LiFePO4-Batterien für Amarok geeignet?

  • Ich würde gerne eine Lithium Batterie verwenden. Die Standheizung z.B. saugt eine Menge Strom was schnell zu einer schwachen Batterie im Winter führt. Ich traue mich nicht das Fahrzeug vor zu wärmen.


    Ist das bei der Verwendung einer Lithium Batterie dann besser?


    Lädt die Lichtmaschine auch gut, wenn die Batterie nicht beheizt wird? Wir haben auch Mal -20°C im Winter.


    Nicht das ich da keine Verbesserung habe bzw. Es Probleme gibt.


    Gruß André

  • Wieviel Ah hat so eine Batterie?

    Wenn die nicht mehr hat, bringt das nichts.

    Meine Standheizung läuft jeden Tag mindestens 15 Minuten bei 15km Strecke und 80 Ah Agm Batterie.

    Funktioniert.

    "Die Stärke des Wolfes ist das Rudel, die Stärke des Rudels ist der Wolf!"

  • Ich habe auch keine Probleme, egal ob ich morgens oder nachmittags mit dem Golf oder Amarok fahre. Die Standheizung läuft 30 Minuten, dann sind es 23 km zur Arbeit oder zurück.


    Es würde keinen Unterschied machen, wenn du einen LiFePO4-Akku hättest. Der von der Standheizung verbrauchte Strom muss während der Fahrt wieder in die Batterie zurückgeführt werden, sonst ist jeder Akku irgendwann leer.

  • Wieviel Ah hat so eine Batterie?

    Wenn die nicht mehr hat, bringt das nichts.

    Meine Standheizung läuft jeden Tag mindestens 15 Minuten bei 15km Strecke und 80 Ah Agm Batterie.

    Funktioniert.

    Würde 100Ah einbauen, aber wenn das nichts bringt, dann bleibt es eine ganz normale Batterie.

    Bei uns über dem Polarkreis ist das Abblendlicht fast immer an. Selten das Tragfahrlicht. Die eingebauten LEDs haben aber weniger Leistung als die H7 original Halogen Birnen.

    Das Radio verbraucht garantiert auch noch was an Energie.

  • Moin André,

    "übern Polarkreis" klingt spannend. Ich habe im nächsten Winter vor soweit nach oben zufahren. Und bin schon am Überlegen/planen wie man sich am besten darauf vorbereitet. Und da kam mit neben mehr Frostschutz im Kühlwasser als in Deutschland? Eben auch die Idee die orginale Batterie gegen eine größere und AGM zu tauschen.


    Dazu könnte man vielleicht sogar nen extra Thread aufmachen...


    Grüße aus Norddeutschland,

    Johannes

  • Der Winter ist meistens nicht so schön. Der November hat oft Regen. Dezember bis Februar wenig Licht. März April ist da schon besser, vor allem wenn die Sonne scheint und noch Schnee liegt.

    Ich fahre sehr gerne auf Schnee, guter GRIP und sehr leise. Allerdings sind hier im Winter Spikes sehr wichtig. Es wird kein Salz gestreut und daher ohne Spikes sehr gefährlich. Auf den Pässen kann noch im Mai Schnee liegen.

  • Wir waren mal Ende April bis Ende Mai in Norwegen bis zum Nordkap unterwegs. Es war einfach nur geil. Wenn da nicht so viele Erinnerungen an meinen verstorbenen Hund wären, würde ich es sofort wieder tun.


    So ein entspanntes Fahren, gerade in der nördlichen Region, auch durch Finnland. Stundenlang gefahren und es kam kein Auto.

  • Post by BSA ().

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  • Hi André, also meines Wissens benötigen LiFePO4 ein BMS um dauerhaft und zuverlässig relativ sicher zu sein. Unser Speicher zuhause beendet bzw würde ab, nagel mich nicht fest aber ich glaube 0°C Zelltemperatur die Ent-/Ladung unterbinden, also das BMS sperrt bei frostigen Temperaturen der Zellen um selbige zu schützen. Ich schließe daraus mal, dass LiFePO4 Zellen für Winter draußen nur bedingt geeignet sein könnten, du schriebst ja auch schon was von Heizung, weil man wiederum Energie aufbringen muss um mind. die Zellen einige Grad über Frost zu halten.


