Amarok im Schnee brauchbar??


  • Gestern nach Berlin gefahren, 150km Landstraße, 250km Autobahn. Außentemperatur -6 Grad, leichter Schneefall. Die komplette Strecke schneebedeckt, teilweise seitliche Schneewehen, aber auch mal als Bodenwelle.


    Der Nokian hat sie sehr souverän gemeistert. Selbst bei Tempo 90 war nen Spurwechsel von der rechten Fahrspur über die ungeräumte Spur auf die linke Spur problemlos möglich. Da sind andere ziemlich geschlittert.


    Ich hätte auch locker schneller fahren können, aber auf der Warschauer-Allee (so wird die A2 genannt) war Aufgrund der Strassenverhältnisse durchgängig Tempo 60!


    Bremsen und beschleunigen war auch problemlos möglich. Fährt wie auf Schienen, ohne auszubrechen.


    Ich fahre im Winter ohne zusätzliches Gewicht auf der Ladefläche!


    Unabhängig der tollen Reifen habe ich aber folgendes festgestellt:


    Zu Beginn der Fahrt ist mir dreimal das Heck jeweils im Kreisverkehr ausgebrochen. Auch beim starken Beschleunigen drehten die Räder durch. Keine ESP-Leuchte, keinen Fehler angezeigt. Ich habe den Permanentallrad.


    Nach ca. 20km der nächste Kreisverkehr, extra beschleunigt, sofort gelbe Blinkleuchte und das Heck wurde beim Ausbruchversuch eingefangen, beim Beschleunigungstest auch gleich ESP-blinken! So kannte ich es...


    Blöde Frage: Kann da irgendwas einfrieren (ABS-Sensoren)? Vor Fahrtbeginn war das Auto ziemlich eingeschneit!


    LG
    Uwe

  • Zitat

    Blöde Frage: Kann da irgendwas einfrieren (ABS-Sensoren)? Vor Fahrtbeginn war das Auto ziemlich eingeschneit!



    nein, wenn auch nur ein Sensor mit Schnee zugepappt wäre, würde die Warnlampe kommen, weil sich für die Elektronik dann das Rad nicht dreht


    aber ich kann mir das Verhalten trotzdem erklären



    dein Öl im Mitteldifferenzial war am Anfang einfach noch zu kalt, dadurch war der Durchtrieb zwischen vorn und hinten ziemlich starr


    wenn dir beim Beschleunigen dann alle 4 Räder gleichzeitig durchgehen, erkennt das ESP ja keinen Drehzahlunterschied, sondern nur 4 gleich schnell drehende Räder



    Als das Öl dann warm genug war und sich die Antriebskraft anders verteilt hat, hat irgend ein Rad mehr als die andern durchgedreht oder du hattest zufällig mehr Grip, auf jeden Fall gabs nen Drehzahlunterschied und den merkt das ESP und regelt



    ich denke dieser Effekt lässt sich auf glatter Straße mit kalten Öl jederzeit wiederholen, probiers mal



    Gruß Mani


  • Hallo Mani!


    Das könnte es gewesen sein.


    Das Auto stand draußen. Einen Tag unbenutzt, die Nacht waren es -8 Grad oder noch kälter, dazu Schneewehen und eisiger Wind!


    Wenn ich Freitag in Berlin losfahre, werde es mal antesten. Es soll die Woche sehr kalt werden, dann ist das Öl auch kalt.


    Danke für den Tip!


    LG


    Uwe

  • Passen zum Thema hier mal ein Video von gestern aus Osnabrück.
    Habe mit meinem dicken einen vollbeladenen Aldi-40-Tonner um die Kurve auf den Parkplatz gezogen, weil der sich festgefahren hatte.



