Ölstand zu hoch / Ölverdünnung

  • Hallo zusammen
    Ich fahre einen V6 BJ Mai 2018, neu gekauft, Automatik, aktueller km Stand 29.200. Im August 2020 wurde der erste Service durchgeführt, den ersten Ölwechsel habe ich bereits vorher bei ca 18.000 machen lassen. War mir zu unsicher so lange zu warten.


    Gestern ging die Warnleuchte „Ölstand zu hoch“ an.
    Sofort geschaut und tatsächlich ist der Stand zu hoch.


    Gegoogelt... Ölverdünnung... auch am Einfüllstutzen deutlich zu erkennen die beigefarbenen schmierrückstände.


    Aufgrund von Kurzstrecken habe auch ich das Problem das sich der Filter oft zusetzt. Regelmäßiges freibrennen auf unnützen Autobahnfahrten sind notwenig.


    Kann es möglich sein, dass die Ölverdünnung nur an der Kurzstrecke liegt oder liegt ein anderes Problem vor? Die Ölthemperatur steigt auch recht schnell an.


    Wie würdet ihr vorgehen?


    Auto stehen lassen, bis der freundliche wieder offen hat oder weiter fahren ?



    Danke im Voraus für hilfreiche Antworten!

  • Gegen Ölverdünnung kannst Du nichts machen ausser länger mit dem Auto fahren, solange bis die Öltemperatur für eine Weile über 100° ist und das Wasser verdampft.
    Da ist ein bekanntes Problem bei Aussebordmotoren und auch da gibt es nichts anderes als die letzte Meile mit Vollgas zu fahren.


    Was in Deinem Fall eventuell nützen könnte wäre eine Standheizung die den Motor auf Temperatur bringt bevor Du damit fährst.




    Chris

  • Standheizung habe ich auch schon in Erwägung gezogen. Da ich aber leider keinen werksseitigen Zuheizer habe, wäre es doch eine größere Investition.


    Du meinst also ich könnte erstmal mit Vollgas und einer gehörigen Runde das Öl ein wenig sauber fahren, dass der Ölstand wieder auf normal Niveau sinkt? Oder doch lieber ein Ölwechsel machen?

  • Standheizung bringt so gut wie nichts. Ist laut VW eine Innenraumheizung, der Motor wird kaum erwärmt.


    Ich persönlich würde einen Ölwechsel machen wenn man schon hellen Schleim am Deckel hat.


    Gruß Heiko

    "Die Stärke des Wolfes ist das Rudel, die Stärke des Rudels ist der Wolf!"

  • Ölwechsel unbedingt.


    Für mich wäre es jetzt noch interessant zu wissen, nach euren Erfahrungen, ob ich das Auto so lange stehen lasse oder weiter nutzen kann.


    Aktuell liegt Schnee, da möchte ich nicht unbedingt mit Frauchens Sportsvan fahren ... naja eigentlich sonst auch nicht ;-)


    Danke Euch,
    Steven.

  • Hallo



    Ich fahre einen V6 BJ Mai 2018, neu gekauft, Automatik, aktueller km Stand 29.200


    eindeutig kaputt gestanden, der Amarok ist ein FAHRzeug, auch AutoMOBIL genannt, keine ImMOBILie, kein STEHzeug




    meiner hat auch 29 000 km, aber seit März in diesem Jahr, der wir bewegt, und wenn er einmal mit ausbrennen nicht fertig wird, dann fahr ich halt beim nächsten Mal ne halbe Std spazieren das er wieder fertig wird



    morgen ist Feiertag, da hast Zeit, dann fährst mal ne Std Autobahn mit 140, dann ist dein Filter wieder anständig frei gebrannt und der Schmodder im Öl ist auch wieder weg, den Siff im Deckel kannst ja vorher schon mit nem Lappen rauswischen, im Motor selbst dürfte es nicht sichtbar sein


    und Ölwechsel macht man alle 10 000 km wenn schon so wenig fährst



    und ne Standheizung nachrüsten ist auf jeden Fall empfehlenswert, wenn nicht den VW Krempel einbaust, dann heizt die auch erstmal den Motor und nicht nur den Innenraum


    ne ThermoTop Evo kostet mit Fernbedienung rund 1000 €, rentiert sich aber auf jeden Fall


    ALLERDINGS, auch mit der Heizung mußt mehr fahren als nur 10 km, sonst ist bald die Batterie platt, dann hast es zwar warm, aber er springt nicht mehr an



    trotzdem, guten Rutsch ins neue Jahr


    Gruß Mani

  • Moin und alles Gute fürs neue Jahr !


    160 km Autobahn ... bei 140-150 km/h ... keine Veränderung am Ölstand, Meldung nach wie vor die gleiche.


    Hat also nix gebracht.