    Welche Batterien nutzt man denn bei euch da oben in PKWs, LKWs oder anderen Arbeitsmaschinen, die draußen freistehen? Ich würde mich an diese Typen halten bzw nach aktuellem Kenntnisstand würde ich auch ne AGM nehmen, evtl. je nach Nutzung ab und zu an ein externes Ladegerät anschließen, sofern nötig, StopStart Disziplin einhalten usw. aber das kannst du natürlich besser abschätzen als ich. Zwingt man euch da oben eigentlich auch diesen unsäglichen Wahnsinn auf, dass der Motor ständig meint ausgehen zu müssen ?

    Halt uns mal auf dem Laufenden und hab allzeit eine gute Fahrt da oben! :thumbup::)


    edit: eben noch eingefallen, es gibt auch eine MaxTemp im BMS, ich glaube die liegt so bei pi mal Daumen irgendwas um die 45°C Zelltemperatur, ab da wiürde zur Sicherheit das BMS auch zumachen…kann die genauen Temps gerne auslesen und hier zur Verfügung stellen, wenn es nützlich sein sollte…

    BMS = Batterie Management System

  • Grüß Dich André,


    die Frage hatte ich mir vor meiner geplanten Tour auch gestellt.

    Unsere normalen AGM Batterien sind nach wie vor am besten geeignet und die Lifepo4 Batterien (noch) nicht für die Verwendung in Autos geeignet. Genau aus den Gründen, die BSA beschrieben hat.

    Für Solar sind Lifepo toll, jedenfalls solange die Temperaturen nicht in den Minusbereich fallen. Alle anderen Anwendungsszenarien sind nicht für diese Batterien geeignet.

  • Hi,
    genau das Thema habe ich gerade auch mit einem Kollegen besprochen.

    Grundsätzlich gehe ich davon aus, dass du (auch alle anderen) hier eine "fertige" LiFePo mit BMS meinen. Das hat aber dennoch m.E. die folgenden Nachteile:

    1. eine LiFePo hat sehr hohe Ladeströme, die eine LiMa die nicht dafür ausgelegt ist nicht so gerne liefert. Insb bei Teillast,wenn der angeflansche Lüfter nicht so viel Kühlung bringt.

    2. Das BMS ist so gedacht, wass es primärr die Batterie schützt. D.H. je nach Zustand der Batterie kann es dazu führen, dass eifrig Ampere hinein fließen und das BMS "Plötzlich" die Batterie abkoppelt. (z.B. wenn es zu kalt wird)

    3. Wannimmer das BMS die Batterie abkoppelt wird deine Boldelektrik nur noch von der Lima (ggf euro 6?) "gespeist". Sie kann also Spromlos sein, Übersannung /Unterspannung haben etc. Die Batterie die die Spannung (vereinfacht gesagt) glättet fehlt ja dann. Also sich zerschossene Steuergeräte / Fehlerhafte Systemzustäde mitten wären der Fahrt möglich.

    4. Die LiFePo haben eine höhere Endspannung als normale Batterien. Du wirst mit einem Ladegerät für eine normale Batt einen LiFePo kaum voll bekommen. Zumal die Kennlinine "Spannung zu Ladezustand" bei der LifePo im Nutzbereich extrem flach verläuft.


    Das als Antwort zu deiner Frage (und ja ich befasse mich viel damit.. habe im Camper, Boot und als Zusatzbatt im Amarok auf LiFePo umgerüstet).


    Mein Vorschlag an dich wäre: Eine Zusatzbatterie mit einem Ladebooster der auch Reverse laden kann (also von der Verbraucherbatterie die Starterbatt laden kann) ODER: einen eigenen Ladebooster dafür. Dann musst du natürlich den anderen Booster abschalten. Einen zweiten Booster (zum "Zurückladen in die Starterbatt" solltest du billig bekommen, weil es zig Geräte gibt die kein LiFePo können und die jetzt gebraucht zu haben sind).

    Nordkapp waren wir Anfnag Mai 25. noch mit Schnee und Blitzeis in Rovaneimi. Dafür mit Vappu in Helsinki und Nationalfeiertag in Oslo. Nächstes mal wollen wir Anfang März hoch

  • Hallo zusammen,
    ich selbst habe keine Erfahrung mit einer LiFePo als Starterbatterie.

