Tschooost: dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen.
AndiG: Gut dass du auf die Hinweise auf der von dir verlinkten Seite verwiesen hast.
Mit denen gehe ich teilweise gar nicht konform.
Ich habe da mal meine Anmerkungen eingefügt.
Sicherheits- und Anwendungshinweise
[hr]
- Das verwendete kinetische Seil, der verwendete kinetische Gurt muss zum Fahrzeuggewicht passen. Unterdimensionierte Seile/Gurte können reißen,
Bis hierher ok.
überdimensionierte Seile/Gurte können zu große Kräfte aufbauen.
Und dann? Dann wird schlimmstenfalls das kinetische zu einem statischen Bergeseil - ABER IMMER NOCH LANGSAM und NICHT schlagartig.
Die gestrichene Zeile ist Unfug.
Nur mit kinetischen Seilen/Gurten bergen, wenn das Gewicht des ziehenden und zu ziehenden Fahrzeugs ähnlich sind. Bei großen Gewichtsunterschieden andere Bergemethoden wählen!
Das ist grober Unfug.
Korrekt wäre - das kinetische Bergeseil muss dem Gewicht des schwersten Fahrzeugs angepasst sein.
- Nur mit kinetischem Seil/Gurt bergen, wenn beide Fahrzeuge Verankerungspunkte haben, die mit dem Fahrgestell verbunden sind und vom Hersteller zur Offroad-Bergung zugelassen sind. Abschleppösen (fest installiert oder einschraubbar)
und Anhängerkupplungensind NICHT zur Offroad-Bergung - egal ob mit kinetischem oder starrem Material - geeignet!
Ausdrücklich und ausschliesslich auf Offroad-Einsatz bezogen.
- Kinetische Seile und Gurte nur mit Softschäkeln mit ausreichender Bruchlast (höher als die des kinetischen Seils oder Gurts) befestigen. Wenn kein geeigneter Ankerpunkt für Softschäkel an den Fahrzeugen ist, andere Bergemethode wählen!
- Niemals beschädigte kinetische Seile oder Gurte verwenden. Sichtprüfung vor jeder Anwendung! (Gilt grundsätzlich für alle Bergematerialien!)
- Kinetische Seile oder Gurte niemals doppelt nehmen oder festknoten!
- Kinetische Seile oder Gurte niemals als Windenseilverlängerung verwenden!
- Wenn mehrere Ankerpunkte am Fahrzeug vorhanden sind, immer die Beifahrerseite wählen und grundsätzlich den Beifahrer aussteigen lassen - gilt für ziehendes und gezogenes Fahrzeug.
- Bei der Bergung nicht weiter als 35% der Seillänge bzw. 25% der Gurtlänge fahren - vorher Markierung setzen.
- Vor Beginn der Bergung unterschiedliche eindeutige Signale (z. B. Hupen) für Start und Abbruch der Bergung festlegen.
Was mir hier aber als WICHTIGER Hinweis FEHLT ist, dass ein Bergeseil niemals NUR das reine Gesamtgewicht des Fahrzeugs aushalten muss, sondern zumindest das DREIFACHE Gesamtgewicht.
DENN - wenn ein Fahrzeug irgendwo feststeckt (Schlamm, Graben, Schnee usw) und geborgen werden muss, bauen sich ganz schnell Widerstände auf, die das Mehrfache des Fahrzeuggewichts betragen können.
Und das muss - ganz besonders ein kinetisches - Bergeseil aushalten können.
Ein richtig gewähltes und angewendetes kinetisches Bergeseil verzeiht und bügelt sogar Fehler aus, die ein Unerfahrener oder Laie gerne mal macht.
Nachtrag: anscheinend werden die html-Farbformatierungen nicht übernommen. Schade.