    Komisch ist auch, dass sich der Adblue Stand seit einiger Zeit nicht verändert.


    Wir werden sehen was der freundliche dazu meint.


    Grüße


  • Standheizung bringt so gut wie nichts. Ist laut VW eine Innenraumheizung, der Motor wird kaum erwärmt.


    Ich persönlich würde einen Ölwechsel machen wenn man schon hellen Schleim am Deckel hat.


    Gruß Heiko


    Naja, in dem Fall wäre das Aufrüsten des Zuheizers zus Tandheizung für mich nicht interessant.
    Was meiner nicht mag is von Mir in Zürich den Berg runter, da dauert es ewig bis er warm wird,
    fahr ich aber erst mal einige Minuten den Berg hoch dann ist er ratzfatz warm.


    Ich hätte auch erst den Ölwechsel genacht, aus zwei Gründen:
    1° die hellbraune Schleimsuppe kommt dann teilweise raus
    2° die Schmierung von mit Wasser versetzem Motorenöl ist wohl eher schlecht, bei meinem würd ich erstmal das billigste Öl zum spülen reinmachen und nach wenigen Kilometern gleich wieder wechseln
    aber nun ist es zu spät da meister672 schon damit auf der Autobahn rumgeheizt ist.


    Ich muss bei Meinem mal nachsehen wie das Öl aussieht, ich fahr aber meistens so 20 Kilometer und die Öltemperaturanzeige zeigt über 90-110°


    Entweder baut meister672 iene Standheizung ein die auch das Kühlwasser erwärmt oder fährt halt eben einen Umweg damit der Wagen auch richtig warm wird.


    Chris

  • Ich finde, das hier Themen vermischt werden.
    Zum einen, das sich Ölschleim am Einfülldeckel bildet, weil man zuwenig fährt, und zum anderen, das durch einen Schaden kühlwasser ins Öl gerät!
    Da es zu einer Offenkundigen Verdünnung des Öl gekommen ist, kann man da nicht mehr übermäßig mit rumfahren.
    Letzteres ist ein echtes Problem und nicht durch Autobahnfahrten zu beseitigen.
    Das würde ja schon experimentel Bewiesen, der Schleim is ja nicht weg.


    Ich wäre damit als erstes zur Werkstatt gefahren um das System prüfen zu lassen...
    Und da bloß nicht erzählen, das man damit noch auf der Autobahn rumgeheizt ist.

  • Von Kühlwasser hat doch keiner gesprochen oder? Ich denke eher das von Kondenswasser die Rede war. Natürlich hast du Recht das mit verdünntem Öl zu fahren nicht das allerbeste ist was man machen kann, aber das Kondenswasser sollte durch fahren schon mit der Zeit verdampfen. Ist denke besser wie den Motor verrosten zu lassen. Am besten hilft wahrscheinlich ein Ölwechsel, würde ich sowieso einmal im Jahr machen, aber das wurde ja schon geschrieben. Mehr würde ich vorerst auch nicht unternehmen.

  • also se gelber Sabber bildet sich recht schnell, das hatte selbst ich schon, der ist aber genauso schnell wieder weg wenn man die Kiste einmal richtig warm fährt


    das der Ölstand zu hoch ist wird dann eher an der Verdünnung durch Diesel liegen, und der verdampft auch nicht so schnell wie Wasser



    also Ölwechsel machen, und in Zukunft das Auto mehr fahren, vor allem nicht nur Kurzstrecken


  • Ja, das könnte ein weiteres Problem sein das den hohen Ölstand hervorruft, das kommt ebenfalls oft bei wenig gebrauchten/langsam gefahrenen Aussenbordern vor und wird "making Oil" genannt
    Da sich aber der weisse Schleim gebildet hat kann davon ausgegangen werden das auf jeden Fall Feuchtigkeit im Motor vorhanden ist.


    Der Test auf Diesel im Öl ist ganz einfach, Messstab rausziehen, Öl abwischen und daran riechen,
    a) es riecht nach gebrauchetn Motorenöl --> alles ok, kein Diesel im Öl
    b) es riecht "stark" nach Diesel --> schlecht, das Öl muss sofort raus da der Diesel nie verdampft und die Schmierleistung des Öls mindert


    Chris


    P.S. Wenn Kühlwasser im Motorenöl wäre dann würde sich das durch Kühlwasserverlust bemerkbar machen, und von dem war nicht die Rede (wurde aber evt nicht kontrolliert)

  • So ein V6 Diesel ist nunmal kein Kurzstrecken Motor. Eins ist klar, der Schleim im Deckel entsteht durch Kondenswasser im Motor, dass nie richtig verdampft, weil der Motor unzureichend heiss bewegt wird.