    Ich denke aber, dass sie gegenüber einer "normalen" Batterie (Blei/Säure, AGM) durchaus im Vorteil sein sollte, wenn sie entsprechend ausgelegt ist. Spezielle LiFePo Starterbatterien sind für tiefere Temperaturen ausgelegt als z.B. LiFePo-Versorgungsbatterien, es ist mehr ihrer Kapazität nutzbar als bei anderen nicht-Li-Batterietypen und sie verfügen über ein BMS, das speziell auf die Bedürfnisse als Starterbatterie eingerichtet ist. Eine LiFePo die als Versorgungsbatterie in z.B. Wohnmobilen ausgelegt ist, wird als Starterbatterie aber kläglich versagen.

    Ich würde noch gerne auf die von evante erwähnten Punkte eingehen:

    1. eine LiFePo hat sehr hohe Ladeströme, die eine LiMa die nicht dafür ausgelegt ist nicht so gerne liefert. Insb bei Teillast,wenn der angeflansche Lüfter nicht so viel Kühlung bringt.

    LiFePo sollten mit maximal 1C oder wegen längerer Haltbarkeit besser mit 0,5C geladen werden. Bei einer 100Ah Batterie die mit 0,5C geladen wird, bedeutet das einen Ladestrom von 50A. Moderne Lichtmaschinen liefern Ströme jenseits der 100A. Da einer gesunden Starterbatterie bei einer nur sehr kurz dauernden Belastung nicht besonders viel ihrer Energie entnommen wird, dürfte das Nachladen über die Lichtmaschine auch mit der zusätzliche Last der Nebenverbraucher kein Problem sein.


    2. Das BMS ist so gedacht, wass es primärr die Batterie schützt. D.H. je nach Zustand der Batterie kann es dazu führen, dass eifrig Ampere hinein fließen und das BMS "Plötzlich" die Batterie abkoppelt. (z.B. wenn es zu kalt wird)

    Das BMS ist der wichtigste Teil einer Lithium-Batterie. Bei einer als Starterbatterie ausgelegten LiFePo übernimmt es die Balancierung der einzelnen Zellen, schützt vor Überspannung und Tiefentladung, kümmert sich um den Ladestrom und die Ladespannung. Abschalten wird es bei einer Überlast der Batterie, bei zu hohen Batterietemperaturen und viel zu hohen Eingangsspannungen, die bei einer funktionierenden Bordelektrik nicht auftreten dürften. Bei kalten Temperaturen sollte das BMS auch den Ladestrom in die Batterie begrenzen.
    Den Punkt dass viele Ampere in die Batterie fließen und das BMS die Batterie abkoppelt kann ich nicht nachvollziehen. Wie genau meinst du das?


    3. Wannimmer das BMS die Batterie abkoppelt wird deine Boldelektrik nur noch von der Lima (ggf euro 6?) "gespeist". Sie kann also Spromlos sein, Übersannung /Unterspannung haben etc. Die Batterie die die Spannung (vereinfacht gesagt) glättet fehlt ja dann. Also sich zerschossene Steuergeräte / Fehlerhafte Systemzustäde mitten wären der Fahrt möglich.

    Die Ausgangsspannung der Lichtmaschine schwankt in der Gegend von 13,4V bis 14,8V. Diese Spannung wird von der Starterbatterie nicht geglättet. Sie benötigt diese höheren Spannungen ja auch um überhaupt geladen zu werden. Schaltet eine Euro 6 Lichtmaschine zurück oder sogar ab, wird das Bordnetz nur noch von der Batterie versorgt und man pendelt sich bei der Batteriespannung um die 12V ein. Die Steuergeräte sind für die Spannungsschwankungen ausgelegt. Ich wüsste nicht, warum das BMS die Batterie einfach auskoppeln sollte, außer beim Auftreten eines Fehlerzustandes wie ich sie oben erwähnt habe. Auch nicht Li-Batterien können Defekte aufweisen, die ihre Spannung zusammenbrechen lässt.


    4. Die LiFePo haben eine höhere Endspannung als normale Batterien. Du wirst mit einem Ladegerät für eine normale Batt einen LiFePo kaum voll bekommen. Zumal die Kennlinine "Spannung zu Ladezustand" bei der LifePo im Nutzbereich extrem flach verläuft.

    LiFePo haben eine Ladespannung von 14,4V, AGM bis zu 14,8V.
    Die Kennlinie Spannung zu Ladezustand ist von Bedeutung wenn man anhand der Spannung den Ladezustand beurteilen will, was bei LiFePo tatsächlich schwierig ist. Um das Vollladen sollte sich ein gutes BMS kümmern, das anhand der Spannung und des aufgenommenen Stroms regelt.




