Trommelbremse ungleiche Wirkung

  • Hallo Gemeinde,
    folgendes Problem , !!!!!


    Die difference der Bremsleistung Hinterachse ist über 30 %
    zuviel für den TÜV
    Betriebsbremse, als auch Handbremse weisen diese Diff auf.
    gibt es eine möglichkeit das einzustellen, oder wieder neue Bremsbeläge.
    Habe vor rund 2000 km die Bremsen neu gemacht, Trommel, Beläge und Bremsseile.


    Nun kam das bei TÜV heraus, vorne haben die Werte gepasst.


    Nebenbei wurden folgende Mängel noch festgestellt
    Lenkstange vorne rechts Spiel
    Manschette Lenkstange rechts gebrochen
    Rückfahrscheinwerfer ohne Zulassung (von mir nachgerüstet)
    Flüssigkeitsverlust nahe Treibstoffpumpe.


    Die letzten beide Punkte hätten wir vor Ort beheben können


    und noch folgende Info,: BJ 11/2011, 163PS, 300.000km, Handschalter

  • Die Handbremsseile hi dürften i. O. sein, aber eventuell müssen die Nachsteller neu justiert werden. Da achtet eine Laie ohne Erfahrung meistens nicht drauf (UND DESWEGEN LÄSST MAN ALS LAIE DIE BREMSEN VOM FACHMANN MACHEN!) Du schriebst dass du das gemacht hattest.


    Aber wegen Lenkstange und ihrer manschette musst du ja sowieso zum Schrauber ...

  • Die Nachsteller justieren sich ja von selbst, und sie haben rund 2500km Zeit gehabt es zu tun.
    wenn das frisch nach der Montage gewesen währe, könnte es der Fehler sein. So wohl aber nicht.
    Bremsbacken wurden beide auf 295mm bei der Montage eingestellt, so wie vorgegeben.

  • Sollten sie - theoretisch.


    Ob sie das praktisch auch tun kannst du entweder annehmen oder überprüfen.
    Ich weiss aus Erfahrung dass Letzteres so gut wie immer korrektere Ergebnisse bringt - und dass nicht nur VW solche Probleme hat.
    Aber mach wie du meinst.

  • Eine Grundeinstellung muss nach Arbeiten an der Bremse erfolgen, sonst wird das nix. Steht auch so in dem Repleitfaden von VW.
    Ich würde Trommeln runter nehmen, säubern und kontrollieren. Vielleicht ist auch der Bremszylinder etwas undicht...
    Ich hab meine (Backen und Seile) vor 90000km erneuert und eingestellt, bisher alles tutti.


    Gruß Heiko

    "Die Stärke des Wolfes ist das Rudel, die Stärke des Rudels ist der Wolf!"

  • Mein Senf als Mech: Wenn die Seile auch ersetzt wurden (sind ein bekanntes Problem) bleibt da fast nur eine inkorrekte Grundeinstellung. Räder ab, beide Seiten an den Verstellern so fest einstellen, dass sich die Räder nicht mehr drehen lassen, dann 2-3 Zähne zurück. Fertig.


    Ansonsten bliebe noch die geringe Chance auf einen schwergängigen Radbremszylinder.


    Gruss

    2018 Amarok V6 Liberty 4Motion @ Pogea Racing Stage 1+ // 320PS | 663Nm

  • die selbstnachsteller sind ein geraffel, die verbiegen sich ganz leicht und arbeiten dann nicht mehr richtig


    ich hab mal die Handbremse stark angezogen, dann hats Knack gemacht und der Hebel ging bis Anschlag nach oben, weil der Nachsteller nachgegeben hat


    alles zerlegt, neu eingestellt und die Bremse ging besser als ab Werk



    kannst auch mal Handbremse anziehen und zusätzlich auf die Fußbremse fest drauf steigen, wenn glück hast hupft der Nachsteller ein Zahn weiter, merkst dann an der Handbremse, wenn se eher zieht


    wenn Pech hast springt er über wie bei mir, dann mußt halt nochmal aufmachen

  • OK, Danke schon mal,


    also mit meinem Schrauber nochmal dran,
    und den Nachsteller manuell Einstellen, so Oldschool


    Hatte auch schon überlegt, ob man die Bremse hinten auf Scheiben aufrüstet, aber nichts auf die Eile gefunden
    dürfte auch teurer sein.


    Blöd ist halt, dass wir keinen Bremsenprüfstand vor Ort haben, wo man sofort das Ergebniss sehen kann

  • Moin,
    Old school mässig fährst du mit dem Wagen auf einen Sandweg, ziehst bei kleiner Geschwindigkeit die Handbremse und
    kannst an der Länge der Bremsspuren feststellen, ob die Bremse gleichmässig zieht.
    Gruss
    Frank

  • Wenn du die Grundeinstellung so machst wie VW es schreibt brauchst keinen Prüfstand. Hat bei mir perfekt gepasst.
    Voraussetzung ist natürlich das alles gängig und dicht ist...
    Gruß Heiko

    "Die Stärke des Wolfes ist das Rudel, die Stärke des Rudels ist der Wolf!"

