder sich bietenden Gelegenheit darauf angesprochen.
Jeder Amarok ist anders, selbst wenn man natürlich schon das ein oder andere gehört oder gesehen hat, hat jeder ein Unikat vor der Haustür stehen. Wirklich jeder hat etwas ganz eigenes daraus gemacht und zeigt, mit etwas Stolz, gerne her, wie er sein Problem beim Umbau gelöst hat.
Dadurch entsteht ein wahnsinniger Wissensschatz und was noch nicht im Forum steht, das kann man immer noch erfragen und irgendjemand weiß garantiert eine Antwort darauf.