    Mal gucken wann VW die Anhängelast von 3,5 auf 35 Tonnen anhebt :D


    Die Siegeszutaten waren, für alle, die es interessiert:
    - 2.0L BiTDI
    - 8-Gang-Automatik
    - Differentialsperre hinten
    - Billstein Fahrwerk
    - Eibach Höherlegung
    - BFG KO 265/70/17
    - 2" USA-Anhängebock
    - 2" Hitch-Reciever mit 25mm Schäkel
    - kinetisches Abschleppseil 25mm x 8m

  • Moin!


    Super gemacht!


    Sieht imposant aus, auch wenn es max. nen 36 oder 38tonner war.


    Wo hast Du ihn angeschlagen bei Dir? Anhängerkupplung oder woanders?


    Mir hat mal nen Kumpel (Profischrauber) erklärt, man darf den „Schwarzarbeiterhaken“ nur zweckgemäss für Anhänger nutzen.


    Bei solchen Aktionen könnte er verziehen. Ist an der These was dran?


    Ich persönlich finde die AHK robust genug, würde für ähnliche Aktionen (z.Bsp. LKW von Penny) aber eher nur die angeschraubte Abschleppöse nehmen!


    LG


    Uwe

  • Also ich nehme auch immer die AHK.
    Hab ja in meiner Zutaten-Liste aufgeführt, dass ich auf die amerikanische 2"-Aufnahme statt Kugelkopf aufgerüstet habe
    und dadurch kann man dann bei solchen Aktionen auch ein geschlossenes System machen mit Schäkeln, etc. ohne dass irgendwas "raus- oder abrutschen" kann.
    Bin bisher echt mega zufrieden mit dem Anhängebock und werde nie wieder nen normalen Kugelkopf nehmen.


    Die Abschleppöse hält nur einen Bruchteil von dem aus, was die AHK aushält, egal ob Kugelkopf oder 2"-Aufnahme.
    Habe in den letzten 2 Tagen diverse Autos, Bullis, etc. gesehen, bei denen jemand zu doll gezogen hat und die Abschleppöse ist vor dem Gewinde abgerissen,
    sprich das Gewinde steckt bündig im Auto drin und die Öse hat man dann in der Heckscheibe.
    Das Auto kann man dann danach nie wieder abschleppen.
    In so einem Fall kann man besser mit einem Soft-Schäkel um die Achse, Querträger, o.Ä. gehen.


    Die Abschleppöse bei LKW hält sowas aus. die hat auch meistens ein M18/M20-Gewinde und kann solche Späße problemlose ab.


    Insgesamt waren's jetzt seit Samstag nur mit meinem Auto alleine 34 Pkw, 4 Pol-Autos, 3 RTW und 3 LKW.
    Musste gestern aber auch erstmal 300ml Öl nachkippen, weil Ölstand bei der Hälfte also Warnleuchte an.
    Gestern gab's noch einen mit Anhänger, da musste ich dann sogar mal die Differentialsperre benutzen,
    da kam der Wolf schon fast ins Schwitzen.

  • Also ich würde einen 40 Tonner garnicht versuchen zu ziehen. Schon garnicht mit der Spielzeugabschleppöse.
    Für solche Aktionen ist mir mein Auto zu schade.
    Ich kann mir nicht vorstellen das dies gesund ist für die Automatik usw....
    Gruß Heiko

    "Die Stärke des Wolfes ist das Rudel, die Stärke des Rudels ist der Wolf!"

  • Also meiner hat mittlerweile 250.000km auf der Uhr, ich habe das Automatik-öl noch nie gewechselt und meiner hatte keine Probleme.
    Keine Hüpfen an der Hinterachse und nur ein bisschen durchdrehende Reifen.
    Ich bin der Meinung dass die Autos immer wesentlich mehr abkönnen als man eigentlich denkt,
    von daher war das für mich echt ein positiver und spaßiger Test.