  • Zitat

    Blöd ist halt, dass wir keinen Bremsenprüfstand vor Ort haben, wo man sofort das Ergebniss sehen kann


    einfach beiden Seiten hochheben


    – Handbremse lösen.
    – Fußbremse dreimal kräftig treten.
    – Handbremshebel 5 x kräftig anziehen.
    – Handbremse an der Nachstellmutter so einstellen, dass:
    ♦ in der ersten Raste die Bremse schleift
    ♦ in der zweiten Raste sich die Räder noch von Hand drehen
    lassen
    ♦ in der dritten Raste sich die Räder nicht mehr von Hand drehen
    lassen
    – Handbremse lösen und prüfen, ob beide Räder frei durchdrehen.
    Wenn nötig, Nachstellmuttern etwas zurückdrehen

  • Sorry für die verspätete Rückmeldung
    Es scheinen die Automatischen Nachsteller zu sein.
    Rechts, wo die Bremsleistung fehlte von Hand nachgestellt.
    Dazu getestet wann die Linke Bremse, über die Handbremse greift, einmal zurück mit der Handbremse, sodass die Bremse frei dreht.
    Rechte Trommel ab, und den Nachsteller solange gestellt, bis sich die Trommel gerade noch montieren lässt
    Ergebniss, rechts hat die Bremse 8-11% mehr Wirkung wie links. TÜV zufrieden, empfiehlt aber die Nachsteller zu wechseln.
    Folgt bei etwas wärmerer Temperatur.
    spätestens wenn die Fedima Extrem im April runter kommen


  • Freut mich dass du das Problem lokalisieren und ich dazu beitragen konnte.
    Woher der Prüfer allerdings seine Weisheit nimmt erschliesst sich mir nicht.


    Ein korrektes Vorgehen in solch einem Fall ist - Bremse auf (also Trommel runter) und erstmal Situation begutachten. Freigängigkeit prüfen. Säubern. Freigängigkeit prüfen. GGfs. mit Kupfer schmieren. Neu einstellen.
    Wenn alles nicht hilft dann ersetzen. Doof ist nur dass auch damit die Probleme (mit dem autom. Nachstellen) bleiben werden.

  • Mein Senf als Mech: Wenn die Seile auch ersetzt wurden (sind ein bekanntes Problem) bleibt da fast nur eine inkorrekte Grundeinstellung. Räder ab, beide Seiten an den Verstellern so fest einstellen, dass sich die Räder nicht mehr drehen lassen, dann 2-3 Zähne zurück. Fertig.


    Ansonsten bliebe noch die geringe Chance auf einen schwergängigen Radbremszylinder.


    Gruss

    Also die Versteller müssen so zusagen im Blindflug eingestellt werden, weil reinschauen ist ja nicht möglich? Gibt es dafür ein Spezialwerkzeug oder was nimmst Du? Endoskop und kleinen Schraubenzieher?


    Wie soll das mit dem zurück drehen funktionieren, wenn der Versteller dies blockiert?


    Die Trommel nach dem Einstellen abnehmen ist ja auch bei einer gebrauchten Trommel nicht möglich.


    Achso die Nachsteller haben anscheinend keine Wirkung, obwohl alles gereinigt, Gewinde neu gefettet, läuft auch frei, Nachsteller rastet auch sauber ein. Ich kann die Handbremse immer wieder ziehen und die Fußbremse treten, nichts passiert am Spieß am Handbremshebel. Das Bremspedal hat kaum Spiel.


    Bei meinem Anhänger und älteren Autos war das Nachstellrad auch viel größer und hatte zwei Löcher zum verstellen. Ich vermute das man gar nichts verstellen soll und man sich auf die automatische Nachstellung verlassen soll?

  • Moin André,

    bei mir hat es die (freie) Werkstatt gelöst. Die Lösung bei mir war letztlich: neue Handbremsseile.

    Da die nicht mehr so "leicht" liefen wie sie sollten. Da war das auch nix mit automatisch nachstellen usw. ich denke das Gesamtsystem ist etwas fragil ausgelegt, da muss eben alles stimmen dass das richtig funktioniert.


    Grüße, Johannes

  • Also die Versteller müssen so zusagen im Blindflug eingestellt werden, weil reinschauen ist ja nicht möglich? Gibt es dafür ein Spezialwerkzeug oder was nimmst Du? Endoskop und kleinen Schraubenzieher?


    Wie soll das mit dem zurück drehen funktionieren, wenn der Versteller dies blockiert?

    Die Nachsteller werden durch ein Radschraubenloch entriegelt und dann hinten zurück gestellt, man sollte einfach mal nachlesen wie es geht. Ansonsten Fachmann dran lassen

    "Die Stärke des Wolfes ist das Rudel, die Stärke des Rudels ist der Wolf!"

  • Die Nachsteller werden durch ein Radschraubenloch entriegelt und dann hinten zurück gestellt, man sollte einfach mal nachlesen wie es geht. Ansonsten Fachmann dran lassen

    Ja das kleine Langloch mit Gummikappe meinte ich auch. Irgendwie wird man es schaffen das kleine Blech zurück zu drücken und dann ist das kleine Zahnrad ja auch freigängig. Das Zahnrad wird sich aber nicht von alleine zurück drehen. Von hinten in das Loch hinein schauen geht eigentlich gar nicht.


    Welches Werkzeug verwendest du für das Einstellen, wird das kleine Zahnrad dabei mit einem Flachschraubenzieher gedreht?


    Also wird über dieses Langloch das kleine Zahnrad gespannt und entspannt mittels Schraubenzieher? oder habe ich was übersehen. Unten ist nochmals ein solches Langloch mit Gummikappe. Dies ist bestimmt für die andere Radseite gedacht, damit das Bauteil für beide Seiten verwendbar ist?


    Falls ich die Seilzüge erneuere, vom Handbremshebel führt doch eine Stange zum Verteilerblech und von dort aus zwei baugleiche Seilzüge? Angeboten werden im Netz 1594 und 1596mm lange Züge gibt es da einen Unterschied bzw. unrelevant?