Fast scheint es mir, als ob keiner mehr mit seinem Amarok verreist, wenn der letzte Reisebericht von 2019 ist.
Deshalb möchte ich euch heute wieder einmal an unserer Urlaubsreise im Februar 23 teilhaben lassen.
Ziemlich kurz entschlossen haben wir mit zwei befreundeten Paaren für Anfang Februar die Fähre von Genua nach La Goulette (Tunis) gebucht. Im Jahr zwar ziemlich zeitig und von den (Nacht) Temperaturen nicht wirklich sommerlich, aber dem Winter in Deutschland sind wir erst einmal entkommen.
Die erste Überraschung erlebten wir bei der Übermittlung der Fährtickets, wir fahren mit der TANIT, dem Flaggschiff der CTN-Reederei.
Leider war die Fähre zu nicht einmal 50% gefüllt und deshalb hat der Kapitän sicher so wenig "Gas" gegeben, so dass die Überfahrt diesmal 26 Stunden dauerte. In den vergangenen Jahren sind wir immer nur 22 Stunden gefahren. Vermutlich machen die gestiegenen Kosten auch vor einer Fährgesellschaft nicht halt und wer weis, wie viel Schweröl sich somit sparen lassen. Und wenn die Fähre dazu nicht einmal ausgebucht ist, war die Überfahrt sicher kein wirklicher Gewinn.
Uns hat das nicht gestört, wir hatte ja Zeit und außerdem wollten wir nach der Ankunft eh nicht mehr weit fahren.
Das Procedere der Einreise ging, wie schon in den letzten Jahren, super schnell.
Wir haben im Anschluss in Tunis noch ein leckeres 3-Gänge Menü genossen und unseren Schlafplatz für die Nacht angefahren.
Anders als im Herbst, wenn wir mit der Rallye El Chott unterwegs sind, haben wir auf dieser Reise meist frei gestanden. Dazu wurde im Vorfeld noch eine Wassertank mit ca. 80 Litern Frischwasser eingebaut.
Ich will gerne zugeben, dass mich das Loch in der Ladefläche doch ein wenig Überwindung gekostet hat. Das Ergebnis war es aber allemal wert.
Zwei Wochen kalt duschen bei morgendlichen 2-5 Grad, das war schon cool.
Vom Stadtrand von Tunis ging es am nächsten Tag nach Douggha, einer alten römischen Stadt. Die Stadt ist sehr gut erhalten und wirklich sehenswert. Hier könnte man eigentlich einen ganzen Tag verbringen. Da wir aber 2018 schon einmal dort waren, haben wir es bei einem kurzen Besuch belassen. Schließlich ruft der Sand nach uns und bis dahin sind es noch ein paar Kilometer und Tage.