    Die Ölverdünnung ist ein zusätzliches Problem der Kurzstrecke und tritt vermehrt auf wenn der Motor häufig anfängt zu regenerieren und dabei durcg frühes abschalten wieder unterbrochen wird. Das Motorsteuergerät weiss ja nicht, dass du ihn gleich wieder ausschaltest und versucht durch Nacheinspritzung die Temperatur im DPF entsprrchend für die Regeneration zu erhöhen (Ziel 600 grad). Machst du mitten drin aus, kommt jedes mal eine kleine Menge Diesel ins Öl.


    €dit: Der Adblue stand sinkt nur langsam, da dessen Füllstandssensor nicht so genau wie im Dieseltank arbeitet und fällt nur in 500/1000km Schritten ab.


    Gruss

    2018 Amarok V6 Liberty 4Motion @ Pogea Racing Stage 1+ // 320PS | 663Nm

    Einmal editiert, zuletzt von Pwnzer2000 ()

  • Die Ölverdünnung ist ein zusätzliches Problem der Kurzstrecke und tritt vermehrt auf wenn der Motor häufig anfängt zu regenerieren und dabei durcg frühes abschalten wieder unterbrochen wird. Das Motorsteuergerät weiss ja nicht, dass du ihn gleich wieder ausschaltest und versucht durch Nacheinspritzung die Temperatur im DPF entsprrchend für die Regeneration zu erhöhen (Ziel 600 grad). Machst du mitten drin aus, kommt jedes mal eine kleine Menge Diesel ins Öl.


    So ist das! Das Regenerieren mittels Verschieben der Nacheinspritzung ist eine pure Vergewaltigung des Motors. Der Diesel der einmal im Motoröl ist kann im Gegensatz zum Ottokraftstoff nie mehr verdampfen.


    Das besondere Risiko hierbei ist, dass im schlimmsten Fall der Ölstand so hoch sein kann, dass bei höherer Drehzahl das Motoröl/Dieselgemisch über die Motorentlüftung angesaugt werden kann und dann eine unkontrollierbare und NICHT abstellbare verbrennug im Motor erfolgt. Bei einem Automatik im Fahrbetrieb, kann das Vollgas bei nicht abstellbarem Motor bedeuten! Ausser man reißt auf N und lässt im kaputt drehen.


    Ist mir bei einer DB C Klasse beim Beschleunigen auf der Autobagn passiert. Auto hat gnadenlos weiterbeschleunigt. Hinter mir eine weiße Nebelwand. Ich vermutete einen Turboschaden und hab den Schlüssel rumgedreht. Ohne Erfolg. Auto hab ich dann im fließenden Verkehr von ganz links auf den Standstreifen gebracht und mittels Bremse in die Knie gezwungen. Beim hin und her schalten von D auf R hat er sich dann irgendwann zum Glück " Verschluckt" und war aus. Ähnlich wie mit Kupplung abwürgen. Nach erfolgtem Ölwechsel war alles wieder gut und der Wagen führ einwandfrei, wurde dann aber verkauft weil meine Frau ab da Angst hatte....


    Also lieber einmal zu früh Öl wechseln als zu lange warten.


    Gruss Sporty

    Enduro fahren fängt da an wo der Spaß aufhört :jump:

  • ja ich weiß was du meinst, aber wie gesagt, der Kühler bleibt bis 80 grad eh kalt, und an den Motor selbst kommt auch so genug Luft hin von allen Seiten


    deswegen bringt das abdecken nicht viel, sieht man ja auch nirgends mehr, früher war das normal



    und wenn dann mal auf die Autobahn fährst, dann müsstest das wieder abnehmen, wenn nicht riskierst das er überhitzt


    also besser nicht


  • Absolut richtig, kann selber und einfach herausgefunden werden, nach einer Weile den Kühler oder die Zuleitung vorsichtig berühren
    Sollte es nicht so sein dann ist was mit dem Thermostat faul


    Am besten die Fahrstrecke so umstellen das erst etwa 2 Km den Berg/Hügel hoch gefahren werden muss damit die Temperatur auf 12 Uhr steht.
    Ain kurzes Stück Autobahn oder Strasse wo Du mit 80+ fahren kannst ist auch gut.
    Geradeaus mit 800 rpm oder den Berg runterrollen wärmt den Motor nie und es dauert endlos bis er gescheit warm ist, meiner auf jeden Fall.


    Chris

  • Hallo,
    wie misst denn der V6 den zu hohen Motorölstand? Muss diese Anzeige dann von der Werkstatt zurückgesetzt werden? Hatte nach der Inspektion nach 70 km, auch so eine Fehlermeldung. Bin dann zu Werkstatt und die haben dann 3/4 Liter Öl abgesaugt. Kann der Motor oder Katerlysator dadurch Schaden nehmen?