    Wenn man sich nicht einfach mit durchdrehenden Reifen auf der Stelle eingräbt sondern das ganze schubweise und mit Gefühl macht kann ich mir kaum vorstellen,
    dass die Automatik da irgendein Problem mit hat, zumal das kinetische Abschleppseil auch viel von der Arbeit übernimmt.
    Mit einem normalen Abschleppseil hätte ich das auch im Leben nicht gemacht aber mit dem richtigen Werkzeug ist das alles denke ich vernünftig vertretbar auch mal das 15-fache des eigenen Gewichts zu ziehen.

  • Ich war letzte Woche in einer Getriebe Klinik mit dem Golf vom Sohn. Ich kam mit dem Chef ins Gespräch. Er meinte wenn es ZF nicht gäbe, hätte er sehr wenig zu tun....
    Die Regale lagen voll mit ZF Getrieben.
    Klar hat ein Getriebe Reserven, mir ist es zu kostspielig.
    Eine Reparatur der Automatik kann schnell ein wirtschaftlicher Totalschaden werden, gerade bei unseren älteren.


    Kann natürlich jeder machen wie er möchte ;-)


    Gruß Heiko

    "Die Stärke des Wolfes ist das Rudel, die Stärke des Rudels ist der Wolf!"

  • Ja ich bin da auch denke ich rustikaler unterwegs als die meisten.
    Für mich ist ein Pickup immer noch ein reines Nutzfahrzeug egal ob DoubleCab und Ledersitze oder SingleCab und Klappstühle :))
    Und wenn das Auto dann den Geist aufgibt dann guckt man sich halt nach nem neuen alten um.
    Würde ich solche "Autos" neu kaufen würde ich damit sicher auch behutsamer umgehen aber genau deshalb tue ich das nicht. :D

  • Zitat

    Ich war letzte Woche in einer Getriebe Klinik mit dem Golf vom Sohn. Ich kam mit dem Chef ins Gespräch. Er meinte wenn es ZF nicht gäbe, hätte er sehr wenig zu tun...


    und was soll dann besser sein? hat er das auch gesagt?


    ich halte die Aussage für Unsinn, BMW Audi VW Chrysler und was weiß ich noch wer alles, alle fahren mit ZF


    wenn 100x soviele ZF laufen als zb Getrag, dann sind vermutlich auch 100x mehr defekt


    Millionen von LKW fahren mit ZF, ich denke die wissen was sie da bauen bei ZF


  • Also ich nehme auch immer die AHK.


    Besser ist das.



    In so einem Fall kann man besser mit einem Soft-Schäkel um die Achse, Querträger, o.Ä. gehen.


    Und dann die Schäden am anderen Fahrzeug zahlen?
    Nein danke.



    Die Abschleppöse bei LKW hält sowas aus. die hat auch meistens ein M18/M20-Gewinde und kann solche Späße problemlose ab.


    Korrekt.


  • Da waren natürlich nicht nur ZF aus VW's gemeint, er kann ja nur davon berichten was zu ihm in die Werkstatt kommt. Wesentlich schlimmer sind wohl die Aysin Getriebe.
    Er hat auch nicht gesagt das ZF schlecht ist, nur halt nicht unkaputtbar. Aber such reparabel...

    "Die Stärke des Wolfes ist das Rudel, die Stärke des Rudels ist der Wolf!"


  • Und dann die Schäden am anderen Fahrzeug zahlen?
    Nein danke.


    Also der Soft-Schäkel ist eigentlich genau dafür da, dass keine Schäden am anderen Auto passieren.
    Man muss natürlich vom Auto abhängig machen wo man den festmacht aber grundsätzlich ist das in der Kombi 1000x besser als ne Abschleppöse weil die Ösen echt nix aushalten.
    Die Abschleppösen sind grundsätzlich nur dazu konzipiert und ausgelegt, um andere Autos abzuschleppen und nicht freizuziehen und das sollte man dann auch so machen.

  • Also der Soft-Schäkel ist eigentlich genau dafür da, dass keine Schäden am anderen Auto passieren.


    Das ist falsch und darüber hinaus auch Unsinn.


    Die Softschäkel kamen auf, nachdem die Stahlseile auf den Bergewinden an Geländewagen so langsam durch Kunststoffseile ersetzt wurden.
    Sinn und Zweck der Softschäkel war und ist es, die Gefahr durch herumfliegende Metallschäkel beim Seilriss zu vermindern.



    Man muss natürlich vom Auto abhängig machen wo man den festmacht aber grundsätzlich ist das in der Kombi 1000x besser als ne Abschleppöse weil die Ösen echt nix aushalten.
    Die Abschleppösen sind grundsätzlich nur dazu konzipiert und ausgelegt, um andere Autos abzuschleppen und nicht freizuziehen und das sollte man dann auch so machen.


    Da kann man nur MIT NACHDRUCK davor warnen.


    Der Laie benutzt die Abschleppöse und darf auch nichts anderes benutzen. Und für Schäden, die durch eine unsachgemäße Bergung entstehen, kommt immer der Verursacher und nie der Geborgene auf. Und bei einem von Laien an Fahrwerksteilen befestigten Bergeseil entstehen so gut wie immer Schäden - vor allem und ganz besonders dann, wenn man so anreisst dass es eine Abschleppöse herausreissen kann.

  • als Laie würde ich auch die Finger von kinetischen Bergeseilen lassen......insb. wenn man ein leichteres/schweres Fahrzeug bergen will, als das Eigene....zumindest habe ich das immer so verstanden.
    -> https://www.bergetools.com/sho…che-bergegurte-und-seile/ Hinweise unten auf der Seite


    Softschäkel haben halt den Vorteil, dass wenn was reißt, aus diesen kein "Geschoss" wird, wie aus einem Metallschäkel.
    dazu der Vorteil, dass man sie eigentlich immer geöffnet bekommt....Metallschäkel können sich verziehen und dann bekommt man den "Splint" ggf. nur noch mit Werkzeug wieder geöffnet.


    ich habe folgendes in meiner Kiste auf der Ladefläche:
    - LIROS Offroad Softschäkel 7t WLL, 12 t BL
    - Horntools Bergegurt 6 m, 90 mm, 3 t WLL, 21 t BL

  • Es ist aber nicht so einfach einen Metallschäkel an einem Fahrwerksteil zu befestigen. bzw. wenn man das macht, dann kann es natürlich leichter zu einer Beschädigung kommen.
    Und wenn so ein Softschäkel reißt, dann würde ich den auch nicht abbekommen wollen.


    Der Sinn eines kinetischen Bergeseils ist ja, dass durch das Anrucken bzw. Anfahren des Bergefahrzeugs die Kraft langsam aufgebaut wird und nicht zu hoch wird.
    Das ist vom Prinzip her wie bei einem Kletterseil, wenn man in ein starres Kletterseil ohne Dämpfung fällt, dann reißt das schon bei einem Meter Fallhöhe.
    Durch die Dämpfung eines kinetischen Seils wird die Kraft deutlich geringer, dafür aber auf eine längere Zeit verteilt.


    Das schont beim Bergeseil beide Anschlagpunkte und Fahrzeuge. Bei einem starren Bergeseil sollte man nicht anrucken, sondern eben nur ziehen.
    Besonders wenn man ein schwereres Fahrzeug bergen will, dass eventuell dazu noch ein bisschen feststeckt, dann würde man ja durch reines ziehen evtl. nicht die Kraft aufbringen, die es benötigt das Fahrzeug frei zu bekommen.
    Ich denke man kann in jedem Fall ein kinetisches Seil benutzen, wenn reines "ziehen" mit einem starren Seil nicht ausreicht.
    Und man sollte natürlich wenn ein kinetisches Seil verwendet wird, trotzdem nur soviel Kraft aufwenden wie unbedingt nötig.