    Wie gesagt, ich denke, dass eine gute LiFePo Starterbatterie durchaus ihre Vorteile hat. Ob diese Vorteile den höheren Preis Wert sind muss man selbst entscheiden.
    Zum angesprochenen Fall mit der Standheizung stellt sich dann auch die Frage, ob man nach Gebrauch der Heizung und dem Motorstart lange genug fährt um die Batterie wieder auf den vorherigen Zustand aufzuladen. Ansonsten ist sie einfach nur ein paar Tage später leer oder schwach als eine gewöhnliche Starterbatterie.

  • Genau das meinte ich auch schon: Es bringt nichts, egal ob Zusatzbatterie oder eine größere. Wenn nicht das geladen wird, was du rausnimmst, ist es irgendwann leer. Wie bei der Geldbörse: Wenn du immer mehr herausnimmst, als hineintust, ist irgendwann Schluss! Eine gute AGM kommt mit den Temperaturen ohne Probleme zurecht. Voraussetzung ist aber immer das Gleichgewicht.

  • Also die Toyota Hybride die ich bisher fahren durfte haben alle zwei (na eigentlich ja sogar drei 😅) Batterien.

    1x die hotte LiFePo4 Bank unterm Popo (ev)

    1x eine 6V(Prius)/12V(Corolla Sports) Batterie im Motorraum (Lt Toyota nicht zum Unerbrucken zulässig, keine Ahnung warum…ist aber direkt am 400V DC System, evtl Unfallgefahr oder keine Ahnung was…), sowie

    1x eine 12V AGM im Kofferraum (was man so kennt, Starterbatterie/Fremdstartansatzpunkt)


    Aber ich kenn mich in der Materie auch nicht aus. LiFePO4 haben wir zuhause. Der Anleitung nach zu urteilen, und auch allem gelesenen nach, scheint die Zellchemie aber recht sensibel auf Temperatur und hohe Ladeströme zu reagieren. Mehr weiss ich nicht.

    Mir jedenfalls passen diese AGMs, sofern ich das permanente Ausschalten des Motors unterbinde. Aber gut, wir haben hier natürlich Max auch nur Temperaturen um die Mal vielleicht -5 bis ansonsten dauerhaft eigentlich +/-0° - taut hier ja schon wieder alles :whistling:


    Aber ist ja ein interessantes Thema, halt uns auf dem Laufenden wie du dein Stromproblem letztlich gelöst hast, bleibe auf jeden Fall dran. Was sagen denn die Werkstätten in deiner Gegend? Vielleicht wissen die ja wie man sowas am gescheitesten umsetzen kann.


    Grüße in den Norden

    BSA

  • Wir waren mal Ende April bis Ende Mai in Norwegen bis zum Nordkap unterwegs. Es war einfach nur geil. Wenn da nicht so viele Erinnerungen an meinen verstorbenen Hund wären, würde ich es sofort wieder tun.


    So ein entspanntes Fahren, gerade in der nördlichen Region, auch durch Finnland. Stundenlang gefahren und es kam kein Auto.

    Du musst mal Abends von Fauske über Junkerdal dann Schweden Richtung Süden fahren. Manchmal drei Stunden niemand zu sehen und der Sonnenuntergang bei schönen Wetter ist auch traumnhaft, der Schnee leuchtet zwei Stunden lang rosa orange. Noch einsamer ist der Weg von Fauske über den Saltfjelt (sehr extreme Schneeverwehungen möglich inklusive der dabei entstehenden optischen Täuschungen) danach nach Schweden über die Grenze, dort ist absolut Nichts. Ich habe immer Angst nachts bei -25°C dort einen Unfall zu haben und Niemand fährt stundenlang vorbei. Die Leute die in solchen Gegenden wohnen haben immer entsprechende Kleidung mit, falls ein Notfall eintritt!

    Und Achtung immer beide Hände am Lenkrad, wenn du nur ganz kurz den Schneerand seitlich der Straße berührst, wird es dir sofort das Lenkrad aus der Hand reißen und du wirst im Graben landen. Alleine ist da kein Rauskommen und dir muss mit schweren Gerät geholfen werden. Nicht einmal mit einem Amarok ziehst du da ein Auto raus, welches komplett im Schnee hängt